Sorgenfrei

16. Juli 2019 05:02; Akt: 16.07.2019 07:40 Print

Polizei gibt Autofahrern Tipps für die Ferienreise

Wer in den nächsten Tagen mit dem Auto in die Ferien fahren will, sollte einige Dinge beachten. Die Kantonspolizei Graubünden klärt auf.

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Die Kantonspolizei Graubünden gibt zur Feriensaison Tipps, wie man sich am besten auf den Urlaub vorbereitet. Einer der Tipps ist, sich mit den Verkehrsregeln des jeweiligen Landes bekannt zu machen. So wird das Führen einer Warnweste in der Schweiz zwar empfohlen, ist aber nicht obligatorisch. Anders sieht es hingegen in vielen anderen Ländern aus. Wie man es nicht machen sollte, zeigen folgende Beispiele: In Rapperswil-Jona wurde das Auto einer 49-jährigen Frau von der Polizei angehalten. Ihr Stand Up Paddle versperrte ihr die Sicht. Sie wurde angezeigt. Kein Einzelfall. So war im Juni 2018 eine Lenkerin im Thurgau unterwegs. Nicht nur die Sicht war eingeschränkt, das Brett war auch ungenügend gesichert. Dieser Anblick bot sich der Kapo TG kurze Zeit zuvor in Egnach. Die Fahrerin war gerade beim Umzug. Am Samstagnachmittag (17.02.2018) führte die Stadtpolizei St.Gallen im Westen der Stadt eine Verkehrskontrolle durch. Zwei Autofahrerinnen und ein Autofahrer wurden wegen Sichtbehinderung im Fahrzeug aufgrund der Ladung angezeigt. Nachdem sie ihre Fracht umgeladen hatten, konnten sie weiterfahren. Am Mittwoch (31.08.2016) hielt die Stadtpolizei St.Gallen einen Autofahrer an, der eine Matratze auf dem Beifahrersitz mitführte. Er durfte nicht weiterfahren. Ungenügend gesicherte Gegenstände sind auch immer wieder ein Problem, wie die folgenden Bilder zeigen. Notdürftig mit Schnüren band ein 29-jähriger Schweizer ein Sofa auf der Dachreling eines Alfa Romeos an. Passiert Ende Mai 2019. Auf der Autobahn A13 ging das Sofa verloren. Der Lenker und der Beifahrer fugten es wieder auf das Dach und fuhren weiter, bis sie in Oberriet SG von der Polizei angehalten wurden. Ungesicherte Ladungen können sehr gefährlich sein. Am 21. Juni 2017 wurde die Frontscheibe dieses Autos von Rohren eingedrückt, die von einem Lieferwagen gefallen waren. Zwei Personen wurden verletzt. Auch dieses Auto kollidierte mit Rohren, die nicht sachgemäss gesichert waren (23.11.2016). 1.8 Tonnen Holzlatten landeten am 25 Oktober 2012 auf der A1 bei Gossau SG. Es stellte sich heraus, dass die Latten ungenügend gesichert waren. Es entstand hoher Schaden, verletzt wurde niemand. Nicht nur Holzlatten werden ungenügend gesichert. Auch Dampfwalzen. Im Juni 2015 rutschte in Müllheim nach einer Kurve eine zirka neun Tonnen schwere Walze ab einem Anhänger. Verletzt wurde niemand. Eine Baustellenabschrankung machte sich am Dienstag (18.12.2018) in Kreuzlingen während der Fahrt selbständig, da sie zu wenig gut gesichert war.In der Folge durchbohrte die Baustellenabschrankung die Windschutzscheibe eines entgegenkommenden Autos. Die Insassinnen des Autos hätten aber Glück im Unglück gehabt und blieben unverletzt. Auch Heu wird nicht immer ausreichend gesichert. Mitte Mai 2019 verlor ein Bauer rund 40 Heuballen Hauptstrasse in Staad SG. Der 71-jährige Fahrer des Traktors wurde wegen ungenügender Ladungssicherung zur Anzeige gebracht. Dieser Lieferwagenlenker war so in Romanshorn unterwegs. Weit kam er nicht. Dieser auch nicht. Mitte Juli 2018 erwischte die Kantonspolizei Thurgau einen Lenker (70), der drei Meter lange Pakete ungesichert im Auto mitführte. Eine der beiden verpackten Sonnenstoren ragte knapp zwei Meter über das Fahrzeugheck hinaus. Dem 70-Jährigen wurde die Weiterfahrt verweigert Das korrekte Beladen und die fachgerechte Sicherung aller Güter sind unabdingbar für einen sicheren Transport. Mit diesem Bild machte die Landespolizei Liechtenstein im März darauf aufmerksam. So geht es richtig. Am Donnerstagnachmittag (23.06.2016) hielt die Stadtpolizei St.Gallen die Fahrerin dieses Autos an. Die Frau transportierte in ihrem Fahrzeug diverse lose Gegenstände. Sie wurde angezeigt. Zwar gesichert, dafür überladen. Dieser Autofahrer wollte wohl seinen ganzen Hausrat mit in die Ferien nehmen: Völlig überladen war der VW im Juli 2016 auf der Autobahn A2 unterwegs. Das Auto war mehreren Leser-Reportern aufgefallen. Die Polizei zog den «Lastwagen» aus dem Verkehr. Die Dachlast wurde um satte 408 Kilogramm überschritten. Bei Autos dieses Typs sind auf dem Dach in der Regel maximal 50 bis 75 Kilogramm erlaubt. Auf der hinteren Achse waren 174 Kilogramm zu viel geladen. Insgesamt hatte das Auto 201 Kilogramm zu viel geladen. Der 40-jährige Autofahrer aus Deutschland musste eine Bussendeposition hinterlegen und das Auto entladen. Anschliessend konnte er seine Fahrt fortsetzen. Erfahrungen mit überladenen Autos hat die Luzerner Polizei bereits einige: Im Sommer 2015 erwischte sie gleich drei überladene Fahrzeuge an einem Tag. Die Fahrer mussten die Ware umladen und eine Busse bezahlen. Die Dachlast dieses Fahrzeugs wurde um mehr als das Dreifache des erlaubten Gewichts überschritten. In Nidwalden hat man auch schon Erfahrungen mit Rollern auf dem Dach gemacht: Dort wurde dieser Verkehrssünder angehalten. Doch alle diese Bilder sind noch nichts im Vergleich zu Ladungen im Ausland. Dieser Pickup erfüllt die Vorschriften wohl kaum. Wo ist hier das Fahrzeug? Übrigens: Auch Lastwagen kann man überladen. Das geht auch mit Töffli. Vorsicht Flachwitz: Dieser Fahrer hat richtig Eier. Erstaunlich was man alles mit einem Velo transportieren kann. Oder mit einem Roller. ... oder wie viele Personen ein Zug transportieren kann.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Pünktlich zur Sommerferienzeit hat die Kantonspolizei Graubünden einige Tipps und Tricks für sorgenfreie Ferien zur Hand. Diese werden auf der Facebook-Seite der Kapo, am Beispiel von Familie del Sole erklärt. Wir haben die wichtigsten Zusammengefasst:

