Olma-Direktor tritt zurück

21. November 2019 17:25; Akt: 21.11.2019 17:25 Print

Bundesrätin kam zu früh, also gab es Kafi-Schnaps

Nach neun Jahren als Direktor hat Nicolo Paganini seine Stelle bei der Olma Messe St. Gallen auf eigenen Wunsch gekündigt. Er schaut auf einige Höhepunkte zurück.

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Am Donnerstag gab Nicolo Paganini in einer Medienmitteilung bekannt, dass er die Olma-Messen auf eigenen Wunsch per 31. Mai 2020 verlässt. Dies weil sich einerseits auf sein Mandat als Nationalrat (CVP) konzentrieren möchte und andererseits bei den Olma-Messen mit dem Bau einer neuen Halle sowie der Überdeckung der A1 beim Messegelände umfangreiche Projekte anstehen, die die volle Aufmerksamkeit des Olma-Chefs benötigen.

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«Seit 18 Monaten bin ich im Nationalrat und wurde am 20. Oktober wiedergewählt. Nach der intensiven Zeit im Wahlkampf bin ich mit meiner Frau zusammen gesessen und wir haben über die Zukunftspläne gesprochen», sagt Paganini zu 20 Minuten. Dabei sei klar geworden, dass die Doppelbelastung von Nationalratsmandat und der Führung von 80 Mitarbeitenden und der Durchführung von einem guten Dutzend eigenen Messen und 120 Fremdveranstaltungen auf dem Messegelände sich auf die Dauer nicht vereinbaren lassen.

Für die Zeit nach dem Rücktritt als Olma-Messen-Direktor wisse er noch nicht, was auf ihn zukomme. Klar sei, dass es keine Führungsaufgabe wie bei der Olma sein wird. «Vielleicht eine Aufgabe bei einem Verband, ein Verwaltungsratsmandat oder eine Beratertätigkeit.» Auch ein anderes politisches Amt komme nicht in Frage. Am Freitag nominiert die CVP St. Gallen den Kandidaten für die Nachfolge von Regierungsrat Beni Würth. «Ich werde sicher nicht kandidieren», sagt Paganini.

Zwetschgen-Lutz mit Widmer-Schlumpf

Klar ist: Auch künftig werde er die Olma besuchen. «Ich werde niemals während der Olma oder Offa im Ausland in den Ferien sein oder ähnlich. Das sind für mich fixe Termine, an denen ich die Messen besuchen werde.» Er schaue gerne auf die vergangenen Jahre zurück. Ein Höhepunkt seien immer die Messe-Eröffnungen gewesen. «Das sind grosse Momente. Darauf hat das jeweilige Messeteam ein Jahr daraufhin gearbeitet.» Wenn dann die Aussteller parat seien und die Besucher hereinströmen, sei das jeweils grossartig gewesen.

Einzigartig seien die Olma-Eröffnungen mit Beteiligung von Bundesräten gewesen. Speziell in Erinnerung blieb etwa der Besuch von Eveline Widmer-Schlumpf. «Die Bundesrätin kam eine Stunde zu früh an und es war noch niemand da und nichts war bereit», sagt Paganini. «Also bin ich mit ihr in die Tierhalle gegangen und wollte ihr etwas zu trinken anbieten. Das einzige was die Aussteller bereits verfügbar hatten, war Zwetschgen-Lutz. Also tranken wir halt am Morgen einen Zwetschgen-Lutz.»

Unkompliziertheit gefällt

Auch der Besuch von Alain Berset dieses Jahr sei ihm in guter Erinnerung, weil dieser eine launige, humorvolle Rede gehalten habe. Mit Bundesrat Ueli Maurer sei der Rundgang toll gewesen, weil dieser so unkompliziert gewesen sei.

Grundsätzlich schätze er an der Olma die vielen kleinen Begegnungen. Oder die Stämme. So gebe es viele Grüppchen, die sich an einem bestimmten Wochentag zu einer definierten Uhrzeit an einem Ort treffen. «Das ist seit Jahren so und funktioniert immer, ohne dass jemand per Whatsapp oder E-Mail dazu einlädt.» Er nehme beispielsweise meist am Stamm der Schwinger teil und habe dort auch schon Schwingerkönig Jörg Abderhalden getroffen.

Noch bis Ende Mai 2020 bleibt Paganini an der Spitze der Olma-Messen. Wer danach folgt, ist offen. Die Stelle für Paganinis Nachfolge wird ausgeschrieben.

Was hast du für Erinnerungen an die Olma und andere Messen? Erzähl es uns im Kommentarfeld.

(jeb)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ich am 21.11.2019 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu früh gekommen?

    Ich dachte dies ist ein Månnerproblem

    einklappen einklappen
  • Roli am 21.11.2019 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erste Geige

    Paganini will überall die erste Geige spielen. und da der Fraktionschef Posten der CVP frei geworden ist macht er sich früh auf die Socken. Der früheVogel fängt den Wurm.

    einklappen einklappen
  • Typhoeus am 22.11.2019 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder Mensch hat die Freiheit

    das zu tun, was er für richtig hält, im Rahmen der Gesetze.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lorenz Keine llee am 23.11.2019 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Agro. Ing HTL

    Ich durfte 8Jahre Tierwärter untrr Rene Käppeli sein Für einen jungen Landwier, die Erlenisse seines Lebens. Danach durfte ich die OFFA Pferdemesse leiten, was für mich eine sehr lehrreiche Zeit war. Ich bin für beide Aufgaben sehr dankbar

  • Olga Bratina am 23.11.2019 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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  • Curt Phurgler-Party am 22.11.2019 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Lohnbardy

    Bald kann der Komponist eine Leitfunkzion beim HC Ambri-Piotta übernehmen und dann dank Parteibuch einer richtigen Frakzion vorstehen. Capisc ?

  • Typhoeus am 22.11.2019 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder Mensch hat die Freiheit

    das zu tun, was er für richtig hält, im Rahmen der Gesetze.

  • Xherdan S. am 22.11.2019 00:24 Report Diesen Beitrag melden
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