Strohwilen TG

27. April 2019 17:01; Akt: 27.04.2019 17:01 Print

Hätten Sie diese Baby-Füchse gesehen?

Eine Leser-Reporterin fährt seit einigen Tagen auf dem Weg zur Arbeit an mehreren Füchsen vorbei. Diese schlafen ganz gemütlich auf der Strasse.

Hier sieht man, wie die Füchse auf der Strasse schlafen. (Video: Leser-Reporter)
Zum Thema
Fehler gesehen?

«Ich dachte erst, ich sehe nicht recht. Doch es lagen wirklich kleine Füchse mitten auf der Strasse», sagt die Leser-Reporterin. Die Frau fährt jeden Morgen um 4.30 Uhr zur Arbeit und muss dabei durch eine schmale Strasse in Strohwilen TG fahren. Vor einigen Tagen habe sie dort erstmals einen kleinen Fuchs liegen sehen. Die nachfolgenden Tage seien es immer mehr geworden. Am Freitagmorgen lagen gleich drei Fuchswelpen dort.

«Es ist unglaublich, nicht einmal der Lärm meines Auto macht den Tieren Angst oder animiert sie zum Aufstehen», sagt die Leser-Reporterin. Deshalb sei besondere Vorsicht geboten. Um die Tiere nicht zu verletzen, warte sie immer, bis sie in Sicherheit seien. Warum sich die Füchse ausgerechnet die Strasse zum Schlafen aussuchen, weiss die Frau auch nicht genau. Sie vermutet aber, dass es an der Wärme liegen könnte, die vom Teer ausgeht.

Sich den Tieren nicht nähern

Roman Kistler, Leiter des Amtes für Jagd- und Fischereiverwaltung im Kanton Thurgau, sind solche Situationen bekannt: «Wenn ein Fuchsbau nahe an einer Strasse liegt, spielen die Jungfüchse auf dieser, wenn die Mutter aus dem Bau ist.» Auch die Tatsache, dass die Tiere auf der Strasse ein Nickerchen halten, sei nichts Aussergewöhnliches. Wie Kistler erklärt, sind Jungfüchse nämlich viel zahmer als ältere Tiere. «Sie sind noch unerfahren und kennen die Gefahren, zum Beispiel eines herannahenden Autos, noch nicht.»

Dennoch sollte man es in jedem Fall unterlassen, auszusteigen und sich den Tieren zu nähern: «Füchse sind immer noch Wildtiere. Auch wenn sie noch klein und nicht so scheu sind.» Auch Lenker sollten Geduld walten lassen: «Wer die kleinen Füchse sieht, sollte das Tempo verlangsamen und warten», erklärt Kistler.


(juu)