Einbruch
Schutz vor Einbrechern
Laut der Polizei sollte man am besten jemanden beauftragen, der zu Hause nach dem Rechten schaut. «Auch wenn die Person nur die Storen rauf und runter lässt oder die Blumen giesst, wichtig ist, dass Leben ins Haus kommt», sagt Mediensprecherin Anita Senti. Auch solle man besser zweimal kontrollieren, ob wirklich alles geschlossen ist. «Ein gekipptes Fenster ist schnell offen», fügt Senti an.

Social Media
Warum man nicht alles posten sollte
Für viele Einbrecher sind sogenannte Gaunerzinken veraltet. Denn auch sie gehen mit der Zeit und erhalten ihre Infos aus den sozialen Netzwerken. Daher rät die Polizei, nicht alles über seinen bevorstehenden Urlaub online preiszugeben.

Gepäck
Wie belade ich das Auto?
Vor allem wenn man als Familie verreist, stellt sich früher oder später die Frage: «Wo verstaue ich die ganzen Sachen?» Auch hierfür hat die Polizei natürlich einen Tipp: «Man kann die Sachen im und auf dem Auto verstauen. Dabei sollte man aber immer beachten, dass die Ladung so angebracht wird, dass sie niemanden gefährdet, belästigt oder herunterfallen kann.» Zudem sollte die im Fahrzeugausweis eingetragene Nutzlast nicht überschritten werden.

Fahrzeug
Was man vor der Abfahrt prüfen sollte
Nicht nur das Gepäck ist wichtig, sondern auch das Fahrzeug, mit dem man seine Reise antritt. Daher sollte man es zuvor gut prüfen: «Vor der Abfahrt sollte man den Ölstand, das Kühlwasser und natürlich den Reifendruck überprüfen», rät Senti. Auch sollte man eine Reiseversicherung ins Auge fassen. Diese kann laut der Mediensprecherin unter anderem bei Pannen oder auch Diebstahl greifen. Hier finden Sie noch weitere Tipps.

