Nationalratswahlen in St. Gallen

16. März 2011 11:40; Akt: 16.03.2011 17:24 Print

FDP und BDP spannen zusammen

Die St. Galler FDP und die 2009 gegründete BDP spannen bei den Nationalratswahlen zusammen.

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Die beiden Parteien vereinbarten am Mittwoch eine Listenverbindung. Die FDP hofft so ihren zweiten Sitz zurückzuerobern, den sie vor vier Jahren an die SVP verlor.

FDP-Kantonalpräsident Marc Mächler und BDP-Kantonalpräsident Roland Breitler informierten über die Listenverbindung. Mit dem Schulterschluss wollen FDP und BDP «jene bürgerlichen Kräfte stärken, die mit ihrer Politik für liberale, ehrliche und zukunftsgerichtete Lösungen einstehen».

Laut Breitler hat die BDP mit mehr als vier Parteien Gespräche geführt. Mit der FDP bestehe «die grösstmögliche Schnittmenge». Beide Parteien politisieren mitte-rechts. St. Gallen ist nach Solothurn der zweite Kanton, in dem FDP und BDP bei den Nationalratswahlen zusammenspannen.

FDP hofft auf zweiten Sitz

Die FDP hatte bei den Nationalratswahlen 2007 einen ihrer beiden Sitze an die SVP verloren. Dieses Mandat will sie 2011 zurückerobern, wie Mächler sagte. Würde die BDP der FDP zum Rückgewinn des Sitzes verhelfen, wäre das laut Breitler auch für die BDP zumindest ein Teilerfolg.

Noch lieber würde die BDP selber einen Sitz holen. Dieses Ziel sei aber schwierig zu erreichen, das sei klar, räumte Breitler ein. Die Bürgerlich-Demokratische Partei besteht im Kanton St. Gallen erst seit Anfang 2009. Sie hält bisher keinerlei Mandate.

BDP-Bezirksparteien gibt es in Wil, im Toggenburg, im Rheintal und im Sarganserland. Eine fünfte Bezirkspartei soll noch vor den Nationalratswahlen in St. Gallen gegründet werden.

(sda)