Rapperswil-Jona SG

07. Januar 2020 09:58; Akt: 07.01.2020 16:57 Print

«Vor Federers Villa gibt es jeden Abend Stau»

Das künftige Zuhause von Tennisstar Roger Federer nimmt Form an. Die Bauarbeiten in Rapperswil-Jona laufen auf Hochtouren. Anwohner freuen sich auf ihren neuen Nachbarn.

Passanten äussern sich zum Baustart. Ein Anwohner warnt Federer, dass er auf der Strasse vor seinem Grundstück jeden Abend in Stau geraten wird. (Video: mwa)
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Fans und Schaulustige haben keine Chance: Schwarze Sichtschutzwände versperren seit Weihnachten den Blick auf das künftige Zuhause von Tennis-Ass Roger Federer. Die Bauarbeiten in der Kempratener Bucht in Rapperswil-Jona SG laufen auf Hochtouren, wie die «Linth-Zeitung» berichtet.

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Bei Roger Federer fahren die Bagger auf

Am 12. November wurden Kanalisationsarbeiten und eine Meteorwasserleitung fertiggestellt. Nun legen Installationsarbeiten das Fundament für den Federer-Bau. Diverse ein- bis zweistöckige Flachdachbauten sind geplant. Thomas Furrer, Bauchef von Rapperswil-Jona, bestätigt den Baustart.

Sanierung von Altlasten

Die Parzelle Seegubel an der Zürcherstrasse in Kempraten ist eine der letzten freien Bauplätze mit Zugang zum Zürichsee und mit Blick aufs Schloss. Ende 2018 wurde im Baugesuch eine Bausumme von 20 Millionen Franken veranschlagt. Der geschätzte Wert der 18'000 Quadratmeter grossen Liegenschaft liegt zwischen 40 und 50 Millionen Franken.

Gemäss einem seit Dienstag auf der Bauverwaltung Rapperswil-Jona einsehbaren Bauvorhaben will die Familie Federer zudem eine Altlastensanierung vornehmen. Wasserleitungsarbeiten brachten zutage, dass der Boden bis rund 90 Zentimeter Tiefe durch Ziegel- und Mauerabfälle belastet ist. Früher war dort eine Ziegelei ansässig.

Normalbürger würde Sanierung nicht vornehmen

Der Normalbürger würde diese Sanierung wohl nicht vornehmen, aber im Grunde sei es eine gute Sache, sagt Andri Pfister, der bei der Stadtverwaltung für Baubewilligungen zuständig ist, zur Zeitung. Das vom Bauschutt ausgehende Risiko für die Umwelt wird als gering bis inexistent bewertet. Zahlreiche scharfkantige Abfälle des im See liegenden Bauschutts wie Glas- und Metallstücke werden dagegen als problematisch für Mensch und Tier eingestuft.

Die Firma BGS & Partner Architekten in Rapperswil koordiniert das Projekt vor Ort. Für die Planung des Federer-Baus ist das Team von Saota Architecture in Kapstadt zuständig. Bis zu 60 Angestellte sollen für den Bau des Luxusanwesens an der Zürcherstrasse engagiert sein. Der Bauschluss ist für 2021 vorgesehen. Wann Roger Federer mit seiner Frau und den vier Kindern einzieht, ist noch unbekannt.

Vaz/Obervaz bricht nicht zusammen

Die Gemeinde Vaz/Obervaz bedauert den Wegzug von Roger Federer. Gemeindeschreiber Johann Gruber bestätigt, dass der Tennisstar in Vaz/Obervaz Steuern bezahlt hat. Zudem sagt er: «Federer ist eine sehr geschätzte Person in der Gemeinde. Verschwinden wird Vaz/Obervaz durch den Wegzug aber nicht. Es wäre ja tragisch, wenn eine Gemeinde nur wegen eines einzelnen Steuerzahlers zusammenbrechen würde.» Wie hoch der Steuerbetrag ist, den Federer zahlt, wisse er nicht, so Gruber.

(bz/mwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ruth Gross am 07.01.2020 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neubau Federer

    Ist es notwendig, all diese Infos publik zu machen? Die Familie F. hat Anrecht auf Privatsphäre wie alle echten Promis auch. Deswegen wohnen sie (noch) in der Schweiz!

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  • Bernina47 am 07.01.2020 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Focus45

    Ich finde es sehr schön von ihm dass er sich in der Schweiz ein Zuhause baut und nicht wie die anderen Stars in einem lukrativen Steuerparadies

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  • Stine am 07.01.2020 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen

    Wenn ich Geld hätte würde ich dort auch ein schönes Haus bauen. Was spricht dagegen? Ist besser dort baut ein Schweizer der dort Wohnsitz hat als jemand aus dem Ausland für nur Ferien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • HP Wyler am 08.01.2020 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Altlasten auf FEDERER-Grundstück

    Bei der Entfernung von Altlasten auf diesem Grundstück sollte mit äusserster Vorsicht vorgegangen werden, denn es liegt in unmittelbarer Nähe zahlreicher Hinterlassenschaften der Römer, es gehört zu den"CENTO PRATI"! Es wäre also nicht verwunderlich, wenn auch die Archäologen anrücken würden und den Bezugstermin noch hinausschieben! Ich bin gespannt ....

  • Verkehrsminister am 08.01.2020 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Mann muss sich heutzutage eher fragen

    auf welchen Strassen es keinen Stau gibt.

  • vamos a ver! am 08.01.2020 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wohl dem, der es sich leisten kann

    Das ist mit einiger Wahrscheinlichkeit noch nicht das Ende der Fahnenstange. Aber vermutlich kann RF auch einen Abschreiber in dieser Grössenordnung verkraften.

  • kilian k. am 08.01.2020 04:08 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wird es interessant

    Wenn der Baugrund des geplanten Anwesens des grössten Maestros aller Zeiten, den die Schweiz je hatte (vielleicht ganz leicht übertrieben, aber egal), kontaminiert ist, sollte sich der hiesige Normalverbraucher langsam Gedanken machen, wie es diesbezüglich in seiner eigenen Umgebung aussieht.

    • Bumaku Massamba-Opango am 08.01.2020 05:25 Report Diesen Beitrag melden

      @kilian k.

      Wahrscheinlich hat dort Federers Nachbar, der Milliardär Schmidheiny, seine Asbest-Platten entsorgt ...

    • lawandorder am 08.01.2020 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bumaku Massamba-Opango

      ist zu hoffen.

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  • A.Santiago am 08.01.2020 01:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Themen in diesem Beitrag

    Eigentlich sollte man hier diskutieren, warum giftiger Bauschutt in unmittelbarer Seenähe vergraben wurde. Das Problem ist doch, dass die Schweiz nicht weiss an welchen Stellen Giftmüll entsorgt wurde. Dies ist ein sehr grosses Problem wo die Schweiz noch viel kosten kann. Da zählt das Thema ob Federer aufhört Tennis zu spielen gar nichts.