St. Gallen

15. September 2014 07:08; Akt: 15.09.2014 10:55 Print

Erste Hundefrisbee-WM in St.Gallen

Dieses Wochenende fand in St.Gallen die erste Hundefrisbee-WM ausserhalb der USA statt. Mit dabei war auch die Wittenbacherin Eva Zwicker (28).

Eva Zwicker (28) mit ihrer Hündin Enya an der ersten Hundefrisbee-WM in St. Gallen.
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Hundefrisbee oder Discdog ist eine neuere Trendsportart, die ihre Wurzeln in Amerika hat. In der Schweiz wird sie seit knapp zehn Jahren gespielt. Nachdem das Ostschweizer Discdog-Team letztes Jahr bereits die Europameisterschaft im Discdog erfolgreich in St.Gallen durchführen konnte, hat es nun vom Weltverband UFO den Zuschlag für den grössten Discdog-Event, die Weltmeisterschaft 2014, erhalten. Diese fand am Wochenende auf dem Gründenmoos in St. Gallen statt.

Für viele Teilnehmer ist der Event in Europa eine grosse Chance:
«Wir waren jedes Jahr qualifiziert, konnten aber nicht in die USA. Einerseits ist der Flug sehr teuer, anderseits dauert es zu lange. Da uns das Wohlbefinden unserer Hunde sehr am Herzen liegt, mussten wir passen», gesteht Eva Zwicker. Sie und ihr 29-jähriger Partner, Alen Soldic, sind nicht nur Teilnehmer, sondern auch Mitorganisatoren der ersten Hundefrisbee-WM in St.Gallen.

Hartes Training ist notwendig

Zwicker und Sadic trainieren fast täglich mit ihren Hündinnen Enya und Lili und studieren neue spektakuläre Tricks ein. «Die Kommunikation zwischen Mensch und Hund muss stimmen», so Zwicker. Zwar sei es viel Arbeit und manchmal auch sehr anstrengend, aber laut Sadic lohnt sich die Zusammenarbeit mit den Hunden: «Während der WM dürfen wir nur kurz präsentieren, aber diese zwei Minuten machen extrem viel Spass. Es wird richtig emotional.»

In diesen zwei Minuten geht es darum, in einem markierten Feld den Frisbee möglichst weit und oft zu werfen. Punkte gibt es dann, wenn der Hund den Frisbee fängt. Je spektakulärer der Wurf, desto besser. «Mein Hund springt dabei bis zu eineinhalb Meter hoch», so Zwicker.

Auch internationale Teilnehmer fanden den Weg nach St. Gallen. So etwa die 27-jährige Alena Smolikova aus Tschechien: «Der Wettkampf ist hart. Aber die Leute hier sind nett und die Schweiz ist sehr schön.» Neben der Schweiz und Tschechien nahmen auch Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn, Holland und Slowenien an der Hundefrisbee-WM teil. Insgesamt waren 60 Teams am Start.

Bei der WM gibt es die Kategorien Freestyle, Werfen über kurze Distanz und Werfen über lange Distanz. Den Gesamtsieg konnte sich Adrian Soica aus Italien sichern. Ihm winken nebst dem Titel ein Siegerpokal.

(qll)