Waffeninitiative

02. Februar 2011 11:59; Akt: 03.02.2011 20:23 Print

Gsoa versteckt Waffen in der IKEA

von Simon Städeli - Kunden der IKEA bei der AFG-Arena trauten heute morgen ihren Augen nicht: Sie fanden Armeewaffen. Gsoa-Aktivisten hatten sie dort versteckt, um für die Waffeninitiative zu werben.

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Die Gesichter hinter der Aktion: Basil Oberholzer, Monika Simmler, Felix Birchler und Debora Buess(v.l.n.r.) von der Gsoa St. Gallen. (Bild: 20 Minuten)

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«Ich bin voll erschrocken, als ich die Waffe fand», sagt eine 18-jährige Ikea-Kundin. Sie war in einem Schuhfach auf ein schwarzes Armeesturmgewehr gestossen. Versteckt wurde die Waffe von einer Gruppe von Gsoa-Aktivisten(Gruppe Schweiz ohne Armee) aus St. Gallen. Diese wollten mit der Aktion für die Annahme der Waffeninitiative vom 13. Februar kämpfen. «In der Ikea sieht alles so idyllisch aus wie zu Hause. Doch in jedem dritten Haushalt ist in der Schweiz eine Waffe versteckt», sagt Monika Simmler, Co-Präsidentin der Juso St. Gallen. Darum versteckten die vier Aktivisten drei schwarz angemalte Armeeplastikwaffen in einem Schuhfach, einer Vitrine und einem Kleiderschrank.

Zwei Waffen wurden sofort gefunden, die dritte lag während Stunden im Schuhfach. Viele sahen die Waffe, aber meldeten diese nicht dem Personal. Und so kam es, dass zwei Buben plötzlich mit der Waffe hantierten und wild in der Gegend herum zielten. Die Mutter interessierte dies aber nur wenig: «Zu Hause spielen die Kinder ja auch mit Spielwaffen», sagte sie nur. «In der Kinderabteilung würde die Aktion mehr bewirken, denn dort sind mehr Emotionen im Spiel», sagte eine andere Mutter. Ein Kunde fand die Aktion problematisch, denn Kinder könnten die Waffen sehen. Für die Gsoa-Aktivisten ist die Aktion aber gelungen: «Wir haben die Leute dazu gebracht, sich über Waffen im Haushalt Gedanken zu machen», so Simmler.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Radon am 03.02.2011 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ohnewaffennarren

    Wenn man mal den GSOA-Plan insgesamt anschaut, wenn man dabei berücksichtigt, das er sich gegen einen Zustand richtet, der seit 2 Jahren nicht mehr aktuell ist (Gesetze sind längst verschärft und vebessert worde), dann merkt man, was das ganze ist: ein verlogenes polemisches dünnes Brett ohne jeden Vorteil und mit gewaltigen Kosten.

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  • Tobi am 02.02.2011 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hinweis

    Als Hinweis für die Linken die wohl keine Ahnung vom Waffengesetz haben. EG Abschnitt 1 Art.4 Abs1 Punkt g: Als Waffen gelten: Imitations-, Schreckschuss- und Soft-Air-Waffen, die aufgrund ihres Aussehens mit echten Feuerwaffen verwechselt werden können. Somit liebe Gsoa ist das ein Verstoss gegen das WG und muss Juristische folgen haben.

  • upjj am 31.05.2011 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    illegal

    was mit am meisten zu denken gibt, dass solche leute, die mit illegalen methoden auf sich aufmerksam machen wollen, später vielleicht einmal in die politik einsteigen und dort ihr unwesen teiben. meisten haben sie ein klar einseitige sichtweise und alles was andere sagen stimmt so oder so nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • upjj am 31.05.2011 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    illegal

    was mit am meisten zu denken gibt, dass solche leute, die mit illegalen methoden auf sich aufmerksam machen wollen, später vielleicht einmal in die politik einsteigen und dort ihr unwesen teiben. meisten haben sie ein klar einseitige sichtweise und alles was andere sagen stimmt so oder so nicht.

  • Radon am 15.02.2011 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Ohnewaffennarren

    Gegen Waffen sein, die geltenden Waffengesetze nicht kennen, diese auch noch brechen und sich strafbar machen, aber dagegen sein....

  • Hans am 09.02.2011 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    wir brauchen Schutz

    Wir brauchen kein neues Waffengesetz wir brauchen Schutz vor Leuten mit so fiel krimineller Energie. Waffen in einem Warenhaus verstecken wo sich Kinder so frei bewegen. So eine Kopflose Aktion kann nur von Leuten kommen die keinen Skrupel kennen und auch das aktuelle Waffengesetz ist ihnen auch fremd ansonsten wäre denen klar dass sie gegen das aktuelle Waffenrechet verstossen.

  • Erika am 09.02.2011 01:00 Report Diesen Beitrag melden

    St. Galler Polizei...

    Sehr witzig, dass die St. Galler Polizei nun wegen der Chäpsligewehre eine Untersuchung gegen die GSoA einleiten will... Die haben einfach noch eine Rechnung mit der GSoA offen, weil sie vor Bundesgericht verloren haben, als sie der GSoA verbieten wollten, auf der Strasse Unterschriften zu sammeln.

    • nein stimmer am 09.02.2011 14:04 Report Diesen Beitrag melden

      Straftatbestand ist erfüllt

      das ist das Heutige Waffengesetz, wir brauchen kein neues. Kriminelle werde heute schon Hart bestraft. Und das hat nicht mit einer offen Rechnung zu tuhen.

    • PS am 09.02.2011 22:20 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Liebe Erika, das ist ein Offizialdelikt, der von Amtes wegen untersucht werden muss. Nicht eine Abrechnung der Kapo. Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG) vom 20. Juni 1997 (Stand am 1. Dezember 2010) Art. 26 Aufbewahren 1 Waffen, wesentliche Waffenbestandteile, Waffenzubehör, Munition und Munitionsbestandteile sind sorgfältig aufzubewahren und vor dem Zugriff unberechtigter Dritter zu schützen. Art. 27 Waffentragen 1 Wer eine Waffe an öffentlich zugänglichen Orten tragen oder sie transportieren will, benötigt eine Waffentragbewilligung. Diese ist mitzuführen.

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  • Corina Rohrbach am 07.02.2011 11:08 Report Diesen Beitrag melden

    Kriminelle GSoA

    Toll gemacht, GSoA! Die geltenden Gesetze zum Waffenrecht kennt man nicht oder verstösst bewusst gegen diese (auch Gegenstände, die Waffen imitieren, fallen unter das strenge Waffengesetz. Dafür ünterstützt man eine Initiative, damit Waffenmissbräuche weniger werden. Welch ein Witz!