Braunwaldalp

20. Januar 2020 05:03; Akt: 21.01.2020 09:11 Print

Gasthof-Wirtin fühlt sich von Google schikaniert

In einer Anzeige von Google wurden Fehlinformationen über den Berggasthof Ortstockhaus verbreitet. Bis diese angepasst wurden, musste die Hauswirtin viel investieren.

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Der Beitrag von Google über das Ortstockhaus auf der Braunwaldalp habe bei der Hüttenwirtin Maya Rhyner wochenlang für Ärgernis gesorgt, wie der Ktipp berichtete. Wer den Berggasthof mit Google suchte, bekam für einige Monaten die Information zu lesen, dass es sich um ein Dreisternehotel mit kostenlosen Regionalgerichten im Angebot handle. «Das ist Schwachsinn. Wir sind weder ein Hotel noch geben wir Gratisessen ab», so Rhyner.

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Google erstellt selber Beiträge

Über die Brancheneinträge, die sich auf der rechten Seite bei einer Suche befinden, werden die Geschäftsinhaber nicht informiert, da die Suchmaschine die Angaben teils selber einfügt. «Nur per Zufall stiess ich vor ein paar Monaten auf die falschen Angaben», so Rhyner. Sie habe anschliessend versucht den Eintrag über das Ortstockhaus selber zu korrigieren.

Dies gelang ihr aber nicht, da nur Google die selbst erstellten Beiträge ändern könne. Mit einem kostenlosen Business-Account könne man aber als Geschäftsinhaber gewisse Informationen des Firmeneintrages selber bearbeiten, heisst es weiter im Artikel.

Wochenlange Schikane

Die Hüttenwirtin habe die Fehlinformation noch vor Beginn der Wintersaison richtigstellen wollen, da sie keine Gäste enttäuschen wollte. Rhyner habe sich der Suchmaschine als die Betreiberin des Berggasthofes ausgewiesen, das Problem geschildert und einen Rückruf verlangt. Doch Google habe sich stur gestellt, so Rhyner.

Nach einigen Beweisfotos und Telefonaten mit Google habe man das Problem erst eine Woche vor Weihnachten beheben können. «Glücklicherweise sind keine Gäste bezüglich der kostenlosen Angebote auf uns zugekommen», so die Hüttenwirtin zu 20 Minuten. Laut der Wirtin sei das Ganze trotzdem eine mühsame Sache und sie fühle sich schikaniert. Die Medienstelle von Google liess die Fragen zum konkreten Fall unbeantwortet, berichtete der Ktipp.

Vorgehen bei falschen Google-Angaben

Als Firmenbesitzer solle man regelmässig die Angaben im Google-Beitrag überprüfen, so die Empfehlung des Konsumentenportals Ktipp. Mit der Eröffnung eines kostenlosen «Google My Business»-Geschäftskontos lassen sich einige Angaben ändern. Wenn eine gewünschte Änderung nicht möglich sei, könne man mit dem Link einen Rückruf von Google fordern und das Problem anschliessend so schildern. Falls man bis hierhin keinen Erfolg habe, könne man per Gericht die Löschung der falschen Daten fordern. Zuständig seien die Gerichte in Zürich, beim Sitz von Google Schweiz.

(gab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • leser2020 am 20.01.2020 05:39 Report Diesen Beitrag melden

    eine schande

    typisch Google. sich selbst was ausdenken oder zusammensuchen und dann versuchen, einen Business Account zu verkaufen, um an Kohle zu kommen. Unterste Schublade. Andere Firmen machen es mit irgendwelchen Telefonbüchern gleich.

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  • Lieni50 am 20.01.2020 05:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    man muss diesen Kolossen die Flügel stutzen ....unbedingt !

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  • Blaaawwwooo am 20.01.2020 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tipps & Tricks mit K-Tipp

    Easy, kurz die Gerichte in Zürich einschalten und schon hat man die Probleme mit Google gelöst. Wo ist das Problem, nicht wahr. Danke für den K-Tipp!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Max Peret am 20.01.2020 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wie du mir, so ich dir

    Objektiv müsste man hier nach einem ersten Hinweis auf falsche Angaben ohne Reaktion von Google sofort einen Eingeschriebenen schicken mit Ultimatum - bei Nichterfüllung klage wegen Ruf- und Geschäftsschädigung.

  • Kein Google Fan am 20.01.2020 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Abzockerei Google

    Typisch amerikanisches Geschäftsgebahren, nur auf Abzocke hinaus.

  • oki am 20.01.2020 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratisessen klingt plausibel

    Einfach ignorieren wer so etwas glaubt ist selbst Schuld und hatte einen schönen Ausflug.Und bei Ärger kann er ja google verklagen.

  • C. Rigozzi am 20.01.2020 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur Google lesen

    Rigozzi würde wieder toben wenn Sie kein Gratismenu bekommen würde. Nachdem die schon via App reserviert!

  • sandylein1983 am 20.01.2020 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von Google nicht in Ordnung

    Finde, ich schon nicht so in Ordnung was da Google gemacht hat mit der Wirtin! Aber gut konnte sie, es jetzt nach lange hin und her selber lösen mit Google