Gossau SG

12. Juli 2019 14:13; Akt: 12.07.2019 15:30 Print

Gaffer werden mit hohen Bussen bestraft

Nach einem tödlichen Unfall auf der A1 bei Gossau SG wurden nun ein knappes Dutzend Gaffer angezeigt, die den Unfallort während des Fahrens filmten.

Mehrere Personen filmten am Mittwoch den Unfallort im vorbei fahren. (Video: BRK News)
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«Wir haben ein knappes Dutzend Autofahrer zur Anzeige gebracht», sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, gegenüber dem Online-Portal FM1Today. Es geht um den tödlichen Unfall, der sich am Mittwoch auf der A1 zwischen St.Gallen-Winkeln und Gossau SG zugetragen hat. Ein Lieferwagen-Chauffeur stellte sein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen ab, weil er keinen Treibstoff mehr hatte.

Der 34-Jährige verliess daraufhin seinen Lieferwagen. In der Zwischenzeit fuhr ein Kleinbus in Richtung Zürich, gelangte aus bislang unbekannten Gründen auf den Pannenstreifen und prallte in den verlassenen Lieferwagen. Nach dem Aufprall kippte der Kleinwagen zur Seite. Der 26-jähriger Mitfahrer verstarb beim Unfall, der 49-jährige Fahrer wurde leicht verletzt.

«Grobe Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer»

Ein Video zeigt, wie diverse Lenker, die an der Unfallstelle vorbei fuhren, versuchten alles mit ihren Handys zu dokumentieren. «Solch ein Verhalten gefährdet massiv die Verkehrssicherheit und wird nicht toleriert», so Schneider. Deshalb werden die Gaffer nun für ihr Verhalten bestraft.

Wie hoch das Strafmass genau ausfallen wird, sei noch unklar. In der Regel handle sich um eine Busse von 300 Franken, so Beatrice Giger, die Medienbeauftragte der Staatsanwaltschaft des Kanton St.Gallen zum Online-Portal. Falls der Gaffer durch sein Verhalten eine grobe Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer bewirkt habe, könne die Strafe auch höher ausfallen. Hinzu käme dann ein Eintrag im Strafregister und ein eventueller Entzug des Fahrausweises.

Entscheidender Hinweis noch nicht eingegangen

Es werde keine Statistik zu Gafferfällen geführt, so Giger. Sie würden aber relativ selten verzeigt werden. Deutlich höher sei die Anzahl Anzeigen derer, welche während des Fahrens Nachrichten schreiben würden.

Erste Priorität habe jetzt aber sowieso die Aufklärung des schweren Unfalls. Die Polizei suche nach wie vor Zeugen, die Angaben zum Fahrverhalten des 46-jährigen Kleinbuslenkers machen können. Laut Scheider sei der entscheidende Hinweis bisher nicht eingegangen.

(mwa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dante1991 am 12.07.2019 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boah...

    Die Person im Mini ist ja wirklich unterste Schublade. Hält fast noch an.

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  • Meier am 12.07.2019 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wohl verdiente busse

    Finde ich gut.

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  • Tanja am 12.07.2019 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Anstiftung

    Leser zu anzustiften Bilder oder Filme zu machen und einzusenden sollte auch bestraft werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 14.07.2019 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gesellschaft die ihre Kinder die Gaffer

    Eine Gesellschaft die ihre Kinder die Gaffer von heute NICHT im Griff hat, wird noch schlimmes erleben

  • Bürger am 14.07.2019 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    Gaffer haben eine Psychische Störungen

    Gaffer haben eine Psychische Störungen, darum filmen viele auch Tote und machen Fotos

  • Zinga am 13.07.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bestrafen

    Noch höhere Bussen und Sanktionen es muss richtig weh tun

  • Person am 13.07.2019 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Gaffer sind so richtig Medien-geil

    Gaffer sind so richtig Medien-geil darum werden die meisten noch bezahlt fürs filmen und für die Fotos machen. Der Medien ist es egal ob Verletzte oder Tote

  • Leser am 13.07.2019 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn die Realität es will,

    Wenn die Realität es will, werden verschiedene von den Gaffer eines - Tages selber zu den Unfallopfer gehören. Ob Verletzt oder Tot das weiss keiner im Voraus