St. Gallen

16. August 2019 04:51; Akt: 16.08.2019 04:51 Print

Bei diesem Völkerball gibt es kein Mobbing

Am Samstag gibt es am St. Galler Fest eine E-Sport-Premiere. Das erste Mal wird in der Schweiz um den Hado-Meistertitel gespielt.

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Diesen Sommer ist das traditionelle Völkerball in Verruf geraten. So soll Völkerball nicht etwa den Teamgeist der Schüler fordern, sondern die Unterdrückung. «Was die Schüler dabei lernen, ist, dass es okay ist, die ‹anderen› zu verletzen. Das ist menschenverachtend», äussert sich eine Wissenschaftlerin gegenüber der «Washington Post».

Nun gibt es aber eine Alternative dazu. Hado, das virtuelle Völkerballspiel, hat den Weg von Japan in die Schweiz gefunden.
«Beim virtuellen Völkerball fällt der Schmerz des Aufpralls und die Wucht der Bälle komplett weg, da alle Aktionen lediglich animiert sind», so Remo Bügler, CEO von epikk. Dies würde den Spass am Spiel wieder hervorheben. «Durch die Hektik und das taktische Denken ist es auch nicht möglich sich auf eine Person zu konzentrieren, man muss wieder im Team spielen», so Bügler. Somit sei kein Mobbing möglich.

Und so funktioniert es

Um das virtuelle Völkerball in der Schweiz populär zu machen veranstaltet epikk am kommenden Samstag im Rahmen des St. Galler Fest gemeinsam mit IT rockt! und Digital Sports Hub Switzerland (DSHS) am Gallusplatz den Side-Event «Hado-Master – Das Völkerball der Zukunft». «Hado ist der weltweit erste physische digitale Sport, der die Technologie der erweiterten Realität (AR) verwendet», erklärt Bügler.

Die Spieler tragen eine AR-Brille, mit der das Blickfeld gefilmt wird und zusätzlich zeigt sie die digitalen Inhalte des Spiels. Heisst: Erst durch die Brille sieht man das Spielfeld und die Bälle. An dem Arm, mit dem man spielt, ist ein Display montiert, auf dem die Spieleinstellungen bearbeitet werden können. Man kann sich mit sechs sogenannten «Skillpunkten» in vier Kategorien spezialisieren. Die Geschwindigkeit, Grösse und Nachladegeschwindigkeit der Bälle, sowie die Stärke des Schildes können so der Taktik des Teams angepasst werden. Insgesamt stehen fünf Bälle zur Verfügung bis Nachgeladen werden muss.

Hier kann man sehen, wie das Spiel gespielt wird.

Bis zu sechs Spieler treten während je 80 Sekunden gegeneinander an. «Teamplay und Kreativität sind dabei sehr wichtig», so Bügler. Da grundsätzlich in Dreierteams gespielt wird, müsse man sich absprechen, wer für die Offensive und wer für die Defensive zuständig sei.

Im Rahmen des St. Galler Fests kann man am Samstag zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr in Drei-Mann-Teams am Turnier um den Meistertitel kämpfen. Dabei muss das Trio siegreich durch die Qualifikationsrunden gelangen. Anschliessend folgt zwischen 18 Uhr und 19 Uhr das Final. Für Interessierte, ohne Absicht am Turnier teilzunehmen, gibt es zwischen 13 Uhr und 14.30 Uhr die Chance den E-Völkerball zutesten. Der Preis pro Person für drei Spiele liegt bei fünf Franken. Die Anmeldung für das Turnier kostet 15 Franken, wobei jede zuvor gespielte Runde für 5 Franken von der Turniergebühren abgezogen wird. Anmeldungen werden sogar noch vor Ort angenommen.

(maw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 90s Kid am 16.08.2019 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder braucht ein warme Milch und eine Decke heutz

    in einem Spiel zu verlieren ist kein Mobbing. Hört auf die Bedeutung von Wörter zu verwischen und eure Agenda damit furchzupeitschen. Selbst wenn Völkerball weh tut, lehrt es eine wichtige Lektion: thats life. Grow up. Ich frag mich wie all die vorherigen Generationen NICHT geschädigt wurden trotz des ganzen Völkerballs...sie müssen wohl mental stärker gewesen sein...hm.. woran das wohl liegt...

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  • chrizzla am 16.08.2019 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    basta

    fölkerball war nie und wird nie mobbing sein!

  • Zwieback am 16.08.2019 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Oberflächliche Psychologie

    Bei fiesen Ballspielen habe ich gelernt, was ich machen muss, wenn ich alle gegen mich habe. Darum kann ich heute mit unfairen Situtionen umgehen und sogar zu meinem Vorteil nutzen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stefan Böttger am 16.08.2019 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was denn für Mobbing beim Völkerball

    Alter wie fertig die Welt doch ist

  • CB am 16.08.2019 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brutales Spiel?

    ...bei uns gab es jede Turnstunde 'Verletzte' und sogar 'Tote'! Spass beiseite: Völkerball haben bei uns alle gern gespielt, es gab nie Verletzte und auch nie Tränen. Es gab auch noch nicht so viele 'Weichspüler' wie heute. Die neue Art Völkerball zu spielen hat überhaupt nichts mit Sport zu tun, eher wie Schattenboxen ohne Bewegung. Bleibt beim herkömmlichen Völkerball und ihr habt mehr Bewegung und erst noch richtig Spass!

  • BZ am 16.08.2019 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine 20 jahre her

    Das neue Spiel sieht ja saucool aus. was die oldschool Variante mit Mobning zu tun haben sollte entzieht sich meiner Kenntnis, hatten immer alle Spass anno dazumals.

  • Früher am 16.08.2019 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    91er Jahrgang

    Also wir haben früher noch rassistische Spiele gespielt. Wer kennt noch das Spiel "Was machsch wenn de schwarzi maa chunt?" "denn renned mer devoo"- Und das im Sportunterricht, also offiziell. Als Kind war das einfach nur ein Spiel. Auch die dunkelhäutigen Kinder haben da mitgemacht. War mir damals übrigens nicht bewusst dass dieses Spiel dafür sorgen sollte sich vor dunkelhäutigen Menschen zu hüten. Ist übrigens alles Quatsch. Mensch = Mensch. Erziehung macht den Unterschied (und vieles mehr).

  • Marc Zulliker am 16.08.2019 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Verbieten!

    Nicht nur reden! Sondern Völkerball schweizweit verbieten!!!

    • jasmin am 17.08.2019 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc Zulliker

      Warum? Sind sie frustriert? Ich finde Fußball sehr brutal bitte sofort verbieten.

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