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27. März 2011 18:15; Akt: 27.03.2011 18:15 Print

E-Bikes: Polizei erweitert Unfallstatistik

von Simon Städeli - Die Zahl verkaufter E-Bikes schiesst in der Ostschweiz in die Höhe. Weil die Flitzer aber auch Gefahrenpotenzial bergen, führt die Polizei die Unfälle nun in einer separaten Statistik.

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«Ein Drittel des Umsatzes aus dem Veloverkauf generieren wir mit E-Bikes», so Gaby Störi von Störi 2-Rad-Center in Herisau. (Bild: sst)

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Laut Studien ist jedes neunte verkaufte Velo ein Elektrobike – Tendenz steigend. «Immer mehr Leute wechseln vom Auto aufs E-Bike», sagt Daniel Schöbi von Pro Velo St. Gallen. Die Velohändler profitieren: «Schon ein Drittel des Umsatzes aus dem Veloverkauf generieren wir mit E-Bikes», so Gaby Störi von Störi 2-Rad-Center in Herisau. Die Kundschaft sei bunt gemischt: «Egal ob Schulkind oder Rentner, alle zwischen 14 und 90 Jahren wollen ein E-Bike.»

E-Bikes locken aber auch viele Leute aufs Velo, die seit Jahren nicht mehr auf einem Sattel gesessen haben. Ein Sicherheitsproblem: «Das E-Bike bedeutet eine grosse Umgewöhnung», sagt Eddie Kessler von Pro Velo Thurgau. Darum denkt er über ein Kursangebot nach. «Es ist mit Unfällen zu rechnen, wenn es immer mehr solche Bikes gibt», sagt auch Willi Mösch von der Ausserrhoder Kapo.
Das Problem ist auch der Kapo Thurgau bekannt. «Seit diesem Jahr führen wir eine separate Statistik zu E-Bike-­Unfällen», so Sprecher Ernst Vogelsanger. Anfang 2012 würden erste Zahlen vorliegen.

Einen E-Bike-Kurs bietet das 2-Rad-Center Herisau in Zusammenarbeit mit Pro Senectute schon diesen ­Frühling an. «Dank des E-Bikes können ­Senioren trotz körperlicher Beschwerden wieder Velo fahren», erklärt Störi. Sicherheitsbedenken hat sie keine: «Wir verkaufen die Bikes nur an Leute, die sie auch getestet haben.»