Oberbüren SG

10. Januar 2019 16:58; Akt: 10.01.2019 16:58 Print

Dieser Mann trotzt für Schafe dem Schneesturm

Wanderhirten haben in der Schweiz eine lange Tradition. Der 62-jährige Franco Vitali ist einer von ihnen und läuft derzeit trotz hohen Schneemassen durch die Ostschweiz.

Franco Vitali zieht mit 800 Schafen von Feld zu Feld. (Video: SDA)
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Schafe, die den Sommer auf der Alp verbracht haben, wandern zwischen November und März mit den Wanderhirten durch das Schweizer Unterland. Heute sind nur noch 20 bis 30 Wanderhirten im Einsatz.

In einem Schneesturm bringt Franco Vitali seine Tiere am Donnerstag auf ein Feld in Oberbüren im Kanton St. Gallen. Vitali ist seit 27 Jahren Wanderhirte. Im Sommer arbeitet er mit seiner Frau auf der Alp Palü bei Poschiavo.
Jedes Jahr zieht der 62-Jährige im Winter mit einer Herde von rund 800 Schafen, die der Familie Barandun aus Gossau SG gehört, von Feld zu Feld. Begleitet wird er nur von seinen Hunden.

Hirte schläft im Viehwagen

«Es ist wichtig, das die Tiere viel Licht bekommen und dass der Wanderhirte Tag und Nacht bei den Schafen ist», sagt Besitzer Fritz Barandun gegenüber Keystone-SDA. Während der Wanderzeit schläft Franco Vitali in einem umgebauten Viehwagen. «Der Viehwagen ist isoliert und mit einem Bett, Tisch und Gaskocher ausgerüstet», sagt Barandun, der früher selbst als Wanderhirte unterwegs war. Die Familie Barandun ist in ständigem Kontakt mit dem Hirten. Ab und zu bringen sie ihm eine warme Suppe vorbei.

Der Wanderhirte sorgt dafür, dass die Schafe gesund bleiben und «feiss» werden. Wenn es viel Schnee hat, wie im Moment, ziehe der Wanderhirte mit der Herde Richtung Bodensee, sagte der Schafzüchter. Unabhängige Kontrolleure besuchen im Laufe des Winters die Wanderherden. Die Weidelämmer grasen die Winterweiden ab und leisten damit einen Beitrag zur Vegetation.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mäsi motz am 10.01.2019 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das ist noch abhärtung

    Absolut bewundernswert das es noch solche Leute gibt. Hut ab.

  • Dani am 10.01.2019 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gehalt

    Solche Helden sollten die Mios verdienen. Nicht die Warmduscher aka Bänker, Fussballer etc.

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  • Mike Litoris am 10.01.2019 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zersiedelung

    Solange wir noch genügend Grünflächen haben, kann diese schöne und Tiergerechte Tradition weiterleben

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Oviguetzli am 13.01.2019 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochachtung

    Wow, ich habe einfach nur Hochachtung vor diesem Mensch und seiner Arbeit! Ich jammere schon nach einer Stunde draußen im Schnee... Der Artikel gibt Anstoß zum nachdenken und ich kann einfach nur froh sein über meine Arbeit.

  • Mr FiveDucks am 12.01.2019 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo?

    wo ist er jetzt?

  • wöser Bolf am 11.01.2019 00:31 Report Diesen Beitrag melden

    nach Mitternacht + Jugendfrei

    Eine Überbevölkerung von Veganern wird es nicht geben. Sie frönen nicht der Fleischeslust. Danke im Voraus :)

  • Mary am 10.01.2019 21:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzensmensch

    Jedes Jahr steht er bei uns vorm Haus auf dem Feld. Und jedes Jahr bekommt er von uns eine Suppe und Tee. Ein so netten Menschen, der nicht viel braucht im Leben um glücklich zu sein, trifft man nicht jeden Tag.

    • Ava M. am 10.01.2019 22:28 Report Diesen Beitrag melden

      Nächstenliebe

      Toll, dass ihr ihm heisse Suppe und Tee anbietet.

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  • böser Wolf's am 10.01.2019 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Fragestunde

    Frage Wolf M3 Calanda: Schützt der Tierschutz und das Tierrecht auch uns? Oder merzt man uns mit Bleikugeln aus? Kann ich ohne Gefahr ins Wallis reisen?

    • Kathy am 10.01.2019 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @böser Wolf's

      Wallis ist für den Wolf und den Bären viel zu gefährlich.

    • Kathy am 10.01.2019 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @böser Wolf's

      Ach ja... einen bösen Wolf gibts nicht. Das ist Märchenstunde. Aber der Mensch kann ja mit der Natur nicht mehr umgehen. Darum halt 'böset Wolf'.

    • böser Wolf am 10.01.2019 22:14 Report Diesen Beitrag melden

      wünscht Kathy no es Guet's Nöis

      Genau Kathy du hast es erfasst. Wenn Hundebesitzer gegen Wölfe sind, tragisch. Muss doch den Kanton Wallis etwas aufmischen, sind diejenigen, die lieber die Schafe zum Frass geben, als Herdenschutzhunde oder Esel anzuschaffen :)

    • Flokile am 10.01.2019 23:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @böser Wolf's

      dämliche Frage! solange Sie sich nicht als Wolf im Schafspelz (mit Kommentaren) über diese Sache lustig machen, passiert Ihnen im Wallis garantiert nichts!

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