Arbon TG

20. Dezember 2019 04:54; Akt: 20.12.2019 04:54 Print

In dieser Krippe stecken über 1000 Stunden Arbeit

Der Arboner Gianni Amato baute mit seinem Freund Antonio Gervasi als Weihnachtskrippe ein ganzes italienisches Dorf nach. Darauf zu sehen ist sogar das Haus seiner Kindheit.

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Seit August haben sie dran gearbeitet und gemeinsam über tausend Stunden investiert: Die beiden Arboner Gianni Amato (67) und Antonio Gervasi (68) haben eine Krippe gestaltet. Die Krippenfiguren sind in eine Nachbildung von Amatos Heimatdorf Monte San Giacomo in der Region Salento in Italien eingebettet.

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Mit 14 Jahren kam Amato in die Schweiz, um hier zu arbeiten. 50 Jahre arbeitete er bei Huwiler BWB, zuletzt am Standort Altenrhein. Seit zwei Jahren ist Amato pensioniert. «Es gefällt mir in der Schweiz, aber ich denke auch oft an das Dorf meiner Kindheit», sagt der gebürtige Italiener. Mit seinem Freund Antonio teilt er die Leidenschaft für Krippen und das Weihnachtsfest. Gervasi hatte beispielsweise Mitte der 90er-Jahre eine sogenannte lebende Krippe erstellt. «In einem Stall, mit echtem Esel, Kuh und allen drum und dran. Ein Enkel war das Jesuskind», erzählt er voller Stolz. Aus der gemeinsamen Passion und der freien Zeit durch die Pensionierung entstand die Idee, gemeinsam eine Krippe zu gestalten.


Schwank über die Krippe. Video: jeb

Viel Leim und WC-Rollen

Das Krippendorf steht vor dem Mehrfamilienhaus, wo Amato wohnt, auf einer Platte mit 1,6 Metern Durchmesser. Ein Highlight: Die Platte dreht sich. Dazu haben die beiden Bastler ein Getriebe mit einem Scheibenwischermotor kombiniert. Für die Häuschen wurde mit Holzgerüsten, Karton und Papier gearbeitet. «Und es stecken zudem viele Liter Leim und auch zehn Rollen WC-Papier im Werk», sagt Gervasi lachend. Mit Wasserfarben wurden die Gebäude bemalt und mit Lack wetterfest gemacht.

Diese Woche wurde die Krippe von einem Pfarrer gesegnet. Immer wieder kommen Besucher. «Am Abend ist hier immer was los», sagt Amato. «Dann ist es auch besonders schön, weil die Lichter gut zur Geltung kommen.»

Bürgermeister will Krippe nach Italien holen

Die Begeisterung ist nicht nur in Arbon gross. Im Dorf von Amato in Monte San Giacomo ist die Freude riesig. «Der Bürgermeister möchte die Krippe unbedingt für nächstes Jahr ins Dorf holen.» Doch so rasch klappe das nicht. «Nächstes Jahr wird die Krippe bereits in einem Restaurant in Romanshorn ausgestellt.» Doch im folgenden Jahr werde man das Werk in den Süden von Italien bringen, um die Krippe vor Ort auszustellen.

Die Krippe steht an der Henri-Dunantstrasse 1 in Arbon und kann frei zugänglich besichtigt werden. Sie steht mindestens bis Dreikönig (6. Januar), vermutlich bis zum 20 Januar.

(jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maler50 am 20.12.2019 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön

    Ist doch eine schöne Geschichte, für alle die an Krippen Freude haben.

  • Schweizerin am 20.12.2019 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön, aber...

    Herr Amato stellt zu seiner Krippe ein Plakat mit dem Hinweis, dass der Ort in Italien seine Heimat sei. Das zeigt auch hier, dass jemand mit Schweizer Pass zwar hier wohnt und sämtliche Annehmlichkeiten geniesst, unser Land aber nicht als Heimat bezeichnet. Das Herz von Eingebürgerten schlägt für das Geburtsland. Herr Amato hat viel Liebe und Zeit für seine Krippe aufgewendet und sollte diese unbedingt auch in seinem Geburtsort ausstellen.

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  • Ganjaflash am 20.12.2019 05:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizerin am 20.12.2019 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schön, aber...

    Herr Amato stellt zu seiner Krippe ein Plakat mit dem Hinweis, dass der Ort in Italien seine Heimat sei. Das zeigt auch hier, dass jemand mit Schweizer Pass zwar hier wohnt und sämtliche Annehmlichkeiten geniesst, unser Land aber nicht als Heimat bezeichnet. Das Herz von Eingebürgerten schlägt für das Geburtsland. Herr Amato hat viel Liebe und Zeit für seine Krippe aufgewendet und sollte diese unbedingt auch in seinem Geburtsort ausstellen.

    • Marssohn am 20.12.2019 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Schweizerin

      Na und? Was machen Auslandsschweizer? Und den Begriff gibt es ganz offiziell.

    • nuri am 20.12.2019 13:01 Report Diesen Beitrag melden

      NURI

      Es gibt leute die finden im allem etwas negatives egal welcher nationalität, geschlecht, ethnie, sexueller orientierung, politischer orientierung besinnliche weihnachtszeit

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  • De Schwülschti siäch ever am 20.12.2019 07:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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  • Maler50 am 20.12.2019 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön

    Ist doch eine schöne Geschichte, für alle die an Krippen Freude haben.

  • Ganjaflash am 20.12.2019 05:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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