Ostschweiz

09. April 2019 17:19; Akt: 09.04.2019 17:19 Print

Es brauchte 6 Polizisten, um Teenie zu verhaften

Ein 16-Jähriger randalierte in einem Jugendheim, bedrohte Polizisten und biss einem in den Finger. Nun wurde er verurteilt.

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Das Jugendgericht Glarus schickte den Schwererziehbaren in Therapie. (Bild: Wikimedia/Rolf Zumbuehl)

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Polizisten waren im November 2016 in ein Heim im Kanton Zürich gerufen worden, wie die «Südostschweiz» am Dienstag schreibt. Grund war ein damals 16-jähriger Jugendlicher, der randaliert und seine Betreuer schwer bedroht hatte. Unter anderem warf er mit einem Eimer und einem Golfball um sich und zerstörte Wände und eine Tür.

Schliesslich brauchte es sechs Polizisten, um ihn zu verhaften. Als sie ihn zu Boden rangen, schrie er gemäss der Zeitung: «Ich bringe euch alle um.» Zudem biss er einen der Polizisten derart heftig in die Hand, dass dieser trotz Handschuh blutete.

Gericht schickt ihn in Therapie

Weil es sich bei dem Jugendlichen um einen Glarner handelt, war das Jugendgericht des Kantons Glarus zuständig. Die Hauptverhandlung fand bereits im vergangenen November statt. Nun wurde das Urteil veröffentlicht.

Das Gericht verurteilte den inzwischen 18-Jährigen zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Dies unter anderem wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte und versuchter einfacher Körperverletzung.

Wie die «Südostschweiz» schreibt, ordnete das Gericht zudem eine ambulante psychotherapeutische Behandlung an. Das Gericht folgt damit weitgehend den Anträgen der Jugendstaatsanwaltschaft und Verteidigung.

(20M)