Kreisgericht St. Gallen

17. Februar 2011 18:46; Akt: 18.02.2011 10:58 Print

Bedingte Strafe für grausamen Katzenkiller

von Marlene Kovacs - Bedingte Freiheitsstrafe für den Katzenkiller von Bruggen. Vor Gericht schilderte der 28-Jährige seine grausamen Taten.

storybild

Bildlegende: Der Katzenkiller M.N. wurde vom St. Galler Kreisgericht in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. (Bild: 20 Minuten/tob)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mit einer Baseballkappe und einem Kaugummi im Mund erschien der Angeklagte M.N.* gestern vor dem St. Galler Kreisgericht. Der 28-jährige Kosovare hat 2010 die drei Katzen und drei Ratten seiner Freundin gequält und grausam getötet.

Die Katze Stelina musste besonders leiden. Denn er folterte sie mehrmals mit kochendem Wasser. «Eigentlich habe ich nichts gegen Tiere», sagte M.N. gestern vor Gericht. Deren Geruch und die Haltung hätten ihn aber sehr gestört. «Ich wollte sie einfach loswerden», so der Sozialhilfe-Empfänger.

Und dies auf grausame Weise. Eine Ratte erdrückte er mit der blossen Hand. Zwei Ratten und zwei Katzen hat er mit einem Messer erstochen. Eine weitere Katze erschlug er mit einem Besenstiel. «In dem Moment habe ich nichts empfunden», so M.N. Zum Fall der Katze Stelina sagte der Angeklagte: «Ich dachte, dass sie durch das heisse Wasser nicht mehr so viele Haare verlieren würde.» Als er gesehen hätte, dass sie schwer verletzt wurde, hätte er sie ja umgebracht.

Mit seiner Freundin ist M.N. heute immer noch zusammen. Auf die Frage vom Richter, was er machen würde, wenn diese wieder Tiere hätte, antwortete er: «Ich weiss es nicht. Wahrscheinlich würde ich mich entfernen.» Das Gericht sprach ihn in allen Punkten schuldig. Er wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sieben Monaten mit einer Probezeit von drei Jahren verurteilt. Zudem erhielt M.N eine Busse von 1000 Franken.

*Name der Redaktion bekannt