Chur

09. März 2011 16:15; Akt: 09.03.2011 17:48 Print

Bündner Bauwirtschaft floriert

In der Bündner Bauwirtschaft ist es im vergangenen Jahr rund gelaufen: Das realisierte Bauvolumen erreichte fast eine Milliarde Franken. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 15 Prozent.

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Für 958,6 Mio. Fr. wurde letztes Jahr in Graubünden gebaut. Das Bauvolumen übertraf den Vorjahreswert um 8,5 Prozent, wie der Graubündnerische Baumeisterverband am Mittwoch mitteilte. Im Wohnungsbau wurde für 340,9 Mio. Fr. gebaut, eine Steigerung um 14,9 Prozent.

Im übrigen Hochbau stieg die Produktion um 7,6 Prozent auf 156,2 Mio. Fr. Für 461,5 Mio. Fr. wurde im Tiefbau gebaut, womit der Vorjahresstand um 4,5 Prozent übertroffen wurde.

Den Tiefbau belebt haben vor allem die vermehrten Unterhaltsinvestitionen der öffentlichen Hand und der Rhätischen Bahn in die Strassen- und Bahninfrastruktur. Gestützt wurde der Tiefbau ausserdem durch Grossprojekte wie die Umfahrungen Roveredo, Küblis und Saas.

Fast 6000 Beschäftigte

Die lebhafte Konjunktur widerspiegelte sich auf dem Arbeitsmarkt. Im Bauhauptgewerbe des Kantons Graubünden waren letztes Jahr 5842 Personen beschäftigt oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Zwei Drittel der Bauarbeiter sind ausländischer Herkunft.

Die positive Beschäftigungssituation in den Sommermonate habe angedauert, schreibt der Baumeisterverband. Per Ende September seien 4,7 Prozent mehr Beschäftigte an der Arbeit gewesen als im Vorjahr.

Die Aussichten für das laufende Jahr sind gut für die Branche, selbst wenn in den einzelnen Sparten grosse Unterschiede auszumachen sind. Die Arbeitsvorräte per Anfang 2011 lagen mit insgesamt 291,3 Mio. Fr. um 3,2 Prozent höher als im Vorjahr.

Wohnungsbau nahm der Vorrat allerdings um 14,7 Prozent auf 94,2 Mio. Fr. ab, während er im übrigen Hochbau um nicht weniger als knapp 39 Prozent auf 60,3 Mio. Fr. anstieg. Der Arbeitsvorrat im Tiefbau erhöhte sich um 6,6 Prozent auf 136,7 Mio. Fr.

(sda)