HSG-Rektor in Kritik

21. September 2018 18:23; Akt: 21.09.2018 18:23 Print

Sorge um Image der HSG

Nach einer Spesenaffäre und nachdem HSG-Professor Johannes Rüegg-Stürm das VR-Präsidium der Raiffeisen niedergelegt hat, steht nun auch Rektor Thomas Bieger in der Kritik.

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Thomas Bieger, HSG-Rektor und Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahnen, bei der Präsentation des Betriebsergebnisses der Jungfraubahnen am Mittwoch, 22. April 2015, in Bern. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

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Die Finanzmarktaufsicht Finma hat der Jungfraubahn Holding AG eine Rüge erteilt. Am Mittwoch geriet deswegen Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen, in den Fokus der Medien. Er ist Verwaltungsratspräsident des Unternehmens. Der Vorwurf: Die Jungfraubahn habe ihren Aktienkurs manipuliert.

Am Mittwoch brachte der «Tages-Anzeiger» in einem Bericht das Verfahren in Verbindung mit Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen. Bieger ist seit 2006 Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG.

Rektor verdient fast 200'000 Franken zusätzlich

Darauf gerieten die Nebentätigkeiten des Rektors sowie deren Entschädigungen in den Fokus. Das «Tagblatt» berichtet am Freitag, dass Bieger neben seinem Lohn von rund 335'000 Franken auch noch fast 200'000 Franken brutto mit den Nebentätigkeiten eingenommen habe. Als VR-Präsident der Jungfraubahnen erhielt er rund 160'000 Franken brutto, als Präsident der Verwaltung der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) weitere 34'000 Franken.

Sum­ma sum­ma­rum erhielt Bieger 2017 rund 529'000 Franken. Damit verdient der Rektor der HSG mehr Geld als ein Bundesrat. Diese erhalten pro Jahr rund 445'000 Franken.

Kritik von der CVP

Die CVP fordert Bildungschef Stefan Kölliker auf, Klarheit rund um die Kritik an Exponenten der Universität St. Gallen zu schaffen. Als Präsident des Universitätsrats solle Regierungsrat Stefan Kölliker seine Führungsverantwortung wahrnehmen und Transparenz sowie Klarheit schaffen, um einen langfristigen Reputationsschaden der renommierten Hochschule zu verhindern, forderte die CVP am Donnerstag in einem Communiqué.

Massiver Imageschaden – mehr Sensibilität gefordert

Die verschiedenen Vorfälle in den letzten Wochen und die von der Finma gerügte Aktienkursmanipulation bei einem börsenkotierten Unternehmen, dessen Verwaltungsratspräsident HSG-Rektor Thomas Bieger sei, schadeten dem Image und der Ausstrahlung der Universität St.Gallen massiv.

Die CVP fordert von der Bildungsinstitution mehr Sensibilität im Umgang mit öffentlichen Geldern. «Generell werfen die Vorkommnisse grundsätzliche Fragen auf in Bezug auf die Führung und Organisation der Universität St.Gallen», schreibt die Partei.

(20 Minuten/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Carl Steinmann am 21.09.2018 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    Image der HSG?

    Haben die überhaupt noch eines?

  • ano nym am 21.09.2018 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die gute alte HSG

    Image der HSG? eine schule welche die wirtschaft mit teppichettagen personal überschwemmt die lernt dass man gesteigerte produktivität am besten erreicht indem man menschen auspresst und nach dem burnout dem staat überlässt sowie billig arbeiter ohne schule anstellen sollte da diese ihre rechte nicht so gut kennen macht sich sorgen um ihr image? bin ich der einzige der da schmunzeln möchte, wäre es nicht so traurig?

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  • Peter Embrach am 21.09.2018 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Ruf

    Die HSG hat nicht nur wegen solcher Affären einen schlechten Ruf. Aber solange der Rubel rollt, interessiert das niemanden!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Michelle am 21.09.2018 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umfrage

    Die HSG hatte noch nie einen guten Ruf in der Bevölkerung

  • Leser am 21.09.2018 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    HSG, Etwas mit Wirtschaft oder?

    Sonderbare Vorbilder, welche sich so verhalten. Aber so bestätigen diese ihren Ruf.

  • Typhoeus am 21.09.2018 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensibilität führt bei einem

    derartigen Skandal nur noch zu grösserem Imageverlust.

  • Typhoeus am 21.09.2018 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rausschmeissen ist das Geringste,

    was die HSG mit dem noblen Rektor machen sollte, um ihr Gesicht vor all ihren Stunden wenigstens ein wenig zu wahren.

  • Küsä am 21.09.2018 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Referenz

    Bundesräte sind nicht das Mass aller Dinge ins schon gar nicht, wenn es um Lohnvergleiche geht. Bundesrat ist ein politisches Amt. Prinzipiell kann jeder / jede Bundesrat werden.

    • Libero am 21.09.2018 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Küsä

      Doch. Da die HSG vom Kanton getragen wird, ist der Mann ein Kantons-Angestellter. Daher kann man seinen Verdienst durchaus mit anderen Staats-und Kantons-Angestellten vergleichen.

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