St. Gallen

03. November 2014 14:46; Akt: 03.11.2014 15:16 Print

HSG plant neuen Campus im Stadtzentrum

Die Uni St.Gallen (HSG) platzt aus allen Nähten. Bis im Jahr 2025 soll am bisherigen Standort ausgebaut werden – und im Stadtzentrum ein neuer Campus entstehen.

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Im St.Galler Stadtzentrum soll ein neuer Campus für 3000 Studierende entstehen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Vertreter von Kanton, Stadt und Universität stellten die Pläne am Montag vor. Man gehe davon aus, dass sich die Zahl der Studierenden der HSG in Zukunft zwischen 8000 und 9000 einpendeln werde, sagte der kantonale Bildungsdirektor Stefan Kölliker.

Aktuell sind es 8000. Die bestehenden Gebäude auf dem Rosenberg, die erst 2011 erweitert wurden, bieten aber nur Platz für 5000 Studierende. Prekär sei die Situation vor allem in der Bibliothek, sagte Rektor Thomas Bieger. Eine neue Bibliothek am alten Standort soll nun mehr als doppelt so gross werden.

Zweiter Standort

Weiter plant die Universität den Schritt vom noblen Rosenberg ins Stadtzentrum hinunter: Auf dem Areal Platztor am Rand der Altstadt soll ein zweiter Standort für Lehre und Forschung mit 3000 Studierenden entstehen. Das Areal gehört zum Teil der Stadt und ist vom Rosenberg in 15 Gehminuten zu erreichen.

Am 18. November entscheidet das St. Galler Stadtparlament über den Verkauf des Grundstücks, auf dem sich auch die Offene Kirche befindet. Das Kirchengebäude gilt nicht als schützenswert und könnte abgebrochen werden.

Ab 2015 soll die Erweiterung konkreter definiert werden. Zu den Kosten machten die Verantwortlichen am Montag noch keine genauen Angaben. Der Kanton sieht in seiner Investitionsplanung 140 Millionen Franken vor. Auch der Bund, Donatoren und Dritte sollen sich an den Kosten beteiligen.

Volksabstimmung 2017

2017 sollen zuerst der Kantonsrat und danach das Volk in einer Abstimmung über das Vorhaben entscheiden. Nach einer anschliessenden mehrjährigen Wettbewerbs-,
Planungs- und Bauzeit könnte die Universität ihre Neubauten 2025 beziehen.

Bildungsdirektor Stefan Kölliker sagte, die HSG sei als eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas auch ein wichtiges Aushängeschild für St.Gallen. Wegen ihres guten Rufs sei die Universität in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Wegen Platzmangels belegt die HSG derzeit zahlreiche Provisorien, zum Teil in Wohnhäusern. Nach der Erweiterung der Universität würden diese Gebäude wieder für Wohnzwecke frei.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Idas am 04.11.2014 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Mögliche Lösung

    Eine mögliche Lösung für Platzprobleme wäre, dass man z.B. Vorlesungen aufzeichnet und diese zu Hause als Podcast im Intranet sich anschauen kann. Dies hat auch den Vorteil, dass Studenten die nebenbei noch arbeiten die Vorlesung nicht verpassen. An anderen Unis wie z.B. Uni Zürich wird dies schon seit Jahren erfolgreich praktiziert.

  • Student am 04.11.2014 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HSG infrastrukturmaessig schlecht

    An der ueberfuellten HSG lernt man derzeit in kleinen Containern, wo der CO2-Gehalt weit ueber dem Grenzwert liegt. Das Resultat sind gesundheitliche Beschwerden und Leistungsabnahme. Auch wenn die HSG eine hervorragende Lehre bietet, frage ich mich deswegen oft, ob ich nicht doch haette in London bleiben sollen. Die HSG mag die beste Wirtschaftsuni der Welt sein, aber die Infrastruktur ist definitiv kein Grund dafuer.

