Mars One

16. Februar 2015 17:16; Akt: 16.02.2015 19:48 Print

Ein grosser Schritt für den Thurgauer Mars-Menschen

Der Thurgauer Steve Schild hat es unter die letzten 100 Bewerber für die Mars-One-Mission geschafft. Seine Freundin trägt es mit Fassung.

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«Die schönste Botschaft meines Lebens­»: Steve Schild mit der Bestätigung, dass er es unter die letzten 100 Kandidaten geschafft hat.

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«Es ist unglaublich und so schön», sagt Steve Schild. «Ich bin unter den letzten 100 Bewerbern für die Marsmission.» Seit Montag sind offiziell nur noch 50 Frauen und 50 Männer aus aller Welt in der dritten Runde von Mars One dabei – unter ihnen der 30-jährige Thurgauer Schild. «Der schwierigste Schritt ist geschafft», so Schild. «Die nächsten Schritte sind nun das Teambuilding und die Group-Challenges.» Noch in diesem Jahr werden sich die verbliebenen Bewerber in einer TV-Show à la «Dschungelcamp» auch dem Urteil der Fernsehzuschauer stellen müssen, die mit ihrem Voting für eine weitere Selektion sorgen.

Mars One ist ein niederländisches Projekt, das bis zum Jahr 2025 Menschen auf den Mars schicken möchte, um dort eine Siedlung für vorerst rund 40 Astronauten zu errichten. Eine Rückkehr zur Erde ist aus Kostengründen nicht geplant. Steve Schild und seine Mitbewerber würden den Rest ihres Lebens auf dem Mars verbringen.

Viele offene Fragen

Die «schönste Botschaft meines Lebens» konnte Schild noch nicht mit allen ihm wichtigen Personen teilen: «Meine Eltern konnte ich noch nicht erreichen», so Schild. «Meine Verlobte Corinna hat es aber als Erste erfahren.» Sie habe sich auch für ihn gefreut.

Corinna Küttel trägt die Ankündigung, dass ihr Liebster dem Mars einen Schritt näher gekommen ist, mit Fassung. So richtig könne sie ohnehin nicht glauben, dass das Projekt in der vorgesehenen Zeit realisiert wird, so die 23-Jährige. «Es sind noch so viele Detailfragen offen», sagt Küttel. So sei zwar zugesichert worden, dass Angehörige die Mars-Kandidaten während ihrer Ausbildung begleiten könnten. «Wo und wie das stattfinden soll, weiss aber noch niemand», so Küttel.

Zweifel an der Machbarkeit

Die Reformfachfrau sagt: «Wenn die ersten Menschen zum Mars fliegen, ist mein Steve wahrscheinlich ein älterer Herr.» Eine Einschätzung, die der renommierte Schweizer Raumfahrtexperte Bruno Stanek teilt: «Ich schätze, dass dieses Mars-Projekt so endet wie all die vielen vor ihm», so der gebürtige Rorschacher. Er sehe so viele Punkte, technische und menschliche, die das Projekt, scheitern lassen könnten, dass er sie nicht aufzählen möge.

Und sollte es dennoch klappen? Corinna Küttel: «Dann würde ich alleine auf der Erde zurückbleiben.» Weiter daran denken mag sie aber nicht.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Quill am 16.02.2015 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    40 Astronauten? Und dann?

    Wie lange überleben 20 Männer und 20 Frauen auf dem Mars? Die müssen alles mitnehmen was sie brauchen, mal eben draussen ein Gärtchen anbauen oder Regenwasser sammeln geht nicht. Was machen die also den ganzen Tag? Lebensmittelvorräte inventarisieren? Die Marsoberfläche fotografieren? Das hat weder mit Pioniergeist noch mit Fortschritt zu tun, höchstens mit einer sündhaft teuren "Hilfe, hier holt mich niemand mehr raus"-Variante.

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  • stef am 16.02.2015 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    coole sache

    ....wäre doch cool auf dem Mars künftig auch schwiizerdütsch zu haben ;-)

  • Patrick am 16.02.2015 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Finde es ein bisschen unnötig dafür sein leben aufzugeben. Aber wenn das sein Traum ist, dann gönne ich es ihm.!:)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tom am 17.02.2015 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    RIP

    wenn dann alles gut geklappt hat, irgendwann werden diese menschen auf den mars sterben, da keine retourfahrkarte. wie werden dann die sterblichen überreste ensorgt? begraben? zu kalt kremieren? hat keins ?

  • N.D. am 17.02.2015 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Richtige Männer

    Wäre es nicht besser, richtige Männer auf den Mars zu schicken? Also starke, männliche Männer?

    • IQ... am 17.02.2015 18:04 Report Diesen Beitrag melden

      Quatsch

      @N.D. Und was ist an diesem Mann nicht richtig?? Es ist besser einen mental, intellektuell starken Mann an der Seite zu haben als einen starken Neandertaler, der starke Hände hat.

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  • Rose am 17.02.2015 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein menschenverstand

    Vorallem er hst mal gesagt da werden nur menschen mit gesunden menschen verstand.ein mensch mit gesunden menschenverstand würde erstends so ein risiko nicht eingehen weil man weiss das man dabei stirbt und zweitens nicht vorher noch ein kind auf die welt stellen

    • Rose am 17.02.2015 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Geld

      Für das geld könnte man ein neues kinderspital eröffnen.das wäre nehmlich dringend nötig.

    • oje.... am 17.02.2015 18:06 Report Diesen Beitrag melden

      Zu fantasielos, zu bodenständig

      @Rose Das ganze Leben ist ein Risiko. Warum sollte man darauf verzichten, sich den innigsten Traum zu erfüllen? Weil man nie wieder auf die Erde kommt? Na und?

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  • laura flugl am 17.02.2015 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    up in the space

    ein toller traum, ich würde sofort mitmachen. vielleicht sind sie ja wirklich schon so weit, wär auf jeden Fall wirklich genial wenn ich das noch miterlebe. und ich gönn es jedem der da mitmachen kann.

  • mr.x am 17.02.2015 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    frage

    Er ist jetzt 30 jahre alt und der flug ist erst in 10... also schicken die da einen 40 jährigen hoch? ist dass klug?