Rorschach SG

14. Mai 2012 21:35; Akt: 14.05.2012 21:50 Print

Drei Jahre für Vergewaltigung in Taxi?

Ein Taxi-Fahrer soll eine Kundin in seinem Auto vergewaltigt haben. Nun werden drei Jahre Haft gefordert.

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Schwere Vorwürfe gegen einen Taxifahrer aus St. Gallen: Der 34-jährige Türke Nizam Ö.* soll während seiner Arbeit Kundinnen betatscht und gar vergewaltigt haben. Am Dienstag muss er sich dafür vor dem Kreisgericht Rorschach verantworten. Konkret geht es um zwei Fälle: Im Februar 2011 fuhr der Angeklagte eine Frau nach Hause. Als die Kundin während der Fahrt einschlief, soll Nizam Ö. sie begrapscht haben.

Die betrunkene Frau forderte ihn auf, sofort anzuhalten und sie aussteigen zu lassen. Der Chauffeur parkierte darauf vor einem Haus, wo er sich an der Frau vergangen haben soll. «Das Opfer wehrte sich mit Händen und Füssen und versuchte ­immer wieder, ihn wegzustossen», heisst es in der Anklageschrift. Nach dem Geschlechtsverkehr liess er vom Opfer ab, öffnete die Beifahrertür und stiess sie aus dem Taxi, heisst es weiter.

Eine zweite Frau, die zusammen mit zwei Kollegen in seinem Taxi fuhr, soll der ­Angeklagte sexuell belästigt haben. Wegen Vergewaltigung, sexueller Belästigung und ­weiterer Delikte verlangt die Staatsanwaltschaft eine unbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren sowie ein Berufsverbot von fünf Jahren.

Bereits im März hatte das Kreisgericht St. Gallen einen anderen Taxifahrer wegen mehrfacher Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt.

*Name geändert

(tob/20 Minuten)