Melander Fischfarm

03. Februar 2011 19:14; Akt: 03.02.2011 19:30 Print

Hans Raab gibt nicht auf

von Marlene Kovacs - Fischzüchter Hans Raab kämpft weiter für seine Melander-Fischfarm. Ein deutscher Experte hat gestern, Mittwoch, die Aufzucht der Welse beurteilt. Raab fehlt aber noch eine Bewilligung zur Wildtierhaltung.

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Der Fischtechnologe Prof. Jörg Oehlenschläger (rechts) stellte der Melander Fischfarm von Hans Raab ein sehr gutes Zeugnis aus. (Bild: 20 Minuten/Marlene Kovacs)

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Unternehmer Hans Raab gibt den Kampf um die Melander-Fischfarm und seine Tötungsmethode nicht auf: Deshalb holte er am Mittwoch einen deutschen Fischtechnologen nach Oberriet, der seine Farm beurteilen sollte. Und der Experte, der bereits vor einem Jahr vom Kanton aus ein Gutachten zur Tötungsmethode angefertigt hat, stellte der Melander-Farm gute Noten aus. «In ganz Europa gibt es keine Anlage in dieser Dimension. Den Fischen geht es hier hervorragend», so der Hamburger Professor Jörg Oehlenschläger. Auch zur umstrittenen Tötungsmethode nahm der Fischtechnologe eindeutig Stellung. «Die Methode von Herrn Raab entspricht absolut dem Tierschutzgedanken. Alle anderen Tötungsarten, die in der Schweiz möglich wären, funktionieren beim Melander Wels einfach nicht», so Oehlenschläger.

Für Hans Raab ist die Beurteilung des Experten eine Bestätigung. «Wir kannten uns vorher nicht. Jetzt weiss ich wirklich, dass ich nichts falsch gemacht habe», so Raab. Man werde nun den Bericht von Oehlschläger den zuständigen Behörden vorlegen. «Gleichzeitig werden wir uns dafür einsetzen, dass die Tötungsmethode vom Bundesveterinäramt zugelassen wird», so Raabs Rechtsanwalt Hansjürgen Tuengerthal. Die Melander Welse sind nämlich in ein paar Monaten bereits schlachtreif.

Fehlende Wildtierhaltebewilligung
Damit Raab aber überhaupt weitermachen kann, muss er allerdings bis zum 15. Februar mehrere Unterlagen beim Veterinäramt einreichen. Falls dies nicht passiert, werden die Fische vom Amt für Gesundheits- und Verbraucherschutz nötigenfalls getötet.

Denn Raab fehlt laut einem Schreiben des Amtes eine Wildtierhaltebewilligung. «Erst wenn wir eine Bestätigung haben, dass Raab Kontakt mit Anbietern von tierschutzkonformen Betäubungsanlagen aufgenommen hat, bekommt er eine provisorische Bewilligung», so Kantonstierarzt Thomas Giger. Für eine definitive Wildtierhaltebewilligung müsse Raab eine andere Tötungsmethode anwenden und einen «Fischwirt» anstellen, der die Firma in Zukunft leitet. «Er selbst kann das nicht mehr, weil er nicht über eine in der Tierschutzverordnung vorgeschriebene Ausbildung verfügt und gesundheitlich stark angeschlagen ist», sagt Giger.

Für Raab und seinen Anwalt ist dies unverständlich: «Er hat die Fischfarm selbst konzipiert. Wer soll sie also besser führen können als er. Ausserdem besitzt er genügend Kenntnisse, um den Betrieb zu leiten», so Tuengerthal. «Die Genehmigung hatte ich doch bereits. Ich verstehe nicht, warum ich jetzt wieder eine neue brauche», sagt Raab.

Konkursverfahren hängig
Das Konkursverfahren gegen Raab läuft derzeit noch. Wie es diesbezüglich weitergeht, bleibt derzeit offen. «Die Beteiligten werden aber in den nächsten Tagen über die weiteren Schritte informiert», so Urs Benz, Leiter des Konkursamtes des Kantons St. Gallen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobi am 04.02.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Unsäglich

    Warum die ''Fabrik'' in der Schweiz betreiben? Und warum muss uns ein Deutscher sagen wie bei uns der Tierschutz zu funktionieren hat?

  • Fabrizio am 05.02.2011 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Warum noch hier..

    der soll verschwinden,er hat keinen Respekt vor der Öffentlichkeit und es ist eine Zwängerei,die nie gut gehen kann.ich habe kein Verständnis für diesen Herrn.Soll sich nach Deutschland verkrümeln.

  • B. Kerzenmacher am 05.02.2011 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Klären

    Die korrekte Tötung der Fische sollte sicher gewährleistet sein. Herr Raab dürfte das auch so bewerkstelligen können und wollen. Die Schikaniererei nimmt aber in seinem Fall doch geradezu groteske Züge an. Hier sollte endlich kurz und bündig ein Machtwort gesprochen werden um die Situation zu klären, egal wie der Entscheid ausfällt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fabrizio am 05.02.2011 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Warum noch hier..

    der soll verschwinden,er hat keinen Respekt vor der Öffentlichkeit und es ist eine Zwängerei,die nie gut gehen kann.ich habe kein Verständnis für diesen Herrn.Soll sich nach Deutschland verkrümeln.

  • B. Kerzenmacher am 05.02.2011 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Klären

    Die korrekte Tötung der Fische sollte sicher gewährleistet sein. Herr Raab dürfte das auch so bewerkstelligen können und wollen. Die Schikaniererei nimmt aber in seinem Fall doch geradezu groteske Züge an. Hier sollte endlich kurz und bündig ein Machtwort gesprochen werden um die Situation zu klären, egal wie der Entscheid ausfällt.

  • Fischgeniesser am 04.02.2011 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich bald frische Fische

    Hoffentlich hören die ungerechtfertigten Proteste gegen Herr Raab endlich auf und er kann in Ruhe seine Fischfarm betreiben. Diese Fische schmecken sehr gut. was die "Gegner" da treiben ist schlichtweg eine Frechheit und sie sollten eigentlich eine gerechte Entschädigung und Schadenersatz an Herr Raab zahlen müssen. Ausserdem bekämpfen die Gegner auch Arbeitsplätze! Also lasst endlich Herr Raab in Ruhe seinem Gewerbe nachgehen.

  • Tobi am 04.02.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Unsäglich

    Warum die ''Fabrik'' in der Schweiz betreiben? Und warum muss uns ein Deutscher sagen wie bei uns der Tierschutz zu funktionieren hat?

  • Piotr am 04.02.2011 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Tierschutz, nein Danke

    Raab hat und wird nie Achtung vor Tieren haben. Und plötzlich kommt aus der Dunkelheit einer angetrabt um zu bestätigen, dass die Tötungsmethode dem Tierschutzgedaken entspricht. Und woher kommt der gute Mann? Was müssen wir uns noch alles von den Deutschen erklären lassen?