Kurse in Australien

02. August 2019 05:03; Akt: 02.08.2019 17:14 Print

Schweizer lernen im Outback das Fischzüchten

Eine Thurgauer Familie wanderte vor acht Jahren nach Australien aus. Dort bietet sie nun eine Ausbildung in Aquakultur an – extra für Schweizer.

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Rolf Tobler und seine Familie sind vor acht Jahren nach Australien ausgewandert. Vor rund zwei Jahren gründete Tobler die Firma Indian Ocean Studies, kurz IOS. Ziel der Firma sei es, Schweizern jeden Alters und ohne besondere Vorkenntnisse eine Ausbildung am staatlich geführten Meeresinstitut in Geraldton in Australien zu ermöglichen. Geraldton liegt im Westen Australiens. Am Institut werden Kurse in Aquakultur, Meeresbiologie und Tauchen angeboten. Die Ausbildungen dauert sechs Monate, jeweils von Januar bis Juni. Davon sind drei Monate Theorie und drei Monate Praxiserfahrungen. «Diese können auch zeitgleich stattfinden. Also am Morgen im Labor und am Nachmittag auf dem Meer», so Tobler. «Das Angebot richtet sich vor allem an junge Mensch ab 18 Jahren, die in die Fischzucht oder Meeresbiologie einsteigen wollen», so der 51-Jährige, der sich zusammen mit seinem Sohn um die Betreuung des ausländischen Studenten kümmert. Aber auch an jene, die sich auf einer Reise weiterbilden oder einfach ihren Horizont erweitern wollen. Auch ein Sicherheitscheck gehört ins obligatorische Programm der Ausbildung. Bei diesem lernt man beispielsweise, wie man mit Leuchtfackeln hantiert. In der Ausbildung erforscht man die berühmten australischen Korallenriffe und deren Bewohner. Auch Angeln steht natürlich auf dem Programm. Vor allem der hohe Anteil an Importfisch in der Schweiz veranlasste den Thurgauer zum Handeln. «Es vertreten verschiedene Leute und Institutionen in der Schweiz die Meinung, dass keine genügende und angemessene Ausbildung für angehende Fischzüchter angeboten wird», so Tobler. Der Kostenpunkt für die sechs Monate liegt bei rund 7000 Franken. Darin inbegriffen sind die Kurskosten der Ausbildung in Aquakultur mit Zertifikat II, inklusive der Einschreibgebühr, ebenso das gesamte Schulmaterial. Zudem steht dem Ausbildungsgang eine eigene Masterclass-Yacht zur Verfügung, ,... ... auf der man zu Exkursionen reist und die Meereswelt erforscht. Den Hin-/Rückflug, die Visakosten und die Unterkunft muss der Kursteilnehmer selbst berappen. Die IOS hilft jedoch, sowohl bei der Visabeantragung wie auch bei der Unterbringung bei einer Gastfamilie.

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2011 wagte Familie Tobler einen kompletten Neuanfang und wanderte von Hörstetten TG nach Australien aus. Damals begleitete das SRF die Familie für die DOK-Serie «Auf und davon». Eine der Hauptgründe für den Tapetenwechsel war die Familiensituation: Vater Rolf Tobler war als selbständiger Bodenleger mehr in fremden Häusern anzutreffen als daheim, Mutter Emma Tobler war deshalb sehr oft mit den Kindern alleine. So entschied sich die Familie gemeinsam dazu, nach Westaustralien auszuwandern.

Vor zwei Jahren dann der grosse Neubeginn: Rolf Tobler gründete die Firma Indian Ocean Studies, kurz IOS. «Ziel der IOS ist es, Schweizern jeden Alters und ohne besondere Vorkenntnisse eine Ausbildung am staatlich geführten Meeresinstitut in Geraldton in Australien zu ermöglichen», sagt Rolf Tobler gegenüber 20 Minuten. Am Institut in Australien werden Kurse wie Aquakultur, Meeresbiologie und Tauchen angeboten. Diese werden von Professoren des Meeresinstituts geleitet. Tobler und sein Sohn stehen vor Ort als Studentenberater und Ansprechspersonen zur Verfügung.

Von Tintenfisch-Zählungen bis Clownfisch-Zucht

Die Ausbildung dauert sechs Monate, jeweils von Januar bis Juni. Davon sind drei Monate Theorie und drei Monate Praxiserfahrung, sowohl im Labor wie auch im kühlen Nass selbst. Von Tintenfisch-Zählungen bis zum Züchten von Clownfischen ist alles dabei. Jeder dieser Kurse wird laut Tobler speziell auf den Kursteilnehmer abgestimmt.

Auch der hohe Anteil an Importfischen hätten den Thurgauer zum Handeln veranlasst: Ihm zufolge stammen gegen 90 Prozent aller in der Schweiz verkauften Fische aus dem Ausland. «In der Schweiz vertreten verschiedene Leute und Institutionen die
Meinung, dass keine genügende und angemessene Ausbildung für Fischzüchter angeboten wird.» Hier sieht Tobler Potential nach oben.

