Raduner-Areal

05. Januar 2016 09:56; Akt: 05.01.2016 10:29 Print

Grossbrand – Verdächtiger wieder auf freiem Fuss

Auf dem Raduner-Areal in Horn TG kam es im August zu einem Grossbrand. Wegen Verdachts auf Brandstiftung sass ein Mann in U-Haft. Nun wurde er entlassen.

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Inferno in Horn TG: Erst stand eine Halle, dann fünf bis sechs Gebäude in Flammen. Der Brandherd aus der Vogelperspektive. Feuer und massiv viel Rauch. Das Raduner-Fabrikareal am Bodensee. Von den Gebäuden ist nur noch das Gerippe zu sehen, Überreste auf dem Raduner-Fabrikareal. Das Ausmass des Schadens ist noch nicht genau bezifferbar. Wasser aus dem Bodensee: Der Super-Puma im Einsatz. Superpuma-Pilot Jürg Niemeyer schüttete 264 Tonnen auf das brennende Gebäude. Unterstützung von der Armee. Vor Ort ist noch immer massiv viel Rauch. Zwei Helikopter unterstützen die Feuerwehr. Löscharbeiten auf dem Raduner-Areal. Zwei Superpumas und ein Eurocopter sind am Nachmittag zum Löschen im Einsatz. Ein Superpuma lädt Wasser. Pro Flug kann er 4000 Liter Wasser transportieren. Ausser Kontrolle: In Horn TG frisst sich ein Feuer durch mehrere Gebäude. Der Brand war während Stunden nicht zu kontrollieren. Die Feuerwehr ist mit mehr als 200 Personen vor Ort. Dichter Rauch verdunkelt den Himmel. Die Rauchwolke verdunkelt sogar den stahlblauen Himmel. Meterhohe Flammen sind auf dem Gelände zu sehen. Ein Superpuma der Schweizer Armee bei Löscharbeiten auf dem Raduner-Areal. Der Brand war auch Stunden nach Ausbruch noch nicht unter Kontrolle. Die Lagerhallen hätten abgerissen werden sollen. Die Gebäude sollten Wohnhäusern weichen. Die Situation vor Ort. Schwierige Löscharbeiten. Riesige Flammen und eine Rauchsäule sind vom nahen Bahngleis aus zu sehen. Ein Feuerwehrmann pumpt zum Löschen Wasser aus dem Bodensee . Flammen schlagen aus dem Gebäude. Wegen der starken Hitze mussten die Einsatzkräfte immer wieder Pausen einlegen. Blick vom Bodensee. Das Gebäude ist früher eine Textilfabrik gewesen. Die Feuerwehren versuchen zu verhindern, dass das Feuer auf weitere Gebäude übergreift. Das brennende Gebäude wird als Lagerhalle für Antiquitäten und Liquidationsgüter genutzt. Menschen sind nach ersten Erkenntnissen keine verletzt worden. Augenzeugen berichten von einer grossen Aufregung. Laut der Kantonspolizei Thurgau ist ein Grossaufgebot an Löschfahrzeugen und Sanität vor Ort. Schwarzer Rauch über Horn TG. Die Rauchsäule ist seit dem frühen Morgen weitherum sichtbar. Das brennende Gebäude befindet sich in einem Industriegebiet in Horn. Auch nahe Oberegg ziehen Rauchschwaden vorbei. Blick von Nonnenhorn (D) aus. Mega-Rauchsäule vor blauem Himmel. Die Lage kurz vor 9 Uhr. Blick von Nonnenhorn (D). So sieht es von Rorschach her aus. Insgesamt stehen sechs Feuerwehren im Einsatz. Es sei ein schwieriger Einsatz, heisst es seitens der Rettungskräfte. Eine Herausforderung für die Einsatzkräfte. Die Flammen schlagen aus dem Gebäude. Auf dem Gelände sind bis zu sechs Gebäude betroffen. Rauchsäule über dem Areal. Riesige Rauchwolken. Die Sonne leuchtet durch die Rauchwolke. Die Verantwortlichen an der Pressekonferenz zum Grossbrand am 3. August in Horn TG. Sicht aus einem Flugzeug über dem Bodensee.

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Bei einem Grossbrand am 3. August wurde das Raduner-Areal in Horn völlig zerstört. Bei der Löschung standen 205 Personen von insgesamt sechs Feuerwehren und drei Armee-Helikopter im Einsatz.

Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Brand von Menschenhand herbeigeführt wurde. «Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass wir technische und natürliche Ursachen als Brandursache ausschliessen können», sagte Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, damals.

Das Feuer muss laut Brandermittlern in den Räumen des Brockenhauses «Gwunderland» ausgebrochen sein. Es wurden mehrere Brandherde lokalisiert, wodurch sich der Verdacht erhärtete, dass jemand den Brand gelegt hatte. Der Besitzer des Brockenhauses, Max Niederer, sprach schon am Tag des Brandes von Brandstiftung.

Aus U-Haft entlassen

Ende Oktober wurde schliesslich ein Mann verhaftet. Er wird der Brandstiftung verdächtig. Bei ihm handelt es sich gemäss Recherchen von 20 Minuten um den 63-jährigen Verwalter des Areals E. M.*

Wie das «St. Galler Tagblatt» am Dienstag schreibt, wurde nun eine Person aus der U-Haft entlassen. Stefan Haffter, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Thurgau bestätigt die Entlassung. «Die Person wurde noch im Dezember aus der Untersuchungshaft entlassen», so Haffter. Dass es sich dabei um E. M. handelt, kommentiert die Staatsanwaltschaft nicht. Fakt ist jedoch, dass nur eine Person im Zusammenhang mit dem Grossbrand in Untersuchungshaft genommen wurde. Grund für die Entlassung ist laut Haffter die Tatsache, dass kein Haftgrund mehr vorliegt. Haftgründe wären Verdunkelungs-, Flucht-, Fortsetzungs- oder Ausführungsgefahr.

Die Ermittlungen laufen weiter.

* Name der Redaktion bekannt

(taw)