«Nicht streicheln!»

18. März 2019 05:40; Akt: 18.03.2019 07:45 Print

Ratten nehmen Park neben Schulhaus ein

Im St. Leonhardspark in St.Gallen breiten sich die Ratten aus. Am helllichten Tag begegnet man den Nagern. Nun sollen sie vertrieben werden.

Im St.Galler St.Leonhardspark haben sich Wanderratten ausgebreitet. (Video: 20M)
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Seit mehreren Wochen breiten sich in der St. Galler Innenstadt Ratten aus. Wie das Online-Portal FM1 Today berichtet, hat sich das St. Leonhardspärklein nahe dem Bahnhof St. Gallen zu einem wahren Ratten-Hotspot entwickelt. Das Besondere dabei: Die Nager breiten sich nicht wie sonst üblich im Untergrund aus, sondern an der Erdoberfläche.

«Im Moment verursachen die Wanderratten noch keine Probleme. Das kann sich aber schnell ändern», sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St. Gallen, gegenüber dem Online-Portal. «Die Ratten verbreiten sich extrem schnell, besonders jetzt, wo es wärmer wird.» Die Tiere könnten diverse Krankheiten übertragen und somit zur Gefahr für andere Tiere und Menschen werden.

Tötung als letztes Mittel

Laut Wildhüter Mirko Calderara ist ein Stadtpark ein Paradies für Tiere wie Ratten. Durch den Abfall und durch Essensreste haben sie genügend Nahrung, um sich schnell zu vermehren. Auch er ist der Meinung, dass die Stadtpolizei Massnahmen ergreifen muss.

«Wir versuchen aktuell die Ratten mit einer speziellen Substanz, die einen für die Tiere unangenehmen Geruch verbreitet, zu vertreiben», erläutert Dionys Widmer das Vorgehen der Polizei. Des weiteren würden die Gebüsche extra gereinigt. «Eine Tötung ist immer das letzte Mittel. Wir versuchen zuerst alle anderen Massnahmen», so der Polizeisprecher.

Da der Park direkt neben einer Primarschule liegt, sollen auch die Schüler sensibilisiert werden. Auf diese Weise soll eine Plage vermieden werden. Widmer: «Die Ratten dürfen nicht gefüttert und auf keinen Fall gestreichelt werden.»

(mwa)