Hier sieht man die Unterwasserwelt Australiens. (Video: Rolf Tobler)

Kurs wird in der Schweiz anerkannt

Aus diesem Grund wurde der Kurs an die gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben für eine Fachspezifische Berufsunabhängige Ausbildung (FBA) in der Schweiz angepasst. 20 Minuten liegt ein Schreiben vom Eidgenössischen Departement des Inneren (EDI) vor, in dem Tobler die Anerkennung des von ihm angebotenen Kurses für die Schweiz erhält. Einzig ein Tag Theorie muss noch an der Hochschule in Wädenswil oder in Bern besucht werden.

«Das Angebot richtet sich vor allem an junge Mensch ab 18 Jahren, die in die Fischzucht oder Meeresbiologie einsteigen wollen», sagt der 51-Jährige. Aber auch an älterere Personen, die sich auf einer Reise weiterbilden oder einfach ihren Horizont erweitern wollen.

Kursteilnehmer können bei Gast-Familien schlafen

Der Kostenpunkt für die sechs Monate liegt bei rund 7000 Franken. Darin inbegriffen sind die Kurskosten der Ausbildung in Aquakultur mit Zertifikat II inklusive der Einschreibgebühr und das gesamte Schulmaterial. Zudem werden Eintritte in Museen, Schwimmbäder, Galerien und den Wildlifepark während des ganzen Aufenthaltes übernommen.

Den Hin-/Rückflug, die Visakosten und die Unterkunft muss der Kursteilnehmer selbst berappen. Die IOS helfe jedoch sowohl bei der Visabeantragung, wie auch bei der Unterbringung bei einer Gastfamilie.

(maw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus H. am 02.08.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    Warum wird dieser Berich nicht als "Paid Post" bzw. als Werbung markiert? Übrigens: Australien ist eines der schönsten Länder der Welt!

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  • Morgent82 am 02.08.2019 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute Idee

    Das ist mal wirklich ein tolles Erfolgsmodel. Dann importieren wir nur noch 10% Fische aus dem Ausland und haben dann Haifisch oder Clownfisch Made in Switzerland. Werde gleich einen Kurs buchen und ab Juli 2020 Fische und anderes im grossen Stil züchten. Dann hab ich auch noch was für das Ökosystem gemacht wenn dann plötzlich exotische Fische im Zürichsee schwimmen. Einen Kaiman haben wir schon um Hallwilersee. Petri heil.

  • Fritz am 02.08.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Stuss ...

    Schnaps-Idee... Die Kurse erfordern nichts, kein Wissen, kein Engagement. Es geht nur darum, dass Tobler irgend etwas Geld verdienen kann. Gar nichts mit Sorge, dass in der Schweiz über 90% der verspeisten Fische importiert werden. Das ist nur Wichtigtuerisches Geschwätz. Die "Kurse" richten sich an Swiss Kids, die mit etwas Reisen das Leben geniessen wollen. Für ein paar Tausend Stutz können Sie sich noch ein Mäntelchen umhängen, welches die natürliche und angeborene Faulheit verdeckt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aussie am 02.08.2019 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie soll das gehen?

    "Schweizer lernen im Outback Fischzüchten". Würde mich interessieren wie das gehen soll... Outback nennt man die Wüste Australiens und nicht das Land.

  • Norman am 02.08.2019 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    eht wie immer ums geld

    Der Preis ist ja exorbitiant. Geldmacherei sonst gar nicht. Warum bringt ihr dauernd Gratiswerbung für solche Typen

  • Markus H. am 02.08.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Werbung!

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    • Mmh Ne Zuviel Europäer am 02.08.2019 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus H.

      Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Aber das Schönste Land ist es jedenfalls nicht, da gibts noch andere Kontinente.

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  • Cleo am 02.08.2019 09:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch cool wenns funktioniert

    Tolle Sache. Wünsche Euch viel Erfolg und ein tolles Leben in Eurer neuen Heimat. Liebe Grüsse aus dem Rheintal

  • Fritz am 02.08.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein Stuss ...

    Schnaps-Idee... Die Kurse erfordern nichts, kein Wissen, kein Engagement. Es geht nur darum, dass Tobler irgend etwas Geld verdienen kann. Gar nichts mit Sorge, dass in der Schweiz über 90% der verspeisten Fische importiert werden. Das ist nur Wichtigtuerisches Geschwätz. Die "Kurse" richten sich an Swiss Kids, die mit etwas Reisen das Leben geniessen wollen. Für ein paar Tausend Stutz können Sie sich noch ein Mäntelchen umhängen, welches die natürliche und angeborene Faulheit verdeckt.