Bürglen

17. Februar 2011 18:34; Akt: 18.02.2011 13:27 Print

Gemeinde sucht Bleibe für den Müll-Terroristen

Seit Dezember könnte Müll-Kosovare Murtez Ademaj aus seiner Wohnung gewiesen werden. Nichts geschah. Jetzt sucht die Gemeinde eine Lösung.

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Murtez und Zize Ademaj in ihrem vermüllten Garten. (Bild: 20 Minuten/mko)

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«Wir wollen nicht, dass Herr Ademaj uns vorwerfen kann, wir hätten ihn auf die Strasse gestellt», begründet der Bürgler Gemeindepräsident Armin Eugster (CVP) die überraschende Wende im Fall des Müll-Kosovaren aus dem Thurgau.

Und: Man sei daran eine Lösung für die sechsköpfige Familie zu finden. «Wir versuchen nur zu vermitteln», sagt Eugster. Für die Miet- und Umzugskosten müsse der Kosovare selbst aufkommen. Bis anhin hatte die Gemeinde im Umgang mit den Ademajs eine unnachgiebige Haltung eingenommen.

Das Oberhaupt der Familie, der 56-jährige Murtez Ademaj, liegt seit bald einem Jahr in einem bizarren Streit mit den Behörden. Seinem Ärger machte der IV-Rentner letztes Jahr Luft, indem er seinen Garten in eine stinkende Mülldeponie verwandelte (20 Minuten Online berichtete).

Im Dezember erliess das zuständige Bezirksgericht einen Räumungsbefehl. Ohne Folgen: Die Familie macht keine Anstalten, das Haus zu verlassen. Und der Vermieter zögert mit der Vollstreckung.

Im Dorf sind die Meinungen geteilt: Während die einen Mitleid mit den Kindern der Ademajs zeigen, finden andere, es reiche nun: «Der tanzt allen auf der Nase herum und dafür sucht man ihm jetzt eine Wohnung», sagt ein Gewerbler. «Das soll einer verstehen.»

(mko/eli)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wendehals am 18.02.2011 00:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wendehals....

    Herr Eugster ist ein richtiger "Wendehals"....!!

  • wasd am 17.02.2011 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    ademai

    wie verweichlicht sich die schweiz zeigt!!!auch nach der ausschaffungs-intiative ist noch nichts passiert pfui

    einklappen einklappen
  • Maki am 17.02.2011 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht im ernst?!

    «Wir wollen nicht, dass Herr Ademaj uns vorwerfen kann, wir hätten ihn auf die Strasse gestellt» Da verschlägts einem die Sprache, das kann der Gemeindepräsident doch nicht ernst meinen?? Soll es vielleicht noch ein luxuriöses Einfamilienhaus an bester Lage sein, damit sich die Gemeinde nicht vorwerfen lassen muss, sie hätte ihm eine entwürdigende Baracke zur Verfügung gestellt?

Die neusten Leser-Kommentare

  • rosie am 02.03.2011 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    unfassbar!

    füsse, beine, rücken, hände - alles schmerzt und ich bin froh wenn ich abends von der Arbeit nach Hause komme. Ich zahle meine Steuern, bin ein anständiger Bürger. Wenn ich dies so lese weiss ich nicht was ich peinlicher finde... die rücksichtsvolle Haltung der Gemeinde oder die beharrlichkeit der Familie. Kopfschütteln löst diese Geschichte allemal bei mir aus.

  • K.W. am 20.02.2011 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das Fass ist voll!

    Jetzt reicht aber!!! Wenn eine Schweizer Familie die gleiche tut, wird grad gebüsst und bestraft! Schweige denn, auch keine Wohnung bekommen! Wo leben wir? Herr Ademaj wird, so zu sagen, noch mit Wohnung suchen geholfen! Ausschaffen und die Einreise lebenslänglich verbiten! Das ist die einzige Lösung für uns Steuerzahler!

  • Larissa am 20.02.2011 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Bleibe bei einer Müll-Deponie besorgen

    damit sie das bekommen, was sie verdient haben.

  • KDM am 19.02.2011 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wo soll das noch hinführen?

    Na bravo! Was ist aus unserer Schweiz geworden, wo Ausländer Ihre IV-Rente bestimmen und mit solchen "Müll"- Aktionen noch belohnt werden!! Mach das mal als Schweizer Bürger, dann wirst du sofort gebüsst oder noch schlimmer bestraft! Arme Schweiz, die sich mehr für aufsässige Ausländer sorgt als für Ihre eigenen Landsleute!

  • Vermieter am 18.02.2011 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wie gross darf denn die Wohnung sein?

    Herr A. führt unsere Behörden und Gerichte nach Belieben vor und kassiert dafür noch eine schöne Stange Geld vom Steuerzahler. Wetten, dass ihm die zugewiesene Wohnung nicht gefallen wird. Keine Sorge, Herr A., wir Deppen vom Amt werden so lange suchen, bis wir eine Wohnung gefunden haben, die Ihren Ansprüchen genügt. Unsere Amtsgeschäfte können derweil warten. Und wenn Ihre neuen Nachbarn es nicht so prickelnd finden, dass Sie einziehen, werfen wir diese kurzerhand auf die Strasse. Aber natürlich nur, falls es Schweizer sind.