Blackout

27. Juli 2019 13:14; Akt: 02.09.2019 12:44 Print

Diese Lebensmittel sollten Sie immer vorrätig haben

Ein längerer Stromausfall könnte verheerende Konsequenzen haben. Die Bevölkerung müsste sich in den ersten drei Tagen selbst versorgen. Der Kanton Thurgau gibt Tipps dazu.

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Fällt der Strom für längere Zeit aus, kann es zu Versorgungsengpässen kommen, etwa weil Kühlschränke nicht mehr laufen, in den Läden die Kassensysteme nicht mehr funktionieren und die Verteilnetze für Wasser zusammenbrechen. Einen grossflächigen Stormausfall gab es Mitte Juni dieses Jahres in Argentinien und Uruguay. 48 Millionen Menschen waren betroffen. Sie waren rund acht Stunden ohne Strom.

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Auch im Kanton Thurgau wäre ein Blackout, ein längerer Stromausfall, möglich. «Es ist ein Szenario, das man ernst nehmen muss», sagt Hans Peter Schmid, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz und Armee. Dies, weil die Stromnetze am westeuropäischen Netz angehängt sind und die Schwankungen im Netz durch die neue Einspeisesituation und den Handel immer grösser und häufiger sind. Zudem sind Wetterlagen immer extremer. Auch Cyberattacken könnten die Versorgung kappen.

Wasser und Lebensmittel für eine Woche

«Ein längerer Stromausfall oder eine gestörte Versorgung mit Trinkwasser hätte weitreichendere Konsequenzen, als viele sich vorstellen können», schreibt der Kanton Thurgau diese Woche in einer Medienmitteilung. Zudem wüssten viele Personen nicht, dass sie sich in den ersten drei Tagen selbst versorgen müssten. So lange könne es dauern, bis Hilfsmassnahmen von behördlicher Seite organisiert sind und zu greifen beginnen.

Als Notvorrat rät der Bund eine Mindestmenge von neun Litern Wasser pro Person sowie Lebensmittel für circa eine Woche. Empfohlen werden beispielsweise, Reis, Teigwaren, Müesli, Fertiggerichte, Schokolade, Öl, Salz, Zucker, Tee, UHT-Milch sowie Konserven. Doch nicht nur Ess- und Trinkbares gehört in den Notvorrat. Man sollte auch ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampe, Kerzen, Streichhölzer, Gaskocher und Batterien zur Hand haben. Und: Auch für die Haustiere sollte genügend Futter vorrätig sein. Weiter empfiehlt es sich, Bargeld zu haben, da Bankomaten bei einem Blackout womöglich nicht funktionieren.

Backofenuhren von Frequenzen im Stromnetz abhängig

Dass die europaweiten Stromnetzte anfällig sind, zeigte sich letztes Jahr an den Backofenuhren. Weil mehr Strom benötigt wurde als bereitgestellt, sank die Netzfrequenz unter 50 Hertz. Einfache Synchronuhren nutzen diese Frequenz als Taktgeber, bei grossen Schwankungen gehen sie vor oder nach. Grund für die Unterversorgung war ein politischer Streit zwischen dem Kosovo und Serbien.

Damals wurde spekuliert, ob es sich um Vorboten eines europaweiten Blackouts handeln könnte. Das wäre der Fall, wenn die Frequenz unter 47,6 Hertz fallen würde. Fachleute bezweifelten das. Käme es zu einer Unterversorgung, würden gewisse Städte oder Regionen vom Netz genommen, um einen grossflächigen Effekt zu verhindern.

(jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia Meier am 27.07.2019 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    na ja

    wie soll ich Reis und Teigwaren ohne Strom kochen? ein Gaskocher sollte man da wahrscheinlich auch besitzen...

