Zizers GR

03. Dezember 2019 04:51; Akt: 04.12.2019 09:10 Print

Blitzer kann 20 Autos gleichzeitig knipsen

Die Kapo GR hat einen neuen Blitzer in Betrieb genommen. Ein Leser-Reporter ist über das Aussehen der Anlage empört.

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«Diese Anlage ist in meinen Augen reine Abzocke», sagt Leser-Reporter Jusuf Zymeri (19). Er spricht von einem Blitzer, der in Zizers an der Tardisstrasse in einer 60er-Zone steht. Er hat ein Foto des neuen Blitzers auf Facebook gestellt. «Als ich auf die Anlage zuging, dachte ich zuerst, es sei eine Laterne», so Zymeri. «Doch dann haben mein Kollege und ich dieses Hightech-Ding mit einem Zwei-Meter-Mast gesehen.» Auch andere User melden sich zu Wort und ärgern sich etwa über die Stelle, an der der Blitzer aufgestellt wurde.

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Eine Anfrage bei der Kantonspolizei Graubünden bestätigt, dass es sich beim Kasten um ein Modell der jüngsten Radar-Generation handelt. «Die Anschaffungskosten belaufen sich im Rahmen der Vorgängermodelle. Das sind rund 240'000 Franken», sagt Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden. Der Blitzer wurde laut Polizei erst am 26. November in Betrieb genommen. «Seit Inbetriebnahme bis zum 2. Dezember wurden 779 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.» Dies sind rund sieben Prozent der Verkehrsteilnehmer.

Die Anlage ist mit einer hochpräzisen Industriekamera ausgerüstet. Mit der eingebauten, automatischen Blendensteuerung ist es sogar bei schlechtem Wetter und entsprechenden Lichtverhältnissen möglich, scharfe Bilder zu erstellen. Ausserdem kann sie Videos mit fünf Sekunden Vor- und Nachlauf in Full HD aufnehmen.

Vier Spuren im Blick

Die Anlage hat beide Fahrtrichtungen im Blick und kann so Front- und Heckbilder von bis zu 20 Fahrzeugen auf vier Spuren gleichzeitig aufnehmen. «Bei dieser Anlage handelt es sich um ein Hybrid-Gerät», sagt der Geschäftsführer der Herstellerfirma, der anonym bleiben möchte, auf Anfrage von 20 Minuten. Die Anlage funktioniert mit einem Flüssiggasgenerator in Kombination mit Batterien. «Die Anlage lädt nur am Tag die Batterien auf. Sobald die erforderliche Spannung nachlässt, setzt der Gas betriebene Generator ein und lädt die Batterien während rund vier Stunden auf», so Walser.

Mit der hybriden Stromversorgung können im Vergleich zu früheren Modellen deutlich höhere Autonomiezeiten ermöglicht werden: Rund 12 Tage dauert es, bis Gas nachgefüllt werden muss. «Es ist sowohl ökologisch wie auch ökonomisch vertretbar», so der Hersteller. Teurer als die älteren Modelle sei die Anlage nicht. Zudem meint er: «Das Flüssiggas wird absolut rückstandslos verbrannt, und entwickelt weder Rauch noch giftige Gase oder Feinstaub.» Die Kantonspolizei Graubünden hat bisher ein Gerät gekauft. Weitere Aufträge aus anderen Kantonen seien in Arbeit.

Kritik wegen Diesel-Generator

Vor rund einem Jahr stand die Kantonspolizei Graubünden in der Kritik für einen Blitzer, der mit einem Diesel-Generator betrieben wurde. «Super gemacht! Um diesen Blitzer zu betreiben, verwendet die Bündner Polizei einen stinkenden Diesel-Generator. Tolle Ökobilanz im Sinne der Verkehrssicherheit. Sauerei so etwas», schrieb J.S.* damals auf Facebook. Und mit dieser Meinung stand J.S. nicht alleine. Der von ihm erstellte Beitrag wurde damals rund 1200 Mal geteilt und rege kommentiert. Die neue Anlage stellt gemäss der Kapo GR eine ökologische Alternative zum Diesel betriebenen Gerät dar.

(maw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lucius Annaeus Seneca am 03.12.2019 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Handy am Steuer..

    wäre auch mal Sinnvoll würde man verschärft jene büssen,und zwar deftig, die während dem fahren noch am Handy "umwuchteln' oder auch bald mit den "Guckloch".

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  • Borki87 am 03.12.2019 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Regeln einhalten und alles ist gut

    Regt euch nicht über die Stelle auf, an denen der Blitzer aufgestellt ist, sondern fahrt mit der erlaubten Geschwindigkeit, dann blitzts auch nicht.

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  • robär am 03.12.2019 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No Problemo

    Normal fahren und das Problem ist gelöst.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A_bunny am 03.12.2019 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    find ich gut, aber..

    ...das Geld sollte dann nicht den Kantonen sondern dem Bund zu kommen und damit Massnahmen zur Verkehrssicherheit bezahlt werden. Das würde verhindern dass bestimmte Kantone mehr auf Kohle als auf Sicherheit setzen und der Verwendungszweck wäre eindeutig definiert.

  • OPC20 am 03.12.2019 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Umweltschonend

    Teurer als die älteren Modelle sei die Anlage nicht. Zudem meint er: «Das Flüssiggas wird absolut rückstandslos verbrannt, und entwickelt weder Rauch noch giftige Gase oder Feinstaub.» ??? Dann sind alte giftig , wenn ich richtig verstehe !?

  • Michi81 am 03.12.2019 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    40

    Und alle fahren 40 innerorts. Weil der Tacho 48 anzeigt. Da müsste es auch eine Busse geben.

  • Dave am 03.12.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kann nur den Kopf schütteln

    über die Leute die sich immer wieder über Blitzer aufregen. Es ist doch ganz egal wie sie aussehen oder was sie können und wie sie betrieben werden. Diese Dauerreklamierer finden immer etwas das ihnen nicht passt. Letztendlich sollt ihr euch ganz einfach an die Verkehrsregeln halten und ihr habt nichts zu befürchten. Ich mags jedem gönnen den es erwischt. :)

  • Mausi am 03.12.2019 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer diese Trödler

    Am schlimmsten finde ich die, die vor einem bekannten Blitzer runterbremsen, obwohl sie vorher schon zu langsam unterwegs waren! Bei erlaubten 120 zuckeln sie mit 110 dahin und bremsen dann noch ab auf 100! Ich habe festgestellt, dass ich mit meinem Auto ohne weiteres bei erlaubten 120 mit 130 durchfahren kann, ohne geblitzt zu werden!