Zielland
Besonderheiten kennen
Sobald man mit dem Auto in ein anderes Land einreist, sollte man sich auch mit den dort geltenden Verkehrsregeln auseinandersetzen. «So verändert sich zum Beispiel die Autobahngeschwindigkeit massiv, oder ein CH-Aufkleber wird obligatorisch», so die Polizeisprecherin. Aber auch die im Auto zu führende Ausrüstung kann je nach Land variieren. So wird das Führen einer Warnweste in der Schweiz zwar empfohlen, ist aber nicht obligatorisch. Anders sieht es hingegen in Italien aus: Laut dem TCS müssen im Nachbarland Personen, die die Fahrbahn betreten, eine Weste tragen. Noch weiter gehen Estland und Litauen: Dort benötigt jeder Verkehrsteilnehmer einen Feuerlöscher, egal ob Töff- oder Autofahrer.

(juu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lästermaul am 16.07.2019 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die Tips

    Ganz schön ausgekochte Burschen. Wo kriegt man solches Wissen her? Z.Bsp. das mit dem Gepäck, im oder auf dem Auto und ich hab noch lange überlegt.

  • Gero F am 16.07.2019 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Anhänge- und Auflast

    Vielleicht wäre es an der Zeit, dass auch über PWs mit Wohnwagen aufgeklärt würde.Da ich selber seit etwa 40Jahren mit Wohnwagen, Anhänger unterwegs bin fällt mir z.B. immer wieder auf, dass PWs einen relativ schweren Wohnwagen ziehen, was meiner Meinung nach oft die Anhänge- und Auflast Fähigkeit des Zugfahrzeuges übersteigt. (Öfters aus EU Ländern)

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  • Herr Max Bünzli am 16.07.2019 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Erklärbar

    wieso klärt immer die Kantonspolizei Graubünden uns auf ? Wohnt da der Erklär Bär ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Vorname am 16.07.2019 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wer in die Ferienreise geht

    Wer in die Ferienreise geht und nicht selber weiss wie man sicher ein Auto beladen tut. Gibt es nur eine Frage, kann man denen wirklich noch helfen

  • Schweizer am 16.07.2019 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Tiere werden noch

    Solche Tiere werden noch viele Reisende in die Schweiz ungewollt mit nehmen. Asiatische Tigermücken sind potenzielle Überträgerinnen von tropischen Viruserkrankungen wie Dengue- und Chikungunyafieber.

    • 20min Leser am 16.07.2019 19:37 Report Diesen Beitrag melden

      Negative Menschen,

      Negative Menschen, haben für jedes Problem eine Lösung. Mich und viele würde es wundern, was für Lösungen die negative Person hat. Wir möchten ihre Erfahrungen haben und davon lernen.

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  • Lebensfreund am 16.07.2019 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird immer Personen geben

    Es wird immer Personen geben, die ihre Autos überladen für den Urlaub. Es wird auch Personen immer geben, die den Wohnwagen und die Wohnmobil überladen werden

  • Thomas Christener am 16.07.2019 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grins

    Haha, ja genau. Die Autobahngeschwindigkeiten verãndern sich massiv. In D kann man dann endlich normal fahren, wozu die Strasse, das Auto und die Reifen gebaut sind. Spassige Leute, die Polizisten.

  • Gero F am 16.07.2019 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Anhänge- und Auflast

    Vielleicht wäre es an der Zeit, dass auch über PWs mit Wohnwagen aufgeklärt würde.Da ich selber seit etwa 40Jahren mit Wohnwagen, Anhänger unterwegs bin fällt mir z.B. immer wieder auf, dass PWs einen relativ schweren Wohnwagen ziehen, was meiner Meinung nach oft die Anhänge- und Auflast Fähigkeit des Zugfahrzeuges übersteigt. (Öfters aus EU Ländern)

    • Deutscher am 16.07.2019 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gero F

      Ja die leben da auch meistens noch hinter dem Mond in den EU Ländern. Was mich bloss wundert in De darf man mit einem eingetragenen Anhänger 100 fahren, warum ist man bei soviel Fachwissen hier nicht in der Lage das auch hinzukriegen

    • Tällehelmwilli am 16.07.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      Just do it

      Ich fahre einfach 100 - da brauche ich keine Eintragung

    • Gero F am 16.07.2019 18:33 Report Diesen Beitrag melden

      Gesetz

      @ Deutscher: Der 100er Eintrag ist das eine, das andere ist das Strassenverkehrsgesetz welches besagt: Geschwindigkeit für Anhängerzüge = 80kmh. Für mich auch nicht Nachvollziehbar, 120 Kmh PW 100 CAR und Reisebusse 80kmh für LKW und Anhängerbetrieb somit nicht verwunderlich, dass stets Stau verursacht wird.

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