Aescher-Wildkirchli

10. Dezember 2018 10:51; Akt: 10.12.2018 15:45 Print

Das berühmteste Lokal der Schweiz hat neue Pächter

Nach 31 Jahren hat die Pächterfamilie das Bergrestaurant Aescher aufgegeben. Heute wurden die Nachfolger vorgestellt.

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Im Bahnhofbuffet Wasserauen AI gab Landeshauptmann Stefan Müller am Montagvormittag den Namen der neuen Aescher-Pächter bekannt. Es ist die Firma Pfefferbeere unter der Leitung von Gallus Knechtle.

Knechtle ist in der Region für seine kulinarischen Experimente und Projekte bekannt, unter anderem seit fünfzehn Jahren beim Open-air Clanx in Appenzell.

Mitarbeiter gesucht

Die Firma wurde 2017 gegründet, sie beschäftigt sechs Festangestellte und arbeitet laut Knechtle mit rund 30 Freelancern. «Wir sind spezialisiert auf Events und setzen den Fokus auf kulinarische Erlebnisse», so der neue Aescher-Chef. Für das Aescher-Abenteuer würden noch weitere Mitarbeiter gesucht. «Für Interessierte hat es auf der Webseite des Aescher ein Formular», sagt Knechtles Geschäftspartnerin Melanie Gmünder. Man freue sich riesig auf das neue Abenteuer.

Laut Stefan Müller sind diverse bauliche Anpassungen geplant. Am äusseren Erscheinungsbild der Gaststube soll sich laut Müller aber nichts ändern. Die Anpassungen sollen demnach die Arbeit der neuen Pächter erleichtern.

Immer wieder Engpässe

Ende 2015 zierte das Gasthaus im Alpstein das Titelbild des «National Geographic». Danach wurde das Berggasthaus unterhalb der Ebenalp zum beliebten Touristenziel im Alpstein.

Seit einem Jahr kann nicht mehr im Gasthaus Aescher übernachtet werden, der Ansturm war zu gross geworden. Eine schon länger bekannte Konsequenz dieses Erfolges sei die Tatsache, dass die Infrastruktur des Gebäudes mit der wachsenden Gästezahl nicht mehr Schritt halten könne, hatten die ehemaligen Pächter ihre Kündigung begründet.

Erlebnis soll erhalten bleiben

Die Meldung mitten in der Hochsaison am Alpstein schlug hohe Wellen. Sowohl beim Platzbedarf wie auch bei der Wasser- und Stromversorgung hätten sich immer wieder Engpässe ergeben. Auch die sanitären Anlagen entsprächen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Gewisse Anpassungen waren schon in Planung.

Die Bauprojekte hätten aber keinen Zusammenhang mit der Kündigung der bisherigen Pächter, sagte Stefan Müller. Die Planungsphase dauere schon drei Jahre. Das äussere Erscheinungsbild verändere sich nicht. «Wir wollen weiterhin ein Berggasthaus betreiben», so Müller. «Das Erlebnis Aescher bleibt erhalten.»

Touristen statt Einsiedler

Bereits um 1800 begannen Eremiten und Sennen auf der Alp Aescher einfache Getränke und Speisen zu verkaufen. Aus der Alphütte entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach und nach das Berggasthaus Aescher, welches zu den ältesten der Schweiz gehört. Ab 1987 wurde der Aescher von den Eltern des letzten Bergwirts geführt.

Auch die Ebenalp-Bahn profitierte von der Anziehungskraft des Gasthauses in der Felswand beim Wildkirchli. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bahn einen Rekord von 250'000 Beförderungen, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. An Spitzentagen benutzten 2500 Passagiere den Luftseilbahn von Wasserauen auf die Ebenalp.

Nach einem kurzen Fussmarsch gelangen Wanderer nicht nur durch die Höhlen zur Einsiedelei und zur Kapelle, sondern auch zum Berggasthaus Äscher-Wildkirchli.

(20 Minuten/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Margrit Müller am 10.12.2018 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aescher

    Komisch, bei neuen Pächtern kann man plötzlich umbauen......

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  • tschingue am 10.12.2018 11:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rösti

    Ich hoffe die Rösti bleibt so gut.

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  • ElDorado23 am 10.12.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    "Knechtle" bleibt...

    Es ist ja wieder ein "Knechtle" dabei, dann wird es wohl stimmen. Oder?

Die neusten Leser-Kommentare

  • PeterK am 13.12.2018 03:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aescher geht neue Wege

    Ich habe gehört dass man im Aescher künftig auch Tattos machen kann. Ich finde das eine coole Idee. Da kommen die Jungen !

  • Kebab am 12.12.2018 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Kebab

    Ali und Burak machen guten Kebab in Aescher.

  • Neumann am 12.12.2018 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ade Ursprung

    Dann ist es wohl jetzt vorbei mit diesem Beizli. Wenn der Hype und die Trendyness von international ausgerichteten Youngsters promotet wird und Kletterpunks dort einkehren, dann wende ich mich gerne ab. Jetzt kommt die Zeit der Wasserspülung und der Cüplis zu veganen Häppchen.

  • kletterpunk am 11.12.2018 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wird sicher

    Ein würdiger Nachfolger und die Tradition kann weiter gehn km äscher ahuu

  • Lutka am 11.12.2018 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfolg

    Wieviel ich weiß die Besitzer hatten Probleme mit den Leuten die Ansprüche auf Essen hatten. Sonst sehe ich kein Grund etwas lukratives wegschieben. Aber darüber kann man nur spekulieren.