Bodensee

15. Februar 2019 21:51; Akt: 15.02.2019 21:51 Print

21 Motoren und drei Schiffe gestohlen

Die Seepolizei Thurgau zieht Bilanz über die vergangene Wassersportsaison. Drei Personen verloren bei Unfällen ihr Leben, acht wurden verletzt. Zudem kam es zu Vermögensdelikten.

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Polizeitaucher bei der Arbeit. (Bild: Kapo TG)

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Die Gesamtzahl der Unfälle auf dem Thurgauer Teil des Bodensees und Hochrheins stieg mit 24 registrierten Unfällen gegenüber dem Vorjahr um drei an, liegt jedoch im langjährigen Mittel, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Insgesamt mussten 88 Personen, die das Ufer nicht mehr aus eigener Kraft erreichen konnten, aus Seenot gerettet werden.

Im Jahr 2018 kamen im Thurgauer Zuständigkeitsbereich drei Personen ums Leben. Im Januar stürzte in Romanshorn ein Rollstuhlfahrer über die Hafenmauer ins Hafenbecken. Trotz des
schnellen Einsatzes der Kantonspolizei Thurgau verstarb er an den Folgen des Sturzes.

Bei Tauchgang gestorben

Im Juni verstarb ein Mann bei einem Tauchgang zum Wrack der «Jura» vor Bottighofen, einem Raddampfer, der 1864 gesunken ist. Im Juli musste in Landschlacht ein Mann nach einem Sturz von seinem Boot tot aus dem Wasser geborgen werden.

Acht Personen wurden bei Unfällen verletzt. Auf der Hochrheinstrecke gab es im vergangenen Jahr einen Unfall zu verzeichnen. Zudem kam es immer wieder zu brenzligen Situationen, weil Schlauchbootfahrer und andere Rheinbenutzer die Kraft des Wassers und die Gefahren der Hindernisse unterschätzten. Deshalb führte die Seepolizei insbesondere an Tagen mit hohem Verkehrsaufkommen Kontrollfahrten durch.

Drei Schiffe gestohlen, drei gefunden

Die registrierten Vermögensdelikte lagen im vergangenen Jahr höher als 2017. 21 Schiffsmotoren wurden gestohlen, was einer Zunahme von acht Stück entspricht. Drei der sechs entwendeten Schiffe wurden wieder aufgefunden und an die rechtmässigen Besitzer zurückgegeben.

Die Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau wurden 2018 zu 26 Einsätzen aufgeboten. Sie bargen beispielsweise Schiffe und Fahrzeuge und führten technische Kontrollen durch.
Zudem mussten fünf Leichen geborgen werden. Die ebenfalls zur Seepolizei gehörende Ölwehr und die drei See-Ölwehrstützpunkte verzeichneten neun Einsätze.

Auf und ab bei Seepegel

Der Bodenseepegel bewegte sich im Winter und Frühjahr auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Aufgrund des ausserordentlich trockenen Sommers sank der Wasserspiegel ab Mitte Juni dann auf einen sehr tiefen Pegel.

(20 Minuten)