Unwetter in Splügen GR

13. Juni 2019 14:05; Akt: 14.06.2019 07:07 Print

Hochwasser reisst Teile von Brücke weg

Die starken Niederschläge in Splügen GR haben nicht nur zu Überschwemmungen geführt: Auch eine Brücke beim Splügenpass wurde stark beschädigt.

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Das Unwetter in Splügen GR hat eine Brücke beim Splügenpass in Mitleidenschaft gezogen. Dies, weil die Widerlager, die die Brücke tragen, unterspült und freigelegt wurden. Die Brücke sei aber nicht einsturzgefährdet, so ein Sprecher des Tiefbauamts Graubünden. Trotzdem bleibe sie noch sicher bis Ende Woche gesperrt. Hier sieht man Teile der beschädigten Brücke am Splügenpass. Am Donnerstag war das Wetter in Splügen GR laut Anwohnern schon wieder besser. Die Lage habe sich stabilisiert, sagt auch Anita Senti, Sprecherin bei der Kapo Graubünden. Am Mittwoch sah das noch ganz anders aus: Zwei Personen mussten aus einem weggespülten Auto gerettet werden. Und auch im Zentrum von Splügen berichteten Leser von Überschwemmungen. Laut einer Frau, deren Eltern einen Laden im Dorf besitzen, war die Feuerwehr vor Ort und hatte die Hauptstrasse aufgerissen: «Damit soll das Wasser besser abfliessen können.» Hier sieht man die von den Wassermassen bedrohte A13 bei Soazza. Auch die H13 war dicht. Zwischen Amsteg und Gurtnellen hatte ein Bach am Dienstagmorgen sein Bett verlassen. In der Folge war die SBB-Strecke blockiert. In der Zentralschweiz und im Wallis war die Hochwassergefahr am Montagabend als erheblich eingestuft worden. Laut einem Leser-Reporter war die Rhone im Wallis rasant gestiegen. Teilweise sei sie bereits über die Ufer getreten. Bei der Schöllenen im Kanton Uri stürzten die Wassermassen in die Tiefe. Und es wird wohl noch mehr. Auch der Rhein stösst an seine Grenzen. Diese Bilder stammen aus Widau SG. Ein Leser hatte sie am Montagabend gemacht. Besonders im Nordtessin herrschte am Montagnachmittag erhebliche Regengefahr. Die Hochwassergefahr war tagsüber im Alpenraum mässig. Schon am Pfingstsonntag begann es zu regnen. Am Montag blieb es ähnlich nass. Ab Mittag war es überall in der Schweiz bewölkt und nass. Auch im Tessin fiel Pfingsten ins Wasser. Lokal kann es zu Gewittern kommen. Auch die restliche Woche hindurch bleibt es regnerisch. Besonders am Montag treten nochmals Gewitter auf. Erst am Mittwochnachmittag kommt es zu einer Aufhellung. Ab Donnerstag steigen die Temperaturen dann wieder.

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In Splügen im Kanton Graubünden herrschte in den letzten Tagen wettertechnisch ein Chaos. Die Wasserpegel der Flüsse in der Region waren am Mittwoch dermassen stark angestiegen, dass im Bereich des oberen Bergbahnparkplatzes sogar ein Kleinbus vom ansteigenden Hüscherabach erfasst und mitgerissen wurde. Und auch im Zentrum von Splügen berichteten Leser von Überschwemmungen.

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Anwohner hoffen, dass es nicht mehr regnet

In der Zwischenzeit scheint sich die Lage wieder beruhigt zu haben. Laut Anwohnern sind die Aufräumarbeiten am Donnerstag noch am Laufen. Vereinzelte Personen müssten ihre Keller auspumpen.

Laut einer Anwohnerin hat es eine Brücke in Splügen stark erwischt. Diese sei nach ihrem Wissensstand einsturzgefährdet. Es gebe nun viel zu tun, man sei aber guter Dinge, erzählt die Frau weiter: «Es hat seit gestern nicht mehr geregnet. Zurzeit haben wir schönes Wetter.» Man hoffe nun, dass sich das nicht ändert.

Das hofft auch ein Hotel-Mitarbeiter: «Es darf am Wochenende einfach nicht regnen. Das wäre verheerend.» Laut einem Anwohner hatte man aber Glück im Unglück: «Wäre das Wasser auf der anderen Seite des Baches herausgetreten, sähe das Dorf ganz anders aus.»


Graubünden und St. Gallen werden von Hochwassern heimgesucht.

Brücke bis Ende Woche gesperrt

Wie das Tiefbauamt Graubünden auf Anfrage am Donnerstag mitteilte, wurden Teile einer Brücke am Splügenpass beschädigt. Dies, weil die Widerlager, die die Brücke tragen, unterspült und freigelegt wurden. Die Brücke sei aber nicht einsturzgefährdet, so ein Sprecher. Trotzdem bleibe sie noch sicher bis Ende nächster Woche gesperrt.

Laut Anita Senti, Sprecherin bei der Kapo Graubünden, ist auch der Anschluss der A13 nach Splügen noch immer gesperrt. Die Lage in Splügen habe sich aber zwischenzeitlich stabilisiert: «Wir hatten noch einige Meldungen von überfluteten Kellern, aber im Grossen und Ganzen hat sich die Situation beruhigt.»

(mon/dmo)

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  • Leser am 13.06.2019 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann nur Hoffen

    Man kann nur Hoffen das nicht noch schlimmer wird

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  • Leser am 13.06.2019 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann nur Hoffen

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