Musikfest

02. Juni 2011 22:26; Akt: 02.06.2011 20:29 Print

Barbetreiber werden zur Kasse gebeten

von Simon Städeli - Während des eidgenössischen Musikfests gelten für St. Galler Bars spezielle Regeln. Dies führt zu roten Köpfen bei den Betreibern.

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Verärgert: Michael Frommenwiler von der Bar The Room. Foto: sst

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«Endlich kommen einmal viele Leute nach St. Gallen – und jetzt will man nur Profit daraus schlagen», sagt Michael Frommenwiler, Geschäftsführer der Bar The Room. «Dabei sollte man den Gästen doch etwas bieten und ein gutes Bild der Stadt abliefern.» Den St. Galler Barbetreibern sind die speziellen Regelungen während dem eidgenössischen Musikfest EMF ein Dorn im Auge. «Mir wurde mitgeteilt, dass verlängerte Öffnungszeiten nur gegen eine Gebühr von 250 Franken bewilligt werden», so Frommenwiler. Dieses Geld fliesse in die Kasse des Festveranstalters. Norma­lerweise werden jeder Bar pro Monat vier Verlängerungen bewilligt – für 30 Franken. Während des EMF, das in zwei Wochen beginnt, soll die Verlängerung von 1 Uhr auf 3 Uhr aber nun ein Mehrfaches kosten.

Das ist auch für Roy Fankhauser, Geschäftsführer der Birreria, zu viel: «Das ist reine Abzocke.» Denn von den erwarteten 200 000 Besuchern könne die Bar nicht profitieren: «Wir sind sowieso immer voll», sagt er. Trotzdem hat Fankhauser nun eine Verlängerung beantragt und will die Rechnung dafür auch begleichen. Anders tönt es beim The Room. Frommenwiler: «Ich werde die Bar wohl um ein Uhr schliessen». Er würde wie bei der Olma oder anderen grossen Festen üblich eine Freinacht sehr begrüssen. «Aber diese Gebühr werde ich nicht bezahlen», so der Barbetreiber.

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