Ricken SG

13. Juni 2019 10:59; Akt: 13.06.2019 10:59 Print

Die Bergung des Pneukrans im Zeitraffer

In der Nacht auf Donnerstag ist der am Dienstag umgekippte 96-Tonnen schwere Pneukran erfolgreich geborgen worden. Die Bergung dauerte zwei Nächte.

Die Bergung des Pneukrans im Zeitraffer. (Video: Kapo SG)
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Der Pneukran wurde in einer logistisch aufwändigen Bergungsaktion von zwei weiteren Kranen angehoben und auf einen Tieflader gestellt, wie es in einer Mitteilung der Kantonspolizei St. Gallen vom Donnerstag heisst.

Entgegen ersten Plänen, den Kran in Einzelteile zu zerlegen, konnte das Fahrzeug nahezu komplett geborgen werden. Derweil laufen die letzten Aufräumarbeiten. Die zwischenzeitlich gesperrte Strasse ist für den Verkehr wieder offen.

Die Bergung des Pneukrans im Zeitraffer

Leben gerettet

Zum Unfall war es am Dienstag gegen 7.40 Uhr auf der Wattwilerstrasse in Ricken SG gekommen. Nachdem ein Töfffahrer auf den Anhänger des vor ihm fahrenden Wagens auffuhr, wurde er durch die Wucht des Aufpralls vom Motorrad geworfen und schlitterte auf die gegenüberliegende Fahrbahn.

Dort näherte sich gerade ein 96 Tonnen schwerer Pneukran. Dem Chauffeur gelang es, dem auf der Strasse liegenden 61-jährigen Töfffahrer auszuweichen, indem er sein Fahrzeug über den Fahrbahnrand hinaus lenkte. Doch dabei verunfallte dieser ebenfalls: Der achtachsige Spezialkran überschlug sich und kippte zur Seite. Wie durch ein Wunder wurde bei den Unfällen niemand ernsthaft verletzt.

In den sozialen Netzwerken wird der Lenker des Pneukrans als Held gefeiert. Ob er wegen seines Verhaltens rechtliche Konsequenzen tragen muss, wird die Staatsanwaltschaft entscheiden müssen. Über den Verlust des Fahrausweises entscheidet das Strassenverkehrsamt.

(taw)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • oma am 13.06.2019 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LK. fahrer

    der LK .fahrer hat richtig gehandelt Er hat ein Menschenleben geretet .Fahrausweis bitte nicht wegnehmen. den das wäre nicht gerecht. in meinen Augen ist er ein Held. Hut ab. super gemacht

    einklappen einklappen
  • MITCH F. YOUNG am 13.06.2019 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht

    Krasse Herausforderung! Hut ab. Und alles gute dem Chauffeur! SUPER REAGIERT!

  • Jemand am 13.06.2019 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ausnahme

    Hier sollte unser System eine Ausnahme machen. Der Fahrer hat richtig gehandelt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pius am 15.06.2019 23:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grossartig

    Das kanns nicht sein das der Chauffeur den Ausweis abgeben muss, er hat richtig gehandelt!

  • E. Zeller am 15.06.2019 04:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super gemacht !!

    der Fahrer hatte nur Bruchteile von Sekunden um zu entscheiden, er hat alles 100 Prozent richtig gemacht. Das kann man nur mit herausragenden psychischen, charakerlichen und rationalen Fähigkeiten. Den Rest zahlt die Versicherung, dafür ist sie da.

  • Bürger und Steuerzahler am 14.06.2019 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    96 Tonnengefährte gehören nicht

    ohne Polizeibegleitung auf die Strasse. Die Gesetze wurden wie bei den Zebrastreifen geändert. Früher Handzeichen, Schwertransporte nur mit Sonderbewilligung und doppelte Fahrzeuge und hohe Kosten. Heute fahren solche Vehikel auf der Autobahn mit min. 80 kmh bei jedem Wetter und man wundert sich über Unfälle und defekte Brücken. Rückschritt statt Fortschritt, das sind unsere Sesselkleber im Parlament.

  • m.h. am 13.06.2019 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Was mich interessieren würde

    Warum lag der Töfffahrer auf der Fahrbahn eigenes Verschulden oder etwa doch ein Verschulden des Autofahrers vor ihm? Dem Chauffeur will ich gratulieren für seine Handlung ich hoffe man wird diese Handlung zu schätzen wissen bei den Behörden

  • Rembär am 13.06.2019 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird einem Übel

    Mich würde es nicht Wundern wenn man dem Chauffeur neben all ihm angelasteten Vorwürfe ihn auch noch wegen Landverschmutzung anklagen würde. Da sind unsere Gesetze so Katastrophal das es einem den Magen dreht, weil für Kindsmisshandlung werden Täter mit Samthandschuhen angefasst.