St. Gallen

05. Januar 2016 16:54; Akt: 05.01.2016 16:54 Print

Fuchs und Dachs rücken weiter in die Stadt vor

In St.Gallen registriert ein Web-Projekt alle gemeldeten Wildtier-Beobachtungen auf Stadtgebiet. Es zeigt: Die Rückeroberung ist in vollem Gang.

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«Viele Wildtiere leben vor unserer Haustüre», sagt Sandra Gloor, von der Geschäftsstelle Verein StadtNatur. Um den Bewohnern das urbane Tierleben näher zu bringen, lancierte die Stadt St. Gallen im Mai 2015 im Rahmen des Projekts Natur findet Stadt zusammen mit WWF, Pro Natura und dem Naturmuseum die Website stadtwildtiere.ch.

In den ersten acht Monaten sind 161 Rückmeldungen auf der Website eingegangen, wie die Stadt am Dienstag meldete.«Am häufigsten wurden mit je gut 40 Beobachtungen Füchse und Igel gesichtet», sagt Karin Hungerbühler vom Amt für Umwelt und Energie der Stadt St.Gallen. Dahinter folgen Rehe, Dachse und Marder. Einige Eintragungen betreffen auch Eichhörnchen, Siebenschläfer, Feldhasen oder Waldmäuse.

Dachse rücken weiter vor

Auch Dachse wurden letztes Jahr oft gesichtet. Im Jahr 2013 etwa schlugen sich zwei Wildtiere auf dem Rosenberg die Bäuche mit Vogelfutter voll. Nun gibt es laut Gloor schon Bauten im Gebiet der Fachhochschule St.Gallen. Auch Peter Baumann, Leiter der Abteilung Tierschutz/Wildtiere bei der St. Galler Stadtpolizei, bestätigt dies: «Die Population der Dachse hat wieder zugenommen.» Die meisten Bauten gebe es am Rosenberg. Baumann: «Manchmal leben Dachse und Füchse zusammen in einem Bau.»

Im Sommer wurde zudem ein Schwarm Glühwürmchen in der Waldrainstrasse gemeldet. «In der Ostschweiz ist vor allem das grosse Glühwürmchen heimisch», sagt Zoologe Ingo Rieger. Diese Tierchen sind vor allem im Sommer während der Paarungszeit aktiv.

2016 folgen weitere Städte

Auf stadtwildtiere.ch kann jede Tier-Beobachtung auf dem Stadtplan eingetragen werden. «Ein Ziel des Projektes ist es, Wildtiere im Siedlungsraum sichtbar und erlebbar zu machen. Informationen sollen Wissenslücken über die Nutzung städtischer Lebensräume durch grössere und kleinere Wildtiere schliessen», sagt Gloor.

In der Stadt Zürich wird die Plattform bereits seit 2013 rege genutzt, in St.Gallen seit dem letzten Jahr. «Inzwischen sind weit über 1000 wilde ‹Mitbewohner› gemeldet worden», sagt Gloor. Dieses Jahr sollen weitere Schweizer Städte zum Projekt stossen, unter anderem Bern und Winterthur.

(mlü)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mk3 am 05.01.2016 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lebensraum

    ....falsch,nicht die tiere sondern der mensch dringt immer mehr in IHR lebensraum.

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  • Faebl1893 am 05.01.2016 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    der mensch rückt immer näher zu fuchs und dachs vor

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  • J.P. am 05.01.2016 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ist das mühsam

    zuerst der Wolf, nun auch noch der Fuchs und bald kommen uns die Rehe auch noch zu nahe................jetzt fehlen nur noch die Bären! Mir geht das Gejammere langsam auf den Wecker. PS: mir kommen im Sommer die Igel zu nahe, habe nämlich 6 Igel im Garten. Soll ich das nun melden?!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Brummbär am 06.01.2016 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Die Headline ist falsch

    Die Tiere rücken nicht vor, die Stadt tut es. Bald haben die Tiere keine andere Wahl mehr und leben in der Stadt. Dort werden sie dann zum Abschuss freigegeben weil sie Wie die Wölfe "Dem Menschen zu nahe kommen". Mein Vorschlag währe das mann alle nicht schweizer rauswirft. Dadurch senkt sich die Anzahl platzbedürftiger Personen um über 2 Millionen. So kann Wohnraum gespart werden und die Natur muss nicht mehr bedrängt werden. Da sich der Mensch aber über Alles stellt wird das nie geschehen.

  • Noldi Schumacher am 06.01.2016 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Überall wo der Wald in der Nähe ist,

    oder sonst ein Rückzugspatz vorhanden ist, gibt es Füchse und Marder usw. Fressbares in Abfallsäcken locken eben an. Man sollte Solches extra gut verpacken und den Abfall erst am Sammeltag auf die Strasse stellen. Okay, wenn dies früh geschieht, heisst es halt aufstehen. Sonst liegen die Säcke aufgerissen auf Trottoir und er Strasse herum. Wiederum kein Vergnügen für den Kehrrichtmann!

  • Jane38 am 06.01.2016 07:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bauen

    es ist wohl eher so dass wir den tieren immer näher kommen mit unseren überbauungen

  • C.Lenz SH am 06.01.2016 06:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bekannt

    Habe schon im vergsngenen Jahr spätabends einen Dachs im Wohnquartier über die Strasse laufen gesehen. Und das ganz gemütlich obwohl ich mit dem Töff zu fahren kam,er schien sich nicht daran zu stören . Hab mich gefreut. Füchse sind ja schon lange unterwegs.

  • MOMO am 06.01.2016 06:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SUPER WILDTIERE

    Wenn der Mensch sich auch so gut anpassen koennte wie die Tiere haetten wir alle mer Freude + zussmmen hang wer Tiere nicht LIEBT ist auch nicht FAEHIG etwas anderes zu LIEBEN mir bedeuten zusammen sein mit Tieren sehr viel!!!!