Mosnang SG

24. November 2017 06:01; Akt: 24.11.2017 06:01 Print

Dorf baut Adventskranz mit 400 Meter Umfang

Eine kleine Toggenburger Gemeinde hat Grosses vor: Sie plant den grössten Adventskranz der Welt. Geplant sind für diesen 120 Meter Durchmesser und 400 Meter Umfang.

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In der Toggenburger Gemeinde Mosnang sind seit mehreren Wochen rund 300 Freiwillige im Einsatz. Ihr Ziel ist ein Weltrekord: Sie sind dabei einen Adventskranz mit 400 Meter Umfang und 120 Meter Durchmesser aufzubauen. Pünktlich zum 1. Dezember soll er fertig sein. Der bisher grösste Adventskranz der Welt hatte einen Durchmesser von 100 Metern.

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Rundflug durch die Gemeinde Mosnang. Video: Martin Lendi

Die Idee für das Mammut-Projekt hatte unter anderem der Mosnanger Schulpräsident Max Gmür. Sie sei beim «Donnschtig-Jass» im Jahre 2010 entstanden, als die Sendung in Mosnang zu Gast war. Andere grössere Anlässe seien der Idee bisher allerdings im Weg gestanden. «Aber jetzt ist die Zeit reif», so der 48-Jährige.


Der Adventskranz aus der Vogelperspektive. Video: Martin Lendi

Strasse mitten durch Adventskranz

Die Aufbauarbeiten für den grössten Adventskranz der Welt gehen derzeit zügig voran. Es lief allerdings nicht immer alles glatt: Vor einer Woche erlebten die Freiwilligen einen Rückschlag, als ein Sturm mehrere Verankerungen aus dem Boden riss. «Wir sind dennoch überzeugt, pünktlich am 1. Dezember mit dem Aufbau fertig zu sein», so Gmür.


Ein Sturm riss die Verankerungen aus dem Boden. Video: Martin Lendi

Damit der Weltrekord gültig ist und im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen wird, muss der Adventskranz vollständig geschlossen sein. Dies ist nicht einfach, denn mitten durch das Projekt führt eine Stasse. Doch auch dafür wurde eine Lösung gefunden: Das Hindernis wurde mit fünfeinhalb Meter hohen Baumstämmen überbaut. «So können die Fahrzeuge den Adventskranz ohne Probleme passieren», erklärt Gmür.


Hier die Überbauung für die Strasse. Video: Martin Lendi

Dorfbewohner helfen mit

«Alle Bewohner der Gemeinde stehen mit voller Begeisterung hinter dem Projekt. Dies ist der Hauptgrund, dass so ein Riesenvorhaben überhaupt auf die Beine gestellt werden kann», schwärmt der Schulpräsident.


Rund 300 freiwillige Helfer machen mit. Video: Martin Lendi

In den letzten Wochen haben die Freiwilligen fast täglich an dem Projekt gearbeitet und das teilweise bis weit in den Abend. Denn wer am Tag seiner eigentlichen Arbeit nachging, half am Abend. Auch Schulen sind am Projekt beteiligt. Die Schüler basteln die Dekoration für den Kranz.


Die Dorfgemeinschaft arbeitet Hand in Hand. Video: Martin Lendi

Kunsteisfläche und Raclette-Stube

In Mosnang wird am Ende nicht nur ein gewaltiger Adventskranz stehen. Die 120 Meter Durchmesser des Kranzes bieten auch genügend Platz für weitere Attraktionen. So sollen dort etwa ein grosser Adventskalender, eine Raclette-Stube und eine Kunsteisfläche Platz finden. Das Innere des Kranzes ist dann bis zum 31. Dezember zugänglich. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 100'000 Franken. Das nötige Geld sei mit Hilfe von Sponsoren zusammengekommen.


Rundflug um den 400 Meter langen Adventskranz. Video: Martin Lendi

Am 1. Dezember wird dann Bischof Markus Büchel die Kranzsegnung vornehmen, Ständeratspräsidentin Karin Keller-Sutter wird die Laudatio halten.


Über 400 Holzpaletten wurden für den Aufbau verwendet. Video: Martin Lendi


Schulpräsident Max Gmür spricht über das Projekt. Video: adventskranz-mosnang.ch

(viv)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hebu am 24.11.2017 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolles Projekt

    Coole Idee. Schweisst zusammen und fördert den Gemeinschaftssinn. Super, Mosnanger!

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  • mm am 24.11.2017 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute Idee

    Gute Idee, ein Zeichen in die Welt aus einem kleinen Dorf...

  • mosliger bürger am 24.11.2017 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herzlichen glüchwunsch

    Wir schaffen es ins Buch der Rekorde. Wetten .

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Die neusten Leser-Kommentare

  • MitchMa am 24.11.2017 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Welt....

    Arbeitete auch mel in Moslig. Bei den meisten Einwohner hört die Welt bei der Ortstafel auf. Liebe Mosliger die Welt ist keine Scheibe öffnet euch mal.

    • Florian von Elm am 25.11.2017 00:01 Report Diesen Beitrag melden

      Rechtschreibung

      Und die Rechtschreibung hört bei RTL2 auf. Statt eines Smartphones empfehle ich Ihnen entsprechende Lektüre in Form des Dudens oder gleichwertiger Nachschlagwerke.

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  • Der Bund am 24.11.2017 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zynisches Kompliment

    Cool was direktzahlungen alles ermöglichen ..... ;-)

    • Harry Brack am 24.11.2017 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Bund

      auch wenn dem noch so wäre...immer noch intelligenter als die direktzahlung nach brüssel....bravo Mosnang!!

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  • Gusti am 24.11.2017 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Das gibt es doch schon in Genf

    Hat nicht das CERN den grössten!? allerdings unterirdisch

  • anna am 24.11.2017 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schade

    sicher eine tolle sache.aber wie viele tannen glauben daran?

    • Thomas Federer am 24.11.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

      Wälder müssen gepflegt werden.

      Liebe Anna, die armen Tannen mussten sowieso gefällt werden, weil das Halz zu Brettern und Balken verarbeitet wird. Die Äste sind deshalb Abfall und dienen jetzt als Schmuck für den Adventskranz und werden im Frühjahr zu Holzschnitzeln verarbeitet.

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  • Bruna am 24.11.2017 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hoffe es

    Herrlich wie alle mithelfen. Das gibt Zusammenhalt und stärkt.