Appenzell

28. April 2019 14:32; Akt: 28.04.2019 14:32 Print

Erster Ständerat für neue Legislatur gewählt

Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat mit Daniel Fässler (CVP) einen neuen Ständerat. Er ist das erste gewählte Mitglied des eidgenössischen Parlaments für die Legislatur 2019–2023.

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Daniel Fässler wurde am Sonntag (28. April 2019) an der Landsgemeinde in Appenzell als erstes Mitglied des Parlaments für die Legislatur 2019-2023 in den Ständerat gewählt. (Bild: Keystone/Thomas Delley)

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Die Landsgemeinde wählte den 58-jährigen Juristen und bisherigen Landammann Daniel Fässler am Sonntag mit deutlichem Mehr. Fässler tritt die Nachfolge des zurücktretenden Ivo Bischofberger an. Wie sein Vorgänger gehört Fässler der CVP an. 2008 wurde er in die Kantonsregierung gewählt, wo er das Amt des Landammanns (Regierungspräsident) innehatte und dem Volkswirtschaftsdepartement vorstand.

2011 wurde er in den Nationalrat gewählt. Im November 2018 erklärte er seinen Rücktritt aus der Regierung auf die Landsgemeinde 2019 hin.

Kurzfristiger Gegenkandidat

Lange galt Fässler als einziger Kandidat für den Ständerat. Erst drei Wochen vor der Landsgemeinde wurde per Inserat eines Bürgerkomitees der frühere Innerrhoder Finanzdirektor Thomas Rechsteiner als Alternative zu seinem Parteikollegen Fässler vorgeschlagen.

Im Kanton Appenzell Innerrhoden ist es möglich, Kandidierende kurz vor und auch noch während der Landsgemeinde vorzuschlagen. Rechsteiner blieb allerdings erfolglos.

Keine Zwischenwahl

Der neu gewählte Ständerat hat in Zürich Rechtswissenschaften studiert und das Anwaltspatent erlangt. Ab 1994 führte er in St. Gallen eine eigene Kanzlei. Nach ein paar Jahren als nebenamtlicher Bezirksrichter in Appenzell gehörte er 2004 bis 2008 dem Kantonsgericht an. Fässler wohnt in Appenzell. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Vereidigt wird der neugewählte Ständerat am 3. Juni. Spätestens am 2. Juni muss er deshalb sein Nationalratsmandat abgeben. Bis zu den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober verfügt der Kanton Appenzell Innerrhoden dann über keine Vertretung in der Grossen Kammer. Der Kanton verzichtete mit Zustimmung des Bundesrates auf eine Zwischenwahl.

(sda)

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