Haag SG

23. November 2018 05:47; Akt: 23.11.2018 09:13 Print

Ärger wegen verfrühter Festbeleuchtung

Haag SG ist das erste Dorf der Region, in dem die Weihnachtsbeleuchtung flimmert. Und zwar schon seit längerem. Sehr zum Ärger einiger Anwohner.

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«Es reicht doch, wenn die Läden schon im Oktober mit Weihnachtsartikeln aufwarten», sagte eine Haagerin verärgert gegenüber dem «Tagblatt». Sie spielt dabei auf die Weihnachtsbeleuchtung im Dorf an, die schon seit über zehn Tagen leuchtet – an anderen Orten wird sie viel später eingeschaltet, in St. Gallen etwa erst am nächsten Donnerstag. Bisher wurde auch in Haag die Weihnachtsbeleuchtung erst in der Woche vor dem ersten Advent angemacht.

Die Haagerin steht mit ihrem Ärger nicht allein da: Bei der Gemeinde und der Kolb Elektro AG, die für die Installation der Beleuchtung verantwortlich ist, gingen bereits mehrere negative Rückmeldungen ein.

René Bernegger, Filialleiter der Kolb Elektro AG in Haag, zeigt Einsicht: «Ich kann den Ärger der Leute nachvollziehen, zumal die Temperaturen noch keine vorweihnachtliche Stimmung zuliessen.»

Zeitgleich mit Coop

Es gibt allerdings eine Erklärung, wieso in Haag die Beleuchtung plötzlich so früh eingeschaltet wurde. Die Kolb Elektro AG installiert nämlich die öffentliche und die private Beleuchtung von Coop jeweils zeitgleich. Wie Bernegger gegenüber dem «W&O» bestätigt, sprach sich die Installationsfirma zuvor mit Detailhändler Coop ab, der hier das Haag Center betreibt. Und bei Coop Ostschweiz ist die Weihnachtsbeleuchtung neu aus marketingtechnischen Gründen schon seit 12. November in Betrieb, früher ist dies ebenfalls erst später der Fall gewesen.

Bei Coop heisst es: «Der Entscheid, wann die Weihnachtsbeleuchtung im Dorfkern von Haag jeweils in Betrieb genommen wird, liegt nicht bei Coop», sagt Mediensprecher Markus Brunner. Man habe dieses Jahr lediglich beschlossen, dass bei allen Einkaufscentern der Ostschweiz die Beleuchtung per 12. November einzuschalten sei. Brunner kann es sich nur so erklären, dass die Installationsfirma entschieden hat, beide Beleuchtungen zeitgleich anzuwerfen.

30-jährige Tradition

Der Filialleiter der Elektrofirma verweist auf eine rund 30-jährige Tradition. Man habe in den letzten Jahrzehnten die Lichter immer zeitgleich angeschaltet, so Bernegger. «Falls Coop in den kommenden Jahren die Beleuchtung wieder so früh anschalten möchte, werde ich jene im Dorf erst später einschalten.»

Generell dürfen Ortsgemeinden den Beginn der Beleuchtung eigenständig festlegen.

(juu)