Nachwuchs in Gossau SG

05. Juli 2018 19:05; Akt: 05.07.2018 22:37 Print

Bis Flamingos rosa sind, dauert es sieben Jahre

Nach vier Jahren Versuchsphase hat es endlich geklappt: Im Walter Zoo in Gossau gabs Nachwuchs bei den Flamingos. Zudem werden noch weitere Eier bebrütet.

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In der Nacht auf Mittwoch geschah im Gossauer Walter Zoo ein kleines Wunder: «Bei den Flamingos auf der Teichinsel ist ein kleines Küken geschlüpft. Es ist das erste hier im Zoo und wohl nicht das letzte», so Zoodirektorin und Tierärztin Karin Federer. Insgesamt wurden sieben Eier gelegt – aus wie vielen davon Junge schlüpfen werden sei noch ungewiss. «Flamingos brüten in Kolonien und bauen ihre Hügelnester aus Sand und Humus ganz nah beieinander», so Federer.

Seit 2014 habe man versucht, die Flamingos zum Brüten zu animieren. «Dass es jetzt geklappt hat, ist für uns natürlich ein Highlight, vor allem weil die Brutsaison eigentlich schon beendet ist und wir nicht mehr damit gerechnet haben» sagt Federer. Für sie ist dieser Umstand der Höhenlage von Gossau und dem Wärmeempfinden der Tiere geschuldet: Offenbar war es ihnen zuvor zu kalt. Generell müssten bei Vögeln und vor allem bei Flamingos viele Faktoren erfüllt sein, damit sie Eier legen und diese bebrüten.


Zoodirektorin Karin Federer im Interview. Video: juu

Namen- und geschlechtslos

«Das Geschlecht des Babys kann leider noch nicht bestimmt werden, da man dazu eine Federprobe benötigt», erklärt die Zoodirektorin. Einen Namen erhalte es auch nicht, da alle Flamingos im Walter Zoo beringt werden. Dieser Ring sei dann mit einer Nummer versehen.

Das Flamingobaby kann derzeit noch nicht selbstständig gehen. Federer: «Man findet das Jungtier meist gewärmt unter seiner Mutter oder seinem Vater. Nur wenn diese aufstehen, kann man einen kurzen Blick auf das Baby erhaschen.» Äusserlich hat der Nachwuchs anfangs wenig mit seinen Eltern gemein, denn er ist grau, hat kurze Beine und einen geraden Schnabel. Bis die Federn und vor allem die Beine komplett rosa sind, dauert es bis zu sieben Jahre.


Flamingos beim Brüten. Video: juu

Federer erklärt, dass auch die Fütterung des Babys sehr speziell sei, da beide Flamingoeltern eine sogenannte Kropfmilch produzieren und diese dann dem Jungtier über den Schnabel übergeben wird.

Ob alle Jungtiere auch in Gossau bleiben werden, wenn denn mehrere schlüpfen sollten, ist noch unklar. «Es ist sinnvoll, Jungtiere mit anderen Zoos auszutauschen. Ob und mit wem ein Austausch stattfindet, können wir bisher aber noch nicht sagen», sagt die Zoodirektorin.

(juu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bebbeli am 05.07.2018 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Basler Zolli

    Im Basler Zolli brüten die Flamingo regelmässig. Es sind meine Lieblings-Tiere und ich besuche sie oft.

  • Wom B. am 05.07.2018 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beuteltier

    Schade hat es keine Wombats in der Schweiz, die sind so knuffig.

  • Sonne am 06.07.2018 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trend

    Momentan sind Flamingos überall zu sehen es ist ein Trend auch auf Stoff und auf Kleider

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sonne am 06.07.2018 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trend

    Momentan sind Flamingos überall zu sehen es ist ein Trend auch auf Stoff und auf Kleider

  • Sonderegger am 06.07.2018 00:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Vitamine

    der Pharmaindustrie helfen auch damit aus einem Flamingo ein Rosa Flamingo wird

    • *Lexy* am 06.07.2018 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sonderegger

      Eigentlich ist die Nahrung Schuld daran. Krebse geben ihnen die Farbe

    einklappen einklappen
  • Wom B. am 05.07.2018 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beuteltier

    Schade hat es keine Wombats in der Schweiz, die sind so knuffig.

  • bebbeli am 05.07.2018 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Basler Zolli

    Im Basler Zolli brüten die Flamingo regelmässig. Es sind meine Lieblings-Tiere und ich besuche sie oft.