M12 und M13 unterwegs

03. Mai 2012 14:23; Akt: 10.05.2012 14:31 Print

Die Pendlerbären als Passgänger

Im Nationalpark bei S-chanf sind zwei Parkwächter auf neue Spuren von M13 oder M12 gestossen. Unklar ist, welcher der beiden Bären durch das Oberengadin streift.

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Zwei Parkwächter haben am Donnerstag im Nationalpark Bärenspuren entdeckt. Von welchem Bär die Spuren stammen, ist noch unklar. (Bild: Schweizerischer Nationalpark Graubünden).

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Es ist ein Kommen und Gehen. Seit Tagen streifen die Bärenbrüder M12 und M13 durch das Dreiländereck Österreich, Schweiz und Italien. Nun sind frische Bärenspuren im Nationalpark entdeckt worden. Offenbar hält sich mindestens ein Tier in der Schweiz auf. Spekulationen über einen dritten Bären wurden bislang nicht bestätigt. Stapfte der verletzte M13 durch den Nationalpark oder ist M12 in die Schweiz zurückgekehrt?

Bis zu 30 Kilometer pro Tag

Am Montag wurde M13 in Ftan von einer Lokomotive der Rhätischen Bahn erfasst, verletzte sich aber nicht gravierend. Nach dem Unfall zog er sich in den Wald zurück. «M13 geht es den Umständen entsprechend gut», sagte Arlette Meisser vom Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Donnerstag. M12 wurde am Montag im Gebiet des Ofenpasses gesichtet. Am Mittwoch sagte Meisser auf Anfrage: «Er ist nicht mehr in der Schweiz.» Wo sich der Bruder von M13 zurzeit herumtreibt, ist nicht bekannt.

Hans Lozza, Kommunikationsleiter des schweizerischen Nationalparks, berichtete gegenüber der «Südostschweiz», dass die Tiere momentan sehr intensiv unterwegs seien und täglich bis zu 30 Kilometer zurücklegen würden. Welcher Bär sich wo aufhält, konnte das Amt für Jagd und Fischerei nicht sagen. Ein dritter Artgenosse wurde noch nicht entdeckt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Engadiner am 03.05.2012 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht.

    Der Nationalpark ist eine gute Wahl für die/den Bären. Da darf der Mensch wenigstens nicht über Ihr Leben oder Tod entscheiden!!!!

  • Abdel Nasser am 03.05.2012 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bären als Bären behandeln

    Lasst die Bären doch mal in Ruhe. Die sollens schön gemütlich machen im Engadin - Platz hats genügend!

  • Michael S. am 03.05.2012 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Sender für was?

    Die Bären werden aufgespürt, betäubt und mit einem teuren Sender ausgestattet (wahrscheinlich mit Steuergeldern finanziert). Und für was? Damit man dann nichtmal weiss, welcher Bär im Nationalpark herumspaziert. Lässt doch bitte das Anbringen von Sendern sein, wenn es sowieso nicht funktioniert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans. H am 03.05.2012 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bever

    Bär in Bever ! In Bever (Oberengadin) sind heute Spuren an der Crasta Mora gefunden und bestätigt worden. Ausserdem habe er bereits im Raume Bever ein Bienenhäuschen "ausgeraubt".

  • Marianne am 03.05.2012 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Also

    Also wenn M13 angeblich unter ständiger Beobachtung steht dürfte diese Frage eigentlich gar nicht gestellt werden oder?

  • Abdel Nasser am 03.05.2012 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bären als Bären behandeln

    Lasst die Bären doch mal in Ruhe. Die sollens schön gemütlich machen im Engadin - Platz hats genügend!

  • Ursus-Freundin am 03.05.2012 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sich selbst überlassen?

    Weshalb wird der Bär nicht betäubt und vor Ort grob untersucht? Dann könnte man über allfällige Massahmen entscheiden. Ihn aber nach der Verletzung einfach sich selbst zu überlassen finde ich auch nicht ganz fair. Klar, es ist die Natur - und vielleicht war ihm das nun eine sehr gute Lehre, den Menschen in Zukunft zu meiden!

    • Berner Baer am 03.05.2012 18:39 Report Diesen Beitrag melden

      Berner Baer

      Baeren sind zaeh. Der Baer im Berner Baerengraben wurde ja auch angeschissen und wahrscheinlich schwer verletzt. Er hat sich schnell und gut erholt. Das sollte hier auch kein Problem sein. Lasst ihn einfach in Ruhe!

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  • Michael S. am 03.05.2012 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Sender für was?

    Die Bären werden aufgespürt, betäubt und mit einem teuren Sender ausgestattet (wahrscheinlich mit Steuergeldern finanziert). Und für was? Damit man dann nichtmal weiss, welcher Bär im Nationalpark herumspaziert. Lässt doch bitte das Anbringen von Sendern sein, wenn es sowieso nicht funktioniert.

    • Mike Uebersax am 04.05.2012 08:23 Report Diesen Beitrag melden

      Unnützige Sender

      Bravo Michael!Auf den Punkt gebracht.

    • Carmen S. am 04.05.2012 08:48 Report Diesen Beitrag melden

      Ich bin mir sicher,

      dass die Biologen schon wissen, wo genau der Bär sich aufhält, dies aber den schiesswütigen Bauern nicht unbedingt im Detail erzählen wollen... Bei der Sömmerung spazieren die Geissen und Schafe meist allein in den Bergen herum, bestenfalls mit sporadischer Überwachung. Das war bis Wolf und Bär zurückkamen auch ok. Jetzt muss man sich halt entsprechend anpassen und damit haben die Bauern mühe. Auf der anderen Seite bekommen sie für die Pflege der Alpen Subventionen... bislang eigentlich "umsonst"...

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