Skurrile Überfälle

16. Februar 2020 19:49; Akt: 17.02.2020 09:58 Print

Räuber waschen 2,5 Mio. und hängen Geld in Garten

Am Donnerstag ging der Bankräuber nach dem Überfall der Churer Kantonalbank in ein Lokal, um ein Bier zu trinken. Es ist nicht der erste skurrile Überfall in Graubünden.

Wirtin Eliane Steingruber erzählt vom Kurzbesuch des Bankräubers. (Video: jeb)
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Ein 55-jähriger Tscheche hat am Donnerstagmorgen beim Postplatz die Churer Kantonalbank überfallen. In der Schalterhalle der Bank hat er mit einer Schreckschusspistole zwei Schüsse abgegeben. Verletzt wurde dabei niemand. Der 55-Jährige konnte beim Überfall mehrere zehntausend Franken erbeuten. Danach ging er ins nahelegende Café «Ela Coffee & Cocktail» und hat sich dort eine Stange Quöllfrisch bestellt.

Doch der Tscheche konnte weder austrinken, noch bezahlen. Denn nur wenige Minuten nach der Bestellung haben Polizisten die Bar gestürmt. Der Mann wurde festgenommen. «Die Polizei nahm ihn mit, ohne dass er seine Schuld begleichen konnte. Es fielen zwar einige Noten bei der Festnahme auf den Boden, doch die Polizei hat alle eingesammelt und mitgenommen», so Wirtin Ela zu 20 Minuten.

Geld mal anders gewaschen

Laut der «Südostschweiz» ist es nicht der erste skurrile Raubüberfall in Chur.

1986 überfielen sechs Churer einen Geldtransporter der Post. Mit Pistolen aus Holz zwangen die Räuber die Insassen des Transporters auszusteigen. Sie gehorchten und legten sich auf den Boden, im Glauben, die Waffen seien echt. Die Täter flüchteten anschliessend mit dem Auto. Erbeutet hatten sie 2,5 Millionen Franken, druckfrisch von der Nationalbank.

Wie die Zeitung weiter schreibt, wurde ihnen geraten, das Geld zu waschen, um nicht aufzufallen. Das taten sie auch. Sie steckten das Geld in eine Waschmaschine und hängten es danach zum Trocknen im Garten an die Wäscheleine. Blöd nur, dass dies ein Nachbar sah und die Polizei informierte. Die Männer wurden festgenommen.

(gab)