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  • gibbs am 27.07.2019 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und siehe da

    schon noch interessant.... vor 3-4 jahren wurden leute die einen notvorrat zuhause hatten fast ausgelacht, oder als paranoid betittelt..... eigentlich jeder der bei klarem verstand ist, sollte einen notvorrat zuhause haben! glaub noch keine 2-3 wochen her, da hatten einige gemeinden im baselland kein trinkwasser.... innerhalb kürzester zeit waren alle läden mit wasser ausverkauft.... und das war keine krise!!!

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  • Axel am 27.07.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Rat

    Reis, Tee und Teigwaren ohne Strom ziemlich nutzlos!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wildcat am 28.07.2019 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Wasser kann man auch ohne Strom aufkochen

  • Sepp am 28.07.2019 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ist gar nicht so schwer

    Fondue Rechaud und China Nudle Soup, lässt sich schnell erwärmen. Nüsse, Äpfel und Orangen, Karotten für die Vitamine. Trockenwürste/Fleisch, Schokolade, Biscuits, Käse, Joghurt halten auch ohne Kühlschrank. Richtiges Sauerteigbrot etc

    • Waldmensch am 28.07.2019 17:45 Report Diesen Beitrag melden

      Selbsthilfe

      Das sagen Sie so einfach. Bei manchen Kommentatoren, die sich ohne Strom nicht mehr zu helfen wissen, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Die werden schon überfordert sein, ein Loch für einen Donnerbalken zu buddeln.

    • Waldmensch am 28.07.2019 18:46 Report Diesen Beitrag melden

      Krisenvorsorge

      Flötenkessel und Holzkohlegrill, Fondueset mit Brennpaste, sollten auch nicht fehlen.

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  • Waldmensch am 28.07.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Thermobehälter

    Notvorrat und Campingkocher wurden im Artikel ganz gut erläutert. Was mir allerdings an Erwähnung fehlt, sind die praktischen Tipps. Wärmespeicherung von erhitztem Wasser und Speisen in Thermobehältern. Wer hat hat oder kennt noch "Henkelmänner" oder Thermoskannen mit Glaseinsatz? Diese Retro Dinger mit Glaseinsatz halten für 24 Stunden warm.

    • Rudolf am 28.07.2019 18:01 Report Diesen Beitrag melden

      Henkelmann

      Ich habe noch einen Henkelmann aus den 70ern. So braucht man die 800 Ml Dose Erbsensuppe nur einmal erhitzen, füllt diese dann in den Henkelmann um und hat mehrere Portionen zum löffeln. Dazu Dosenbrot. Ein Hoch auf meine Oma, die nicht jedem neumodischem Zeug erlegen ist und Bewährtes gut erhalten hat.

    • Rudolf am 28.07.2019 18:32 Report Diesen Beitrag melden

      Kaffee selbst aufbrühen

      Damit wäre auch das Problem der Kaffeesüchtigen gelöst. Kaffee gleich selbst frisch aufgebrüht in die Thermoskanne fließen lassen. Die jungen Leute mit den Kapselmaschinen werden mich wohl nicht verstehen.^^

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  • Schweiz am 28.07.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Für uns ist die Schlüsselenergie Strom

    Für uns ist die Schlüsselenergie Strom eine absolute Selbstverständlichkeit. In unserem Alltag wird er überall eingesetzt. Ohne Strom ist unser heutiges Leben nicht mehr möglich. Deshalb denken viele Leute bei Energie nur an Strom. Es wird ausser Acht gelassen, dass wir heute nur etwa 25% unseres Energiebedarfs mit Strom abdecken. Den grössten Teil unseres Energiebedarfs stellen wir mit Erdöl und Erdgas bereit

  • Marco Smidt am 28.07.2019 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Das macht durchaus Sinn

    Es macht durchaus Sinn wen man einen gewissen Notvorrat zu Hause hat, egal ob Ländliche Gebiete oder Berggebiete, wir hatten zuhause im Keller immer einen gewissen Notvorrat, In der heutigen Zeit wo Plützlich die Unwetter erscheinen können was macht man dann?