Bad Ragaz SG

16. April 2019 19:17; Akt: 16.04.2019 19:17 Print

Frau wirft Bier und Hausrat aus Bordellfenster

Am Samstag warf eine Frau in Bad Ragaz Dutzende Flaschen und anderes aus dem Fenster eines Bordells und zerschlug damit sogar eine Autoscheibe.

Diese Aufnahmen kursieren derzeit auf Social Media. (Video: Leser-Reporter)
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«Es war einfach schrecklich», sagt S. K.* gegenüber 20 Minuten. In mehreren Videos, die zurzeit in den sozialen Medien kursieren, sieht man, wie eine dunkelhäutige Frau ungeniert den Hausrat vom Balkon eines Hauses auf die Strasse wirft. K. führt im unteren Stock der Liegenschaft eine Kontaktbar. «Zuerst waren es nur Briefe, die aus dem Fenster geflattert kamen. Ich sammelte sie auf. Doch nach rund einer Stunde flog die erste Flasche», sagt K.

Dabei blieb es aber nicht. Wie man im Video sieht, wirft die Frau Dutzende Bierflaschen auf die Strasse und auch die Harasse fliegen hinterher. Auch ein Ventilator und ein Stuhl blieben nicht verschont. «Sie wollte sogar den Kühlschrank hinaustragen und auf die Strasse werfen, aber der war ihr dann wohl zu schwer», sagt K.

«Wakanda Forever»

Das Ganze sei rund eine halbe Stunde so gegangen. «Sie hätte mit einer der Kisten fast einen meiner Gäste erschlagen. Der Harass hat ihn nur um Millimeter verfehlt», berichtet K. Zudem ist im Video zu hören, wie die Frau «Wakanda Forever» schreit. «Wakanda» ist ein fiktives afrikanisches Königreich aus dem Marvel-Film «Black Panther». Der Gruss «Wakanda Forever» drückt im Film die Solidarität zwischen den Landsleuten aus. Man verschränkt dabei die Arme vor der Brust. Das tut auch die Frau aus dem Bordell, nachdem sie diesen Gruss ausgesprochen hat.

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Die Frau arbeitet offenbar im Bordell, das sich im oberen Stock des Hauses befindet, wie die Inhaberin des Clubs darunter berichtet. Gegenüber 20 Minuten wollte der Bordellbesitzer nicht Stellung nehmen.

Die Kantonspolizei St. Gallen hat auf Anfrage bestätigt, dass es am Samstag von 13.35 bis 13.50 Uhr zu einem Einsatz an besagter Adresse gekommen ist. «Die Frau wurde daraufhin in ärztliche Behandlung übergeben», sagt Mediensprecher Florian Schneider. Der Sachschaden am Auto betrage rund 1000 Franken.


* Name der Redaktion bekannt


(juu)