99 Prozent

24. Januar 2018 11:59; Akt: 24.01.2018 11:59 Print

Für Unterschriften geht die Juso bis nach Konstanz

Kapitaleigner stärker besteuern: Für dieses Anliegen der Juso sollen kommenden Samstag Schweizer Einkaufstouristen in Konstanz unterschreiben.

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Zielgruppe Sparfüchse: Die Jungsozialisten des Kantons Thurgau wollen kommenden Samstag in Konstanz auf Unterschriftenjagd für ihre 99-Prozent-Initiative gehen. Die Partei hofft nämlich auf Unterschriften von Schweizer Einkaufstouristen, wie aus einer Medienmitteilung der Partei hervorgeht. Mitglieder aus der ganzen Schweiz werden dabei sein, schreibt die Juso weiter.

Die Strategie der Juso scheint logisch: Die 99-Prozent-Initiative verlangt im Wesentlichen, hohe Kapitaleinkommen, sprich Dividenden, Zinsen und Börsengewinne, viel stärker als Löhne zu besteuern. Gleichzeitig sollen die Steuern für Wenig- und Normalverdienern gesenkt werden.

Konstanzer Läden sind für den Ostschweizer Detailhandel eine starke Konkurrenz: Immer wieder beklagte sich die Branche über Umsatzverluste wegen Einkaufstourismus. Die Konstanzer selber schossen auch schon gegen Schweizer Schnäppchenjäger, unter anderem wegen Falschparkieren und Betrug am Zoll.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus am 24.01.2018 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine anderen Probleme?

    ich höre nun noch Juso... bietet dies ewig gestrigen doch nicht immer eine Plattform... es ist ja langsam nicht mehr zum aushalten!!

  • Ein Leser am 24.01.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Steuerhinterzieher

    Die grössten Steuerhinterzieher sind sowieso in der SP selber. Vonwegen soziale Partei. Sozial ist wer sich für Gerechtigkeit und gegen die Aussenpolitik einsetzt, denn wir haben in der Schweiz genug arme Leute.

    einklappen einklappen
  • Peter Lustig am 24.01.2018 12:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grund

    Liegt wohl daran dass sonst niemand unterschreibt... :D

Die neusten Leser-Kommentare

  • Böse Zunge am 24.01.2018 16:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Motz motz motz

    Ich mag die Juso ja auch nicht. Aber diese Initiative scheint mir wirklich seriös zu sein. Sie verlangt, dass Kapitaleinkommen z.B. Zinsen, Dividenden) welche insgesamt über einen Freibetrag von z.B. 100'000 Fr. liegen neu mit 150 % anstatt wie bisher mit 100% besteuert werden. Die zusätzlichen Einnahmen sollen einerseits für Steuersenkungen zugunsten der Unter- und Mittelschicht und andererseits für die Soziale Wohlfahrt (z.B. Prämienverbilligung, AHV, Ergänzungsleistungen usw.) verwendet werden. Aber hier schimpft man über die Initiative, weil sie von der JUSO kommt. Im gleichen Atemzug kann man sich natürlich über die immer grösser werdende Kluft zwischen Arm und Reich, den steigenden KK-Prämien oder der niedrigen Besteuerung von Superreichen beklagen. Verkehrte Welt!

  • Anony Mouse am 24.01.2018 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und Börsenverluste?

    Kann man die dann von den Steuern abziehen? Die Mittelschicht, welcher es immer schlechter geht und sich mit Fonds und Aktien etwas bessere Renditen als auf dem Bankkonto versprechen, werden von dieser Idee genau so betroffen sein.

  • Karl Dell am 24.01.2018 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    Soziale Gerechtigkeit

    Zum Glück setzt sich noch jemand für Soziale Gerechtigkeit ein. Wollt Ihr denn nicht auch weniger Steuern zahlen? Die Topverdiener kompensieren dies dann so fehlt kein Geld in der Staatskasse. Eine faire Lösung grundsätzlich.

  • Peter am 24.01.2018 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten

    Was für ein Witz, von Sozial reden und dann einige wenige benachteiligen damit andere profitieren. Klar hätten wir alle gerne mehr, aber hier geht es nur noch nach "ungerecht behandelt fühlen" und nicht nach fakten. Das Einkommen muss gesondert von der besteuerung betrachtet werden und warum sollten wir nicht alle gleich besteuert werden? Nur dann ist es ja Sozial.. so ein Quatsch. Kann man mal aufhören denen ne Plattform zu geben, sollen mal arbeiten gehen!! Das die keinen Job haben sieht man ja auf 50 Meter Distanz.

  • Peter Vogel am 24.01.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    sicher prüfenswert

    Die Initianten sind zwar unsympatisch, die Initiative geht aber in die richtige Richtung. Die Reichen profitieren zu stark von den Vorteilen viel Geld zu haben und die Allgemeinheit hat nichts davon.