Fall Owona

06. Dezember 2011 22:59; Akt: 06.12.2011 23:30 Print

Hat FCSG Hausaufgaben nicht gemacht?

Die Verhaftung von FCSG-Spieler Brice Owona hat alle überrascht – fast alle: Hätte man in seiner Heimat nachgefragt, wäre der Spieler wohl nie in St. Gallen gelandet.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Brice Owona sitzt weiterhin in Unter­such­ungshaft. Der Fussballer aus Kamerun wird verdächtigt, eine Frau vergewaltigt zu haben. Bereits im Frühjahr hatte der 22-Jährige wegen Ausschweifungen im Privatleben für Schlagzeilen gesorgt. Beim FC Zürich war man damals nicht besonders erstaunt. «Auch uns ist der Spieler vor rund zwei Jahren angeboten worden», sagt FCZ-Sportchef Fredy Bickel zu 20 Minuten.

Bickel zog in Kamerun Erkundigungen über Owona ein: «Was wir dort vernahmen, liess uns von einem Transfer absehen.» Insbesondere sei auf den unsteten Lebenswandel des Spielers hingewiesen worden. So landete Owona wenig später in St. Gallen, wo Uli Forte Trainer und Sportchef in Personalunion war und offenbar keine Zeit für Nachforschungen fand.

Beim FC St. Gallen verweist man derweil auf die Gespräche, die man im Frühjahr mit dem Spieler geführt hatte. «Er zeigte sich einsichtig und auch seine Leistungen wurden besser», so Pressesprecher Markus Scherrer. Daneben sei der Spieler durch Leute aus dem Vereinsumfeld begleitet worden. «Rund um die Uhr können wir die Spieler aber nicht betreuen», so Scherrer.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.