St. Moritz

21. Februar 2019 05:46; Akt: 21.02.2019 08:40 Print

Bevölkerung darf nicht an die Milliardärs-Chilbi

von Julia Ullrich - Ab Sonntag findet in St. Moritz eine indische Party der Superlative statt. Dafür wurde auch eine Art Chilbi aufgebaut. Diese ist nicht für die Bevölkerung zugänglich.

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So sieht es auf der Chilbi-Anlage aus. Die Chilbi öffnete die Tore um 17.15 Uhr. An Essen mangelt es den Besuchern nicht. Die Halle mit den Essständen und Kostümen geht allerdings erst kurz nach 18 Uhr auf. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten haben Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Mit 20 Minuten erhalten Sie allerdings bereits einen ersten Eindruck. Die Einwohner können dem Paar auch gratulieren. Es wird die Sonne genossen. Der Bräutigam und sein Vater auf dem Chilbi-Platz. Auch Bodyguards sind dabei. Hier kommen Ranbir Kapoor und Arjun Kapoor an. Mit dabei ist auch Malaika Arora. Sie kamen am Montagmorgen zwischen 9 und 9.30 Uhr an. Ranbir Kapoor reiste mit diesem Flugzeug an. In diesem Helikopter sassen Arjun Kapoor und seine Freundin Malaika Arora. Kurz vor 21 Uhr fand im Rahmen der Feier eine Drohnenshow statt. Hier das Logo der Party. Hunderte Drohnen formten verschiedene Formen und Motive am Nachthimmel. Wie zum Beispiel eine Schneeflocke... ... oder ein Herz. Bereits nach einigen Minuten war das Spektakel vorbei und die Drohnen landeten wieder. Die Partygäste verfolgten die Show von draussen mit. Damit sie nicht frieren, wurden Wärmedecken verteilt. Eine Kutsche fährt vor die Chilbi am Sonntag, dem 24 Februar 2019. Ob das die Hauptprobe für das Brautpaar später ist? Drinnen sitzen Braut und Bräutigam noch nicht. Christian Jott Jenny, Gemeindepräsident von St.Moritz. Eine Inderin reist in einem golden Kleid an... wer das wohl ist? Die Limousinen fahren bis vor die Chilbi und lassen dort die Gäste aussteigen. Aufnahmen von Sonntagabend bei der Chilbi. Auch die Securitas ist vor Ort. Und natürlich viele Schaulustige. Nahro Danho, Inhaber der Basilica Bar in Zürich, wurde angefragt, ob er die Gäste während des Events mit Shishas versorgen kann. Ohne dieses Logo geht nichts: Gäste, die an die indische Mega-Party gehen, tragen eine entsprechende Karte um den Hals. Auch auf Autos findet sich das Logo. Symbolisieren soll es eine Schneeflocke, die stellvertretend für St. Moritz steht. Bei den Gästen sind im Innern die Buchstaben «S» und «A» abgebildet, was für die Vornamen des künftigen Brautpaars steht. Bei der indischen Modekette Escada hängen seit Samstag, 18.30 Uhr hunderte Rosen im Schaufenster. Der rund 400 Rosen umfassende XXL-Strauss in Herzform wiegt nach Angaben der Hersteller mindestens 100 Kilogramm. Auch am Samstagabend fanden noch Aufbauarbeiten statt. Am Sonntag beginnt das Fest. Derzeit finden grosse Aufbauarbeiten auf der Zirkuswiese in St. Moritz GR statt. «Ein Riesenrad hat es hier bisher noch nie gegeben», erzählt ein Leser-Reporter. Die Chilbi auf dem Festgelände. Die Chilbi auf dem Festgelände. Die Chilbi auf dem Festgelände. Der Grund: Akash Ambani und Shloka Mehta (beide 28) wollen heiraten. Akash ist der Sohn des reichsten Mannes Asiens, Mukesh Ambani. Auch die Braut ist keine Unbekannte. Ihr Vater ist einer der weltbekanntesten Diamantunternehmer. Geld spielt deshalb bei den 28-Jährigen keine Rolle. Anders als von indischen Medien vermeldet, findet die Feier nicht ab 23. Februar, sondern erst ab dem 24. Februar statt. Über 800 internationale Gäste werden bei der Mega-Sause in St. Moritz erwartet. Die Proben für die Lichtshow waren am Mittwochabend (20.2.2018) bereits im vollen Gange. Ein Grossteil der Gäste soll mit zwei extra gecharterten Fliegern nach St. Moritz gebracht werden. Einige der Gäste kommen gemäss einer Mitteilung im Luxushotel Badrutt's Palace unter. Während der Wintermonate liegt der Zimmerpreis in diesem Hotel schnell mal bei rund 1000 Franken pro Nacht. Und auch die Einladungen sind extravaganter als bei den meisten Pärchen. Diese besteht aus einer grossen rosafarbenen Box, die mit indischen Verzierungen und Ornamenten versehen ist. Zudem spielt sie beim Öffnen Musik ab. Die extravagante Einladungsbox des Paares soll gemäss einer Verpackungsfirma rund 1000 bis 1500 Franken pro Stück gekostet haben. Insgesamt dürften sich die Kosten des dreitägigen Polterabends auf vier bis sechs Millionen Franken belaufen. Unter anderem soll auf der Zirkuswiese eine Chilbi stehen. Nun wurde klar: Am Montag wird diese für die Einheimischen geöffnet.

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«Auf der Zirkuswiese wird es eine Chilbi mit Attraktionen wie Riesenrad, Autoscooter und einer Spiral-Rutschbahn geben», sagt Christian Gartmann, Sprecher des indischen Hochzeitspaares. Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Junggesellenparty von Akash Ambani, Sohn des Multimilliardärs Mukesh Ambani, und seiner Verlobten Shloka Mehta. Entgegen der Berichte in indischen Medien findet die Feier nicht am 23. sondern erst am 24. Februar in St. Moritz statt. Die Pre-Wedding-Party soll drei Tage dauern.

«Die Familien Ambani und Mehta freuen sich sehr auf die bevorstehenden Festivitäten in St. Moritz», sagt Gartmann. Beide Familien würden den Schweizer Ferienort bereits seit mehreren Jahren bereisen und seien von der Schönheit der Umgebung verzaubert. «Ausserdem war es hier in St. Moritz, wo aus der
langjährigen Freundschaft eine Romanze und Liebe wurde.»

Drohnen für Licht-Show

Vor dem Festzelt auf der Zirkuswiese können sich die rund 850 Gäste auf einer Art Rummelplatz amüsieren. Laut Gartmann stehen unter anderem ein Riesenrad und ein Karussell mit in die Höhe schwingenden Armen bereit. Zudem soll sich im Festzelt eine eigene Eisbahn befinden, auf der auch eine «Peter-Pan-Show» aufgeführt wird. «Es ist wohl ähnlich wie bei ‹Holiday on Ice›», so Gartmann. Unter den Gästen befinden sich neben diversen Stars aus Bollywood auch Hollywood-Grössen. Wer genau vor Ort sein wird, wird derzeit noch geheim gehalten.

Für die drei Tage sei bereits ein festes Programm erstellt worden. 20 Minuten liegt nun ein ungefährer Zeitplan vor. So soll am Sonntagabend eine Lichter-Show am Himmel erstrahlen. «Dafür werden mehrere Drohnen eingesetzt», so der Sprecher des Paares. Tags drauf soll ein extravagantes Feuerwerk den Nachthimmel über St. Moritz erhellen.

Kricket auf vereistem See

Die Veranstaltungen finden auf der Zirkuswiese, dem gefrorenen St. Moritzersee, dem Tenniscenter in St. Moritz Bad und im Hotel Badrutt's Palace und dessen Park statt. Gartmann: «Tagsüber werden die Gäste sich auch auf den Pisten von St. Moritz oder beim Kricketspielen auf dem gefrorenen See unterhalten.» Für das Wohl der Gäste sorgen in diesen Tagen neben den Teams der St. Moritzer Hotels noch rund 500 zusätzliche Mitarbeitende. Dazu gehören Gästeassistenten, Butler, Köche für indische und internationale Spezialitäten, Künstler, Logistiker, Bühnenspezialisten und Sicherheitsleute.

Administrative Hürden

Die Öffentlichkeit dürfte vom regen Treiben nur wenig mitbekommen. Wie Gartmann sagt, hatten sich die Organisatoren zwar gewünscht, die Chilbi zumindest an einem Nachmittag für die Bevölkerung zu öffnen. Die Idee scheiterte aber schliesslich an administrativen Hürden. «Die Versicherung war das Problem», sagt Gartmann. «Wenn so eine Veranstaltung öffentlich gemacht wird, bräuchte es im Vorfeld Abnahmen der Bahnen und Fahrgeschäfte.» Dies sei so kurzfristig nicht möglich gewesen.

«Sehr schade», findet dies eine junge Frau aus St. Moritz. Sie wäre gern an die Chilbi gegangen. So sei es nun halt wie immer, wenn der Jetset in St. Moritz feiere: «Wir Einheimischen bleiben aussen vor.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nishi am 21.02.2019 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum mit Öffentlichkeit?

    Na ja, die Öffentlichkeit war an meinem Polterabend/ Hochzeit auch nicht eingeladen... Wenn das den St.Moritzern nicht passt, sollen die in die Politik und schauen, dass ihr Grund nicht an Fremde vermietet wird. Aber halt: das Geld nimmt die Gemeinde dann doch gern!

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  • Matteo B. am 21.02.2019 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Privat

    Die Hochzeit bezahlt ja auch das Pärchen selber und nicht der Steuerzahler, warum sollten sie also die Veranstaltung öffentlich zugänglich machen, ist ja schliesslich ihre Hochzeit.

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  • Pesta Lotzi am 21.02.2019 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe die Hilfsorganisationen nicht...

    ...weshalb wird an mich appelliert, um CHF 5. pro Monat für die armen Kinder in Indien zu spenden? Schauen die nicht zum eigenen Volk?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Meyer am 22.02.2019 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    erst überlegen

    es geht weder um Neider noch um Motzer,es geht nicht um die Hochzeit,es geht rein um den Lunapark.In St.Moritz ist man nicht so verwöhnt was ein Lunapark angeht,daher auch das grosse Interesse,aus der Bevölkerung.Es geht nicht darum ich lade bei einem Hochzeit auch nicht alle ein,es geht wirklich nur um einen Lunapark,denn es so noch nie gab in St.Moritz.Deswegen ist man weder Neider noch Motzer,für Alle die das glauben !

  • Ladina am 22.02.2019 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bündner eben!

    Was will man von Bündnern schon erwarten? Das Geld von reichen Indern oder den Züzis nehmen sie gerne. Und beklagen sich anschliessend über den Lärm und die vielen Leute.

  • peter am 21.02.2019 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    snobbismus

    und wo bleibt die immense armut in indien?

    • G.K aus Luzern am 22.02.2019 14:41 Report Diesen Beitrag melden

      Chilbi in st. Moritz

      Ja genau, da hast du voll recht. Wie sind die Diamanten wohl gewonnen worden. Man denke da nur an Afrika. Nie und nimmer würde ich nur einen Fuss in diese Chilbi setzen.

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  • Helmut Höhn am 21.02.2019 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    Bündner sagen "aussen vor gelassen"..?

    Also ich habe noch keinen einheimischen Bündner/in kennen gelernt, die sagen, sie wurden "aussen vor gelassen"

  • Samedner am 21.02.2019 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    GRüsse aus dem Engadin

    Eine junge Frau... Einheimische oder Unterländerin? Egal, sie will da hin, dafür wollen 20 andere Gäste und Einheimische nichts davon wissen, weil privat ist privat.