  • weggezogener St.Galler am 04.11.2014 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    mir egal

    Mir egal ich wohne sowieso nicht mehr im Kanton St.Gallen. Bin schon weggezogen jetzt habe ich super Bildungsmöglichkeiten mit super Verkehrsanbindungen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • CH am 04.11.2014 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anteil Schweizer

    Fragt sich nur wie viele Schweizer unter den geplanten 8000-9000 Studenten sein werden... M.E. müssten die Studiengebühren für ausländische Studierende weiter erhöht werden. Oder soll weiterhin der Schweizer Steuerzahler ausländische Studenten unterstützen?

    • Ivan S am 05.11.2014 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Informier dich mal

      Die Hsg hat, wie übrigens jede Uni in der Schweiz, eine vorgeschrieben Ausländerquote. Also würde sich prozentual die Anzahl ausländischer Studenten nicht erhöhen. Übrigens bezahlen die ausländischen Studenten auch doppelte Studiengebühren.

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  • weggezogener St.Galler am 04.11.2014 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    mir egal

    Mir egal ich wohne sowieso nicht mehr im Kanton St.Gallen. Bin schon weggezogen jetzt habe ich super Bildungsmöglichkeiten mit super Verkehrsanbindungen.

  • Idas am 04.11.2014 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Mögliche Lösung

    Eine mögliche Lösung für Platzprobleme wäre, dass man z.B. Vorlesungen aufzeichnet und diese zu Hause als Podcast im Intranet sich anschauen kann. Dies hat auch den Vorteil, dass Studenten die nebenbei noch arbeiten die Vorlesung nicht verpassen. An anderen Unis wie z.B. Uni Zürich wird dies schon seit Jahren erfolgreich praktiziert.

  • Student am 04.11.2014 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HSG infrastrukturmaessig schlecht

    An der ueberfuellten HSG lernt man derzeit in kleinen Containern, wo der CO2-Gehalt weit ueber dem Grenzwert liegt. Das Resultat sind gesundheitliche Beschwerden und Leistungsabnahme. Auch wenn die HSG eine hervorragende Lehre bietet, frage ich mich deswegen oft, ob ich nicht doch haette in London bleiben sollen. Die HSG mag die beste Wirtschaftsuni der Welt sein, aber die Infrastruktur ist definitiv kein Grund dafuer.

  • k.r am 03.11.2014 22:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kantonseinsparungen

    Achso, denen wird alles gebaut und unserer Berufsschule (auch in St. Gallen) wird das Budget gekürzt, d. h. Klasse wurde zusammengelegt, Schulzimmer werden nur noch 1 mal die Woche geputzt, Papier wird gespart usw... Aber Hauptsache völlig am falschen Ort sparen, in der Bildung.

    • P.S. am 03.11.2014 22:35 Report Diesen Beitrag melden

      Zahlen und Fakten

      Der Kanton SG gibt m.W. als Trägerschaft der Uni SG ca. 45 Mio aus im Jahr, was nicht mal 1 Promille des Jahresetat des Kantons SG entspricht. Dieser Betrag an die Uni ist im Übrigen in den letzten Jahren auch um mehrere Mio gekürzt worden (Sparpakete lassen grüssen!) Für die Bildung gibt der Kanton SG ca. 900 Mio im Jahr aus, davon sind dann 5% für die HSG. Der Rest somit für Berufs- oder Kantonsschulen, etc....Aus diesem Winkel betrachtet, sieht das Verhältnis wohl anders aus...

    • Wadenbeisser am 04.11.2014 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nur Fakten

      Die Berufsschulen schliessen nicht wegen fehlendem Geld, sondern wegen fehlender Lehrlinge im dualen Bildungssystem. Das wird aber den Bildungspolitikern erst auffallen wenn es niemanden mehr gibt der ihr Auto repariert. Oder wird das dereinst auch als Studiengang vermittelt?

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