Horrorfahrt

16. November 2010 22:09; Akt: 17.11.2010 10:44 Print

Frau mehrfach vergewaltigt

von Sascha Schmid - Auf einer eineinhalbstündigen Fahrt haben zwei verheiratete Mazedonier eine Frau mehrfach vergewaltigt. Dafür sollen sie neun Jahre ins Gefängnis – und werden wohl ausgeschafft.

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Für die damals 39-jährige Frau war es eine Horrorfahrt. «Sie hatte schon mit dem Leben abgeschlossen», sagt Untersuchungsrichter Simon Burger. Begonnen hatte ihr Martyrium am 1. Mai 2007 um 1.50 Uhr in Konstanz. Nachdem sie den 26-jährigen Mazedonier Z. I.* im Casino kennengelernt hatte, bot dieser ihr an, sie nach Hause zu fahren. Im Auto sassen schon zwei mazedonische und ein serbischer Kollege von Z.I. Obwohl die Frau ein ungutes Gefühl hatte, stieg sie ins Fahrzeug. Schon kurz nach der Grenze hielt Z.I. auf einem Parkplatz bei Scherzingen an. Er zerrte die Frau aus dem Auto und zwang sie, ihn oral zu befriedigen. Z.I.s Kollege A.I. verging sich ebenfalls an ihr. Die Frau versuchte vergeblich, sich zu befreien. Nach rund 20 Minuten fuhren sie weiter. Während der Fahrt musste sie die zwei Männer oral befriedigen. Doch damit noch immer nicht genug: Bei Häggenschwil hielten sie wieder an und Z. I. und A. I. vergewaltigten ihr Opfer erneut mehrmals. Um 3.15 Uhr liessen sie die Frau in Wittenbach gehen, wo Anwohner diese verstört und weinend vorfanden.

Die vier Männer stehen morgen vor Gericht. Für die zwei Haupttäter wird eine Freiheitsstrafe von neun Jahren gefordert. Die zwei Mitfahrer, die tatenlos zuschauten, sollen für drei Jahre ins Gefängnis. Folgt das Gericht der Forderung, werden die Haupttäter – beides Familienväter – laut Burger wohl ausgeschafft. Diese bestreiten übrigens die Vergewaltigung. Sie sagten aus, der Geschlechts­verkehr sei einvernehmlich gewesen.

* Namen der Redaktion bekannt