Appenzellerland

08. März 2012 21:13; Akt: 08.03.2012 21:18 Print

Brauch reist als Kunstwerk um die Welt

Ein Künstler-Duo schickt einen alten Appenzeller Brauch um die Welt. Das Bloch soll bis 2014 auf allen fünf Kontinenten haltmachen.

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Das Künstler-Duo Com&Com (Foto rechts) bringt die Bloch-Prozession in einen internationalen Kontext und sorgt für kulturellen Austausch.

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Im Appenzellerland wird der letzte gefällte Fichtenstamm eines Winters (Bloch) als Brauch zwischen zwei Dörfern hin- und hergezogen. Die Künstler Johannes M. Hedinger (40) und Marcus Gossolt (42) alias Com&Com kauften 2011 das Bloch. Den rund 2,5 Tonnen schweren Stamm schicken sie im April auf Weltreise.

«Wir planen Stopps auf allen fünf Kontinenten», so Hedinger. Im Zentrum steht ein aktiver Kulturaustausch. So ist an jedem Ort das Ziel, mit Leuten vor Ort eine neue Bloch-Prozession zu entwickeln. «Diese soll auf lokalen Traditionen basieren und den ursprünglichen Brauch wandeln», so Hedinger. In Berlin etwa wird das Bloch wie im Appenzellerland von Hand durch die Stadt gezogen – allerdings in Begleitung von DJs. Nach einem Stopp in Polen reist das Bloch im August nach China.

Touristiker sind von der Aktion begeistert: «Wir finden es toll, dass ein alter Brauch in die Welt hinausgetragen wird», so Urs Berger von Appenzellerland Tourismus AR. Und: Wenn dadurch Leute auf das Appenzellerland aufmerksam werden, sei dies umso besser. Bis 2014 soll das Bloch reisen. Den ersten Halt macht der Stamm im April in Bern.

www.bloch23781.com

(tob)

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