Lawinenniedergang

18. Januar 2019 10:59; Akt: 18.01.2019 17:11 Print

Säntis Schwebebahn bleibt monatelang geschlossen

Anfang Woche hat eine Lawine grosse Schäden an der Bergbahn des Säntis angerichtet. Die Reparaturarbeiten werden lange dauern.

Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn, im Interview. (Video: 20 Minuten)
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Am Freitag informierten der Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn AG, Bruno Vattioni, und Hanspeter Schoop von der Alpinen Rettung Schweiz über die Zukunft der Säntis Schwebebahn. Dabei wurde klar gestellt, dass die Bahn für mehrere Monate den Betrieb einstellen muss.

Zwischen Sonntag 13. und Montag 14. Januar war eine Lawine niedergegangen, die einen grossen Schaden an der Tragwerkkonstruktion der ersten Seilbahn angerichtet hat. Aus Sicherheitsgründen bleibt der Betrieb der Säntis-Schwebebahn daher bis auf weiteres eingestellt. Weder Gäste noch Angestellte werden mit der Schwebebahn transportiert. Die Reparaturarbeiten werden mehrere Monate dauern, die genaue Beurteilung konnte aufgrund des vielen Schnees noch nicht vorgenommen werden.

Zweite Lawine beschädigt Säntisbahn - Betrieb eingestellt

Keine Kündigungen

Man muss davon ausgehen, dass der Schaden erheblich ist. Im schlimmsten Falle muss die Stütze komplett ersetzt werden. Ein Projektteam aus Fachleuten beurteilt aktuell den Schaden und plant das weitere Vorgehen. Die Mitarbeitenden der Säntisbahn werden derweil weiter beschäftigt, obwohl die Bahn sowie das Gipfelrestaurant mehrere Monate geschlossen bleiben. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für Bahn und Gastrobereich können derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Der erneute Lawinenniedergang ereignete sich zu der Zeit, als auf der Schwägalp die Rettungs- und Räumungsarbeiten des vorhergehenden Lawinenniedergangs vom 10. Januar eingestellt waren und der Zugang des ganzen Bereichs für sämtliche Personen gesperrt war. Grund für den Unterbruch dieser Arbeiten waren die starken Schneefälle verbunden mit der gestiegenen Lawinengefahr.

Zwischen dem ersten Lawinenereignis und jenem, das die Stütze beschädigt hat, fielen bis 1,5 Meter Neuschnee. Dieser starke Schneefall in Kombination mit hohen Windspitzen dürften zum erneuten Lawinenabgang geführt haben. Bei diesem kamen wesentlich weniger Schneemassen in Bewegung, als beim ersten. Dementsprechend drang der Schnee auch nicht bis zur Schwägalp vor, sondern kam schon vorher zum Stillstand.

(jeb/20 Minuten)