Steckborn TG

28. Oktober 2014 09:21; Akt: 28.10.2014 09:25 Print

Grundbuchamt hält Vettels Hauskauf geheim

Entgegen den gesetzlichen Vorgaben hat das Grundbuchamt Steckborn auf die Veröffentlichung von Sebastian Vettels Grundstückkauf verzichtet – weil er Diskretion wünschte.

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Rennfahrer Sebastian Vettel wollte seinen Grundstückkauf geheim halten. (Bild: Keystone/Wallace Woon)

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Der vierfache Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat Ende August ein exklusives Grundstück samt Bootshaus in Eschenz TG direkt am Untersee gekauft. Obwohl der Bund 1994 die Kantone verpflichtete, Grundstückkäufe zu publizieren, hat das Grundbuchamt Steckborn Vettels Haus-Deal nicht im Thurgauer Amtsblatt veröffentlicht.

Vettel sparte dadurch die Publikationsgebühr von 50 Franken, doch darum ging es ihm nicht: Der Steckborner Grundbuchverwalter Markus Donatsch gab gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» an, dass eine Kontaktperson ihm Vettels Wunsch nach Diskretion mitgeteilt habe. Diesen habe er dann auch erfüllt: «Ich habe mich auf Artikel 13 der Bundesverfassung – Schutz der Privatsphäre – gestützt», so Donatsch.

Publikation muss nachgeholt werden

Der kantonale Grundbuchinspektor Linus Schwager erfuhr erst auf Anfrage des «St. Galler Tagblatts» von der nicht veröffentlichten Handänderung. Nachdem er den Sachverhalt abgeklärt hatte, gab er bekannt, dass Vettels Wunsch nach Diskretion nicht hätte erfüllt werden dürfen. Daraufhin wies er das Grundbuchamt Steckborn an, die Publikation nachzuholen. «Weitere Folgen hat der Vorfall nicht», sagt Schwager. Jedoch werde er Grundbuchämter bitten, in Zukunft in solchen Fällen mit ihm Rücksprache zu nehmen.

Auch Grundbuchverwalter Donatsch zeigt sich einsichtig: «Wenn ich hier falsch liege, so nehme ich es zur Kenntnis.» In Zukunft werde er die Pflicht zur Publikation einhalten.

(qll)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus Labhart am 28.10.2014 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Grundbuchamt Steckborn

    Man muss die Verhältnisse in Steckborn kennen.Der Grundbuchbeamte und Sekretär der Vormundschaftsbehörde, Markus Donatsch, ist bekannt dafür. Er legt sich das Gesetz hin und wieder für sich aus.Man erinnert sich auch noch an die Bevormundung der Turmhofstifterin. Die Behörden verschliessen aber immer wieder die Augen.

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  • Peter am 28.10.2014 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Verfassung ist keine Rechtsquelle

    Die Verfassung ist mit Ausnahme von Art. 8 keine Rechtsquelle auf die man sich vor Gericht oder sonst wo berufen kann. Sie dient als (verbindliche) Orientierung bei der eigentlichen Gesetzgebung. Allerdings gibt es in der Schweiz keine Verfassungsgerichtsbarkeit. Selbst Gesetze die der Verfassung widersprechen würden sind anzuwenden. Wenn der Grundbuchverwalter dies nicht weiss und wissentlich Gesetze missachtet so ist er im falschen Job. Sorry aber ist einfach so.

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  • Der Kritiker am 28.10.2014 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die "Gleicheren"

    Rechte sind eine Frage des Geldes. Auch in der Schweiz gilt der Grundsatz, dass alle die gleichen Rechte haben und vor dem Gesetz gleich seien, nur gewisse sind ein bisschen "gleicher" als die andern (vergl. auch Herr Pühringer in Vitznau)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wurstpelle am 29.10.2014 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    zu viel Wind um nichts

    und in Australien ist ein Känguru überfahren worden.Wenn ihr wissen wollt wo sich das Grundstück befindet, könnt ihr mich fragen. Weiss nur eines, soll in Eschenz am See liegen :)

  • Heinz Peischl am 28.10.2014 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    ja wie schlimm ist den das

    Und was ist jetzt daran schlimm. Was hat man davon wenn man weiß das Vettel da ein Haus gekauft hat, hauptsache man kann sich über etwas aufregen.

  • gebi am 28.10.2014 21:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vettel

    Herr Donatsch, legen sie die Getze aus wie es sich auch für ehrlich und aufrichtige Bürger gehört!

  • Mi Beb am 28.10.2014 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    machen was sie wollen

    In Rickenbach TG hat die Gemeinde ein Baugesuch nicht öffentlich aufgelegt. Antwort Gemeinde: Das haben sie sicher übersehen. Zudem wurden direkte Nachbarn nicht per Post informiert. Antwort der Gemeinde: Evtl. sind die Briefe bei der Post untergegangen...

    • seppi am 29.10.2014 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      keine ahnung

      überall das selbe der gemeinderat kann man nicht brauchen machen nur fehler und keiner hat schuld aber jeden monat ist zahltag für diese damen und herren politiker

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  • Fragende am 28.10.2014 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Was soll denn daran noch geheim sein?