Neue Richtlinien

10. Juli 2014 15:38; Akt: 13.07.2014 11:42 Print

Aus für Sexparty-Schiff auf dem Bodensee

Es ist amtlich: Das Swinger-Schiff wird künftig nicht mehr in den Bodensee stechen. Grund dafür sind neue Richtlinien der Bodensee-Schiffsbetriebe für die Vermietung der Schiffe.

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«Für die künftige Vercharterung ist vom Veranstalter ein Nutzungskonzept vorzulegen, in welchem die Veranstaltung beschrieben wird», heisst es in der gestrigen Medienmitteilung der Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH (BSB). Und weiter: «Wenn dieses Nutzungskonzept auch in einer vergleichbaren öffentlichen Einrichtung an Land, etwa einer Mehrzweckhalle, genehmigungsfähig wäre, kann ein Chartervertrag zustande kommen.» Damit ist klar: Am 30. August wird das Swinger-Schiff zum letzten Mal in Friedrichshafen ablegen – danach ist Schluss.

Das Thema sorgte bereits im Frühjahr für Aufregung. Besonders dem Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt war das Swinger-Schiff ein Dorn im Auge. «Dass unsere Schiffe für kommerzielle Sex-Veranstaltungen vermietet werden, lehne ich klar ab», so Uli Burchardt damals.
Er steht den Stadtwerken Konstanz vor, zu denen die Bodensee-Schiffsbetriebe BSB gehören. Veranstalter des Swinger-Schiffes, Thomas Weiss, vermutete damals hinter dem Verhalten des Bürgermeisters eher Wahlkampf. Die Folge von Burchardts Haltung waren wütende Swingerschiff-Fans, die diesem Prüderie und sexuelle Intoleranz vorwarfen, wie der «Südkurier» schreibt.

Veranstalter war darauf gefasst

Veranstalter Thomas Weiss war laut «Südkurier» auf die neuen Richtlinien gefasst. «Wir müssen jetzt prüfen, inwieweit die Vorstellungen der BSB mit unserem Konzept vereinbar sind. So viel ist sicher: Das Swinger-Schiff in seiner jetzigen Form wird es nicht mehr geben.» Er könne sich aber vorstellen, künftig reine Tanzveranstaltungen konform zu den neuen Chartervorgaben auf BSB-Schiffen anzubieten.

Und das Sadomaso-Schiff?

Ob das Sadomaso-Schiff eines anderen Veranstalters weiterhin fahren darf, ist unklar. Bei der Stadt Konstanz heisst es auf Anfrage: «Nach den uns vorliegenden Informationen handelt es sich beim Torture-Ship um eine Party-Veranstaltung. Gegen reine Party-Veranstaltungen – gleich welcher sexueller Gesinnung oder Orientierung – gab es zu keiner Zeit Bedenken oder Einwände.»

(taw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • maurice.ravell am 10.07.2014 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum

    regen sich alle auf. wenn Interesiert es das an Bord Sexparties stadtfinden. wird ja keiner gezwungen mit zu machen. aber nein die prüden maulen rum. das sind die, die gerne dabei sein wollen. wenn die zeitung nöt darüber schreibrn würden, wüste es keiner und alles wäre ok. scheinheilig. ech ehhh

    einklappen einklappen
  • Günni am 10.07.2014 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    peinlich

    Einfach nur peinlich. Dann suchen diejenigen halt was anderes um Ihre Parties zu feiern bis das auch wieder verboten wird von irgendwelchen missgünstigen und prüden Leuten, die sonst kein eigenes Leben haben.

  • W. Meier am 10.07.2014 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder ein Verbot mehr.

    Ist da irgend wie ein Neider oder einer der sich nicht traut und jetzt will er das andern auch vermasseln? Wir sind ein Volk von NEIDER?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lindo Anjo am 11.07.2014 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Neidgenossen

    Willkommen im Land der 'Neidgenossen'.

  • Dan Stan am 10.07.2014 23:11 Report Diesen Beitrag melden

    Kann es verstehen

    Angeblich sahen ja Anwohner, unter anderem Familien am Ufer wie Passagiere an Deck Sex hatten in allen Variationen. Nun, kann da schon verstehen, dass dies problematisch ist. Solange die Leute im Schiff, ungesehen von aussen ihre Orgien feiern, ist das doch egal.

  • Roni am 10.07.2014 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindisch

    Wie kann man so was Geiles verbieten. Was ist jetzt störend daran auf dem Wasser stört es ja keinen .In der Mehrzweckhalle kann man das ja nich machen zu viele schaulustige.Man sollte ein Gesetz machen das verbieten verboten wird.

  • W. Meier am 10.07.2014 16:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder ein Verbot mehr.

    Ist da irgend wie ein Neider oder einer der sich nicht traut und jetzt will er das andern auch vermasseln? Wir sind ein Volk von NEIDER?

  • Günni am 10.07.2014 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    peinlich

    Einfach nur peinlich. Dann suchen diejenigen halt was anderes um Ihre Parties zu feiern bis das auch wieder verboten wird von irgendwelchen missgünstigen und prüden Leuten, die sonst kein eigenes Leben haben.