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18. August 2019 18:03; Akt: 18.08.2019 22:07 Print

Illegaler Handel mit Hunden besorgt Behörden

Der illegale Hundehandel nimmt zu. Vierbeiner werden online gekauft und aus dem Ausland eingeschleppt. Für die Besitzer kann das teuer werden.

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Nach Einschätzungen des Bundes soll mittlerweile jeder zweite Hund aus dem Ausland in die Schweiz importiert worden sein. (Symbolbild) «Wir erhalten zurzeit im Schnitt täglich eine Meldung mit Verdacht auf einen illegal in die Schweiz eingeführten Hund», so der St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche gegenüber der «Schweiz am Wochenende». Die Verkäufer sollen gehäuft aus osteuropäischen Ländern kommen. Dort würden sie unter schlechten Bedingungen gezüchtet, zu früh von ihren Müttern getrennt oder aus Tierheimen beschafft. (Symbolbild) Strafbar macht sich, wer einen solchen Hund über die Grenzen gebracht oder ohne Bewilligung mit ihnen gehandelt hat, heisst es im Artikel weiter. (Symbolbild) Ob der Hund bei den jeweiligen Besitzern bleiben darf, entscheidet das zuständige Veterinäramt. «Theoretisch darf man die Hunde enteignen», sagt Hansueli Beer, Präsident der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft, gegenüber 20 Minuten. Der illegale Handel stellt auch ein grosses Risiko für andere Tiere und Menschen dar: In Ländern wie der Türkei, Albanien und Serbien herrscht ein erhöhtes Tollwutrisiko. (Symbolbild) Da es keinen Test gebe, mit dem das Tollwutvirus bei lebenden Tieren zweifelsfrei festgestellt werden könne, müssten die Amtstierärzte solche Hunde einschläfern, schreibt die Zeitung weiter. (Symbolbild) «Es ist nie seriös, wenn man Tiere per Mausklick bestellen kann und diese innert weniger Tage geliefert werden», wird in einem Ratgeber des Bundes aufgeklärt. (Symbolbild)

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Tierhalter sind nach dem Kauf ihrer Schützlinge oft überfordert und kommen mit der neuen Verantwortung nicht zurecht. Verschärft wird das Problem dadurch, dass immer mehr Hunde übers Internet gekauft werden. «Das Problem ist, dass Online-Käufe oft spontan sind. Viele zukünftige Tierhalter machen sich kaum Gedanken über die Konsequenzen», so der St. Galler Kantonstierarzt Albert Fritsche gegenüber der «Schweiz am Wochenende».

Nach Einschätzungen des Bundes soll mittlerweile jeder zweite Hund aus dem Ausland in die Schweiz importiert worden sein. Der Grenzkanton St. Gallen sei davon besonders betroffen. «Wir erhalten zurzeit im Schnitt täglich eine Meldung mit Verdacht auf einen illegal in die Schweiz eingeführten Hund.» Die Verkäufer sollen gehäuft aus osteuropäischen Ländern kommen. Dort werden die Hunde laut dem Artikel der Zeitung unter schlechten Bedingungen gezüchtet, zu früh von ihren Müttern getrennt oder aus Tierheimen beschafft. Auch der Transport in die Schweiz sei für die Vierbeiner oft unangenehm: In Kofferräumen oder Gepäckfächern von Cars würden Welpen unbemerkt über die Grenzen geschmuggelt.

Hunde mit Verdacht auf Tollwut werden eingeschläfert

Strafbar mache sich, wer einen solchen Hund über die Grenzen gebracht oder ohne Bewilligung mit ihnen gehandelt habe, heisst es im Artikel weiter. Erfahren die Behörden vom ungeregelten Verkauf, müssen die Kosten für die Abklärungen des Zolls und des Veterinärdienstes als Busse von den neuen Besitzern bezahlt werden, wie es in der Zeitung weiter heisst. Hinzu kommen allfällige Kosten für eine Quarantäne.

Ob der Hund bei den jeweiligen Besitzern bleiben darf, entscheidet das zuständige Veterinäramt. «Theoretisch darf man die Hunde enteignen», sagt Hansueli Beer, Präsident der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft, gegenüber 20 Minuten. In der Regel werde darauf den Hunden zuliebe aber verzichtet.

Der illegale Handel stellt auch ein grosses Risiko für andere Tiere und Menschen dar: In Ländern wie der Türkei, Albanien und Serbien herrscht ein erhöhtes Tollwutrisiko. Wird bei einem importierten Hund ein Verdacht auf Tollwut erhoben, kann das fatale Folgen für den Vierbeiner haben: «Da es keinen Test gibt, mit dem das Tollwutvirus bei lebenden Tieren zweifelsfrei festgestellt werden kann, müssen die Amtstierärzte solche Hunde einschläfern», so die «Schweiz am Wochenende».

Persönlicher Kontakt zum Züchter ist zentral

«Augen auf beim Hundekauf» – so heisst der Ratgeber, der 2018 vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen und dem Schweizer Tierschutz veröffentlicht wurde. «Es ist nie seriös, wenn man Tiere per Mausklick bestellen kann und diese innert weniger Tage geliefert werden», wird darin beispielsweise aufgeklärt. Fritsche hebt hervor, dass der persönliche Kontakt zum Züchter zentral sei. Durch einen Besuch vor Ort sollen die Zustände, in denen der Hund lebt, geklärt werden. Beer ergänzt: «Die Leute denken, nur weil der Anschaffungspreis tiefer ist, machen sie ein Schnäppchen.» Dass dafür spätere Tierarztbesuche und Therapien aufgrund der Herkunft viel höhere Kosten verursachen, realisieren viele nicht.

(mwa)