Unfall mit Petrolether

20. März 2014 09:13; Akt: 20.03.2014 11:15 Print

Chemie-Areal nach Verpuffung evakuiert

Am Mittwochabend sind in einem Chemiebetrieb in Staad mehrere hundert Liter Petrolether ausgelaufen. Neun Personen mussten in Sicherheit gebracht werden.

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Spezialisten des Chemiestützpunktes Rorschach waren am Mittwochabend bei der Biosynth AG in Staad im Einsatz. (Bild: newspictures)

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In einem geschlossenen Raum der Biosynth AG in Staad fand ein chemischer Vorgang mit Petrolether statt. Bei Petrolether handelt es sich um eine leicht entzündbare Chemikalie. Gemäss jetzigen Erkenntnissen ist es einem Chemiereaktor am Mittwochabend zu einer Verpuffung gekommen.

Gemäss Polizeimeldung wurden neun Personen von umliegenden Gewerbeliegenschaften und die Bewohner eine Privathauses vorsorglich evakuiert. Verletzt wurde niemand. Die Ursache der Verpuffung ist noch unklar. Zum Zeitpunkt des Ereignisses hielten sich keine Personen im Raum auf.

Spezialisten des Chemiestützpunktes Rorschach nahmen im Innern der Firma Messungen vor. Diese ergaben, dass keine Explosionsgefahr bestand. Weil anfänglich nicht ausgeschlossen worden konnte, dass Explosionsgefahr besteht, wurden mehrere Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen und rund 60 Feuerwehrleute der Feuerwehr Thal und Rorschach aufgeboten. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf mehrere zehntausend Franken.

In derselben Firma kam es im vergangenen August beim Entsorgen von Chemikalien in einem Labor zu einer Explosion. Damals wurden zwei Männer verletzt.